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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
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Page - 253 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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253 Lex. 8°.) VII. Ihrg. (2ß48) Nr. vom 3. Sept. S. 643: „Reichstags--Silhouetten" von Wel ser. — Die Geißel (ein Parteiblatt aus dem I. 1848) 1848, S. 104: „An Herrn Gold mark." — Reichstags-Gallerie. Geschrieben Porträts der hervorragendsten Deputirten des ersten östr. Reichstages (Wien 1848, Iasper, Hügelu.Manz, 8°.) I. Hft.^.10. —Verhand- lungen des östr. Reichstages nach der ftenogr. Aufnahme lWien, Staatsdruckerei, 4°.) „Interpellation: Welche Schritte von Seit, der Regierung geschehen sind, um die Ueber- griffe Rußlands in der Moldau hintanzuhal- ten" l l . Bd. Sitz, V. 26. Juli 1848, S. 163); — „Spricht über die Nationalitätsfrage" II. Bd. Sitz. v. 31. Juli 1848, S. 255); — „Spricht über das Recht der Minister auf das Schlußwort in einer Debatte" fll- Bd. Sitz. v. 26. Aug. 1848, S. 92); — „Stimmt mit „Nein" in der Frage, um billige Entschä- digung bei Leistungsaufhebungen" lH- Sitz. V. 31. Aug. 1848, S. 164); — „Stimmt mit „Nein" über den Antrag: Das Ja recht auf den dem bisherigen Eigenthümer nicht gehörigen Gründen werde aufgehoben" III. Bd. Sitz. v. 2. Sept. 1848, S. 218); — „Spricht gegen die Ausrückung des Militärs" ll l . Bd. Sitz. vom 13. Sept. 1848, S. 370); — „Bericht über die September-Vorgänge in der Stadt Wien" 1^11. Bd. Sitz. v. 13. Sept. 1848, S. 394); — „Stimmt mit „Nein" in dem Antrage: Die Reichsversammlung wolle beschließen, im Falle der magyarischen Depu- tation keine Ausnahme von der Regel dieses Hauses eintreten zu lassen lH. Bd. Sitz. v. 19. Sept. 1848, S. 524); — „Spricht von der Tribune über Steuern und Steueraus- schreibung" lH. Bd. Sitz. v. 30. Sept. 1848, S. 656); — „Spricht über die Ermäßigung der Salzpreise" ftl. Bd. Sitz. v. 4. Oct. 1848, S. 734); — „Stimmt mit „Nein" über den Antrag: Die Iudenfteuer hat so lange zu verbleiben, so lange kein neues Steuersystem eingeführt ist" III. Bd. Sitz. v. 5. Oct. 1848, S. 805); — „Trägt an, sich in. keine Frie- dens - Unterhandlungen mit den Belagerern Wiens einzulassen" MI. Bd. Sitz. v. 14. Oct. 1848, S. 150). - Goldoni, Karl (Lustspieldichter, geb. zu Venedig 1707, gest. zu Paris 8. Jänner 1793). Entstammt einer mo- denesischen Familie. Schon der Groß- vater , reich und ein höheres Amt beklei- dend, überfiedelte nach Venedig. Daselbst führte die Familie ein gvoßcöHau?, Fcste und Vergnügungen wechselten ab und- unter solchen Verhältnissen verlebte G. seine Kindheit. Ein Marionettentheater erregte bereits die Phantasie des vierjäh- rigen Knaben, später nährte die Biblio- thek des Vaters dessen Vorliebe für die Bühne und er zählte noch nicht 8 Jahre, als er das erste Schauspiel schrieb. Der Tod des Großvaters hatte die Vermö- gens Verhältnisse der Familie wesentlich verändert. Karls Vater sah sich genö- thigt , einen Erwerb zu suchen, und war nach Rom gegangen, um die Medicin zu studiren, die er dann in Perugia aus- übte. Karl begab sich nun auch zu seinem Vater, besuchte die Schulen in Perugia, und war so fleißig, daß ihm der Vater zur Belohnung ein Haustheater errichten ließ, auf welchem während der Ferien gespielt wurde. Als die Eltern nach Ri- mini übersiedelten, folgte ihnen Karl da- hin und studirte dort die Philosophie. Das dortige Theater, auf welchem er zum ersten Male Frauenzimmer spielen sah, da solche nirgends im Kirchenstaate^ als nur in den drei Legationen, auftreten durften, war für den jungen G. ein neuer Reiz, und alsbald schloß er sich an eine Schauspieler-Gesellschaft, mit der er eine abenteuerliche Fahrt nach Chioggia unter- nahm. Indessen war es G.'s Vater ge- lungen, für seinen Sohn durch Vermitt- lung eines seiner Gönner einen Freiplatz, im Collegium Ghislieri zu Pavia zu erhalten. Die Zeit, binnen welcher die- er Freiplatz ledig wurde, brachte G. in Venedig bei einem Advocaten zu, sich für das Rechtsstudium vorbereitend. Das- Collegium Ghislieri, zwar unter geist- licher Leitung stehend, beschränkte die Freiheit der Zöglinge so wenig, daß die- selben mehr Liebesabenteuern, als den Studien oblagen. Als sich die Paveser Bürger, den Studenten feind, verschwo- ren, kein Mädchen zu heiraten, das Besuche von Ztudcr^cu empfange, und jene nun
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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