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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 302 -
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302 an der spitze seiner tapfereu Schaar ge- fallen. Oeftr. MMtär-Konversat.-Lefilon. Herausgeg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 18Z1) I I . Bd. S. 783. — Freiherrn-Diplom vom 22. Oct. 1763. Schon dem Vater des Obigen, Johann Anton Graff (siehe b. Folg.) wurde in Folge des Marien-Theresien- Ordens, den er besaß, der Freiherrnstand ver- liehen. — Wappen. Gevierteter Schild mit Herzschild. Herzschild: In Noth ein auf- gerichteter rechtsschreitender goldener Löwe, m der rechten Pranke ein entblößtes Schwert haltend. 1 u. 4 in Blau eine weiße Mauer aus Quadern mit drei Schießlöchern und drei Zinnen. 2 u. 3 in Gold ein einwärtsgelehrter schwarzer Adler mit offenem Schnabel, roth ausgefchlageuer Zunge, ausgebreiteten Flü- geln und von sich gestreckten Krallen. Den Schild deckt die Freiherrnkrone; auf derfelben stehen drei gekrönte Helme; auf dem rechten Helme der Adler von 2 u. 3, auf dem mitt- leren der Löwe des Herzschildes, auf dem linken ein mit den Sachsen nach innen ge- lehrter blauer Adlersflügel aus einer weißen Quadermauer hervorwachsend. Grast, Johann Anton Freiherr (G e- neralmajor und Ritter des Mar. The- resien-Ordens, geb. zu Wien 1741, gest. zu St. Polten 60. März 1807). War ein Soldatenkind und trat, 16 Jahre alt, zu Würtemberg-Dragoncr Nr. 3 als Gemeiner ein. Im Aug. 1758 wurde er Fähnrich, nach Aufhebung dieser Charge 1759 Unterlieutenant, und im Oct. 1761 Oberlieutenant. Im 7jährigen Kriege that er sich bei der Belagerung von Schweidnitz (1762), insbesondere bei dem ersten Ausfalle unter dem Obersten Freienfels und noch sonst bei mehreren Anlässen hervor, indem er sich öfter im Dienste anderer Waffengattungen ver- wenden ließ, wenn er eben vom Caval» leriedienste frei war. Namentlich hatte er sich bei der Unternehmung des Ober- lieutenant Wald hüll er am 27. Sept. hervorgethan. Er war nämlich diesem Officiere mit 20 Grenadieren zur Unter- stützung nachgeeilt, als derselbe den Feind in der ersten Minengrube mit Ungestüm angegriffen hatte; die Preußen wurden bis in ihre 3. Minengrude gedrängt und bis in ihre Parallelen verfolgt. Mitt- lerweile waren die in Bereitschaft gehal- tenen Grenadiere in die erste Minen- grube vorgedrungen, und hatten in kur- zer Zeit alle vom Feinde mit großen Schwierigkeiten 'zu Stande gebrachten Arbeiten vernichtet. Für diese Waffen- that erhielt G. am 21. Oct. 1762 das Ritterkreuz des Mar. Theresien-Ordens und rückte am 1. Dec. 1762 zum Capi« tän vor. 1763 wurde er in das Huß.- Reg. Eßterhä.zy eingetheilt. 1779 kam er als Major zu Barko-Hußaren. Im Türkenkriege kam G. am 16. Juni 1788 dem bedrängten Rittmeister Levachich bei Chotym zn Hilfe, im Nov. d. I . rückte er zum Oberstlieutenant vor. Noch zeichnete er sich aus in der Schlacht bei Martine st je, dann bei der Eroberung des Lagers bei Tirgukukuli, indem er mit seiner Division die linke Flanke der Türken angriff, sie zweimal zurückwarf, und dann die Brigade Karaczay mit bestem Erfolge unterstützte. In Folge dieser Waffenthaten wurde G. noch am 7. Oct. d. I . Oberst im 1. Szekler Gränz- Regimente. Im Revolutionskriege befeh- ligte G. das Szekler-Bataillon und zeich- nete sich am 9. Oct. 1794 bei O'ppers- heim aus; stand 1795 bei der Belage- rung von Mannheim, vertheidigte am 10. Dec. die Stellung bei Schweigen- heim, und bewährte im Treffen bei Trippftadt (13. Dec.) erneuert seinen Muth und seine Umsicht. Am 4. März 1796 wurde G. zum Generalen und Brigadier in Tyrol ernannt; aber schon 2 Jahre später > am 21. October 1798, trat er in den Ruhestand, den er noch etwas über acht Jahre genoß, und im Alter von 66 Jahren starb. Im Jahre 1763 erhielt er in Folge des Manen- Theresien-Ordens den Freiherrnstand. Sein Sohn Anton (siehe den Vori-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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