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an der spitze seiner tapfereu Schaar ge-
fallen.
Oeftr. MMtär-Konversat.-Lefilon. Herausgeg.
von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien
18Z1) I I . Bd. S. 783. — Freiherrn-Diplom
vom 22. Oct. 1763. Schon dem Vater des
Obigen, Johann Anton Graff (siehe b.
Folg.) wurde in Folge des Marien-Theresien-
Ordens, den er besaß, der Freiherrnstand ver-
liehen. — Wappen. Gevierteter Schild mit
Herzschild. Herzschild: In Noth ein auf-
gerichteter rechtsschreitender goldener Löwe,
m der rechten Pranke ein entblößtes Schwert
haltend. 1 u. 4 in Blau eine weiße Mauer
aus Quadern mit drei Schießlöchern und drei
Zinnen. 2 u. 3 in Gold ein einwärtsgelehrter
schwarzer Adler mit offenem Schnabel, roth
ausgefchlageuer Zunge, ausgebreiteten Flü-
geln und von sich gestreckten Krallen. Den
Schild deckt die Freiherrnkrone; auf derfelben
stehen drei gekrönte Helme; auf dem rechten
Helme der Adler von 2 u. 3, auf dem mitt-
leren der Löwe des Herzschildes, auf dem
linken ein mit den Sachsen nach innen ge-
lehrter blauer Adlersflügel aus einer weißen
Quadermauer hervorwachsend.
Grast, Johann Anton Freiherr (G e-
neralmajor und Ritter des Mar. The-
resien-Ordens, geb. zu Wien 1741, gest.
zu St. Polten 60. März 1807). War
ein Soldatenkind und trat, 16 Jahre alt,
zu Würtemberg-Dragoncr Nr. 3 als
Gemeiner ein. Im Aug. 1758 wurde er
Fähnrich, nach Aufhebung dieser Charge
1759 Unterlieutenant, und im Oct. 1761
Oberlieutenant. Im 7jährigen Kriege
that er sich bei der Belagerung von
Schweidnitz (1762), insbesondere bei
dem ersten Ausfalle unter dem Obersten
Freienfels und noch sonst bei mehreren
Anlässen hervor, indem er sich öfter im
Dienste anderer Waffengattungen ver-
wenden ließ, wenn er eben vom Caval»
leriedienste frei war. Namentlich hatte
er
sich bei der Unternehmung des Ober-
lieutenant Wald hüll er am 27. Sept.
hervorgethan. Er war nämlich diesem
Officiere mit 20 Grenadieren zur Unter-
stützung nachgeeilt, als derselbe den Feind
in der ersten Minengrube mit Ungestüm angegriffen hatte; die Preußen wurden
bis in ihre 3. Minengrude gedrängt
und bis in ihre Parallelen verfolgt. Mitt-
lerweile waren die in Bereitschaft gehal-
tenen Grenadiere in die erste Minen-
grube vorgedrungen, und hatten in kur-
zer Zeit alle vom Feinde mit großen
Schwierigkeiten 'zu Stande gebrachten
Arbeiten vernichtet. Für diese Waffen-
that erhielt G. am 21. Oct. 1762 das
Ritterkreuz des Mar. Theresien-Ordens
und rückte am 1. Dec. 1762 zum Capi«
tän vor. 1763 wurde er in das Huß.-
Reg. Eßterhä.zy eingetheilt. 1779 kam
er als Major zu Barko-Hußaren. Im
Türkenkriege kam G. am 16. Juni 1788
dem bedrängten Rittmeister Levachich
bei Chotym zn Hilfe, im Nov. d. I .
rückte er zum Oberstlieutenant vor. Noch
zeichnete er sich aus in der Schlacht bei
Martine
st
je, dann bei der Eroberung
des Lagers bei Tirgukukuli, indem er
mit seiner Division die linke Flanke der
Türken angriff, sie zweimal zurückwarf,
und dann die Brigade Karaczay mit
bestem Erfolge unterstützte. In Folge
dieser Waffenthaten wurde G. noch am
7. Oct. d. I . Oberst im 1. Szekler Gränz-
Regimente. Im Revolutionskriege befeh-
ligte G. das Szekler-Bataillon und zeich-
nete
sich am 9. Oct. 1794 bei O'ppers-
heim aus; stand 1795 bei der Belage-
rung von Mannheim, vertheidigte am
10. Dec. die Stellung bei Schweigen-
heim, und bewährte im Treffen bei
Trippftadt (13. Dec.) erneuert seinen
Muth und seine Umsicht. Am 4. März
1796 wurde G. zum Generalen und
Brigadier in Tyrol ernannt; aber schon
2 Jahre später > am 21. October 1798,
trat er in den Ruhestand, den er noch
etwas über acht Jahre genoß, und im
Alter von 66 Jahren starb. Im Jahre
1763 erhielt er in Folge des Manen-
Theresien-Ordens den Freiherrnstand.
Sein Sohn Anton (siehe den Vori-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon