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mäßige Feuer-Beobachtungs - Maschine.
G. unterrichtete die jungen salzburgischen
Artilleristen, von denen die meisten 1801,
als sie aus dem französ. Feldzuge heim
kamen, mit Medaillen ausgezeichnet wa-
ren. G. starb im hohen Alter von 78
Jahren. — Ludwig II. (Geometer
und Zeichner, geb. in Salzburg um
1780, gest. wann?). War ein Sohn des
Vorigen, widmete sich
der Kunst des Va-
ters und trat in öffentliche Dienste. Im
I. 1813 war er Wegmeister zu Radstadt.
Als Prof. Thiersch von München als
Alterthümer- Unterfuchuugs - Commissär
nach Salzburg geschickt worden war und
die Nachgrabungen leitete, zeigte G. eine
solche Eignung zu derlei Arbeiten, daß
er nach der Rückkehr des Prof. Th iersch
unt der Fortsetzung der Nachgrabungen
und der Oberaussicht derselben betraut
wurde. Im I . 1817 leitete er auch die
antiquarischen Nachgrabungen auf einem
Felde bei dem Dörfchen Glas unweit
Salzburg. Auch war er es, der viele von
den alterthümlichen Objecten, z. B. die
Mosaik-Fußböden, die Münzen, römi
schen Ziegel u. dergl. m., welche bei die
sen Nachgrabungen aufgefunden wurden,
mit großer Treue zeichnete; mehrere
Blatter ließ er von Günther in Kupfer
stechen und gab
sie öffentlich heraus,
v. Koch, Ueber Straßen-und Wasserbau S. 61
—68, 188, 198. — Pillwein (Benedilt),
Biographische Schilderungen oder Lexikon salz-
burgischer, theils verstorbener theils lebender
Künstler (Salzburg 1821, Mayr, kl. 8".)
S.63.-Nagler (G.K.Vr.), Neues allg.
Künftler-Leriton (München 1837, 3".) V. Bd.
S. 362.
Oreth, Amand (gelehrter Benedi-
ctiner und Bibliothekar des Stiftes
Lambach, geb. zu Kamenz in österreich.
Schlesien 2. Juli 1724, gest. im Stifte
Lambach in Oberöfterreich 17. Jänner
1804). Sohn armer Eltern, erhielt er den
ersten Unterricht im gleichnamigen Kloster
seines Geburtsortes. Nach vollendeten Humanitätsclassen ließ er
sich in einem
kais. Hußaren-Reg. anwerben, in welchem
er mehrere Jahre diente nnd die Gele-
genheit benutzte, die ungarische, böhmische,
polnische, illyrische Sprache zu erleruen.
Nachdem er den Abschied genommen, ging
er nach Linz, hörte bei den Jesuiten die
Philosophie und trat dann in das Vene»
dictinerstift Lambach, wo er mit allem
Eifcr theologischen Studien oblag. 8. Juli
1749 legte er das Gelübde ab. Während
des Klosterstudinms trieb er fleißig die
griechische, hebräische, syrisch-chaldäische
und arabische Sprache, Kirchen- und Re-
ligionsgeschichte. Im Herbste 1753 erhielt
er die heil. Weihen; der Ruf seiner Ge-
lehrsamkeit veranlaßte aber seine durch
den Fürsten und Cardinal Grafen Thun,
Bischof zu Gurk, erfolgte Wahl zum bisch.
Hofbibliothekar, in welcher Eigenschaft er
drei Jahre Mitarbeiter an orientalischen
Uebersetzungen war nnd großen Antheil
hatte an der Ansgabe des neuen Testa-
ments , welches unter des Cardinals Na-
men in 4". zu Passau deutsch herauskam.
Zur Zeit, als unter van Swietens
Vorsitz die Studienreform in Wien be-
gann , schickte ihn sein Abt nach Wien,
um das Doctorat der Theologie zn erwer-
ben, und bald gewaun er van Swietens
Wohlgefallen, der den gelehrten Candi-
daten aufmunterte, die reinen Grundsätze
zu bewahren, die aus seinen, bei Verlei-
hung der Doctorwürde zur Vertheidigung
gewählten und vertheidigten Thesen her-
vorleuchteten. Nach seiner Rückkehr in's
Stift Lambach versah er die Stelle eines
Stiftsbibliothekars, las die französischen
Theologen und Historiker, und trat in
brieflichen Verkehr mit den gelehrten
Vätern deSaintMaur in Frankreich.
Für die Bibliothek von Lambach bestellte
er aus Paris nebst anderen theologischen
Büchern auch die Werke der vier Appel-
lanten. Mit dieser Thatsache beginnt jene
unglückliche Wendung im Geschicke des
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon