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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 330 -
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330 mäßige Feuer-Beobachtungs - Maschine. G. unterrichtete die jungen salzburgischen Artilleristen, von denen die meisten 1801, als sie aus dem französ. Feldzuge heim kamen, mit Medaillen ausgezeichnet wa- ren. G. starb im hohen Alter von 78 Jahren. — Ludwig II. (Geometer und Zeichner, geb. in Salzburg um 1780, gest. wann?). War ein Sohn des Vorigen, widmete sich der Kunst des Va- ters und trat in öffentliche Dienste. Im I. 1813 war er Wegmeister zu Radstadt. Als Prof. Thiersch von München als Alterthümer- Unterfuchuugs - Commissär nach Salzburg geschickt worden war und die Nachgrabungen leitete, zeigte G. eine solche Eignung zu derlei Arbeiten, daß er nach der Rückkehr des Prof. Th iersch unt der Fortsetzung der Nachgrabungen und der Oberaussicht derselben betraut wurde. Im I . 1817 leitete er auch die antiquarischen Nachgrabungen auf einem Felde bei dem Dörfchen Glas unweit Salzburg. Auch war er es, der viele von den alterthümlichen Objecten, z. B. die Mosaik-Fußböden, die Münzen, römi schen Ziegel u. dergl. m., welche bei die sen Nachgrabungen aufgefunden wurden, mit großer Treue zeichnete; mehrere Blatter ließ er von Günther in Kupfer stechen und gab sie öffentlich heraus, v. Koch, Ueber Straßen-und Wasserbau S. 61 —68, 188, 198. — Pillwein (Benedilt), Biographische Schilderungen oder Lexikon salz- burgischer, theils verstorbener theils lebender Künstler (Salzburg 1821, Mayr, kl. 8".) S.63.-Nagler (G.K.Vr.), Neues allg. Künftler-Leriton (München 1837, 3".) V. Bd. S. 362. Oreth, Amand (gelehrter Benedi- ctiner und Bibliothekar des Stiftes Lambach, geb. zu Kamenz in österreich. Schlesien 2. Juli 1724, gest. im Stifte Lambach in Oberöfterreich 17. Jänner 1804). Sohn armer Eltern, erhielt er den ersten Unterricht im gleichnamigen Kloster seines Geburtsortes. Nach vollendeten Humanitätsclassen ließ er sich in einem kais. Hußaren-Reg. anwerben, in welchem er mehrere Jahre diente nnd die Gele- genheit benutzte, die ungarische, böhmische, polnische, illyrische Sprache zu erleruen. Nachdem er den Abschied genommen, ging er nach Linz, hörte bei den Jesuiten die Philosophie und trat dann in das Vene» dictinerstift Lambach, wo er mit allem Eifcr theologischen Studien oblag. 8. Juli 1749 legte er das Gelübde ab. Während des Klosterstudinms trieb er fleißig die griechische, hebräische, syrisch-chaldäische und arabische Sprache, Kirchen- und Re- ligionsgeschichte. Im Herbste 1753 erhielt er die heil. Weihen; der Ruf seiner Ge- lehrsamkeit veranlaßte aber seine durch den Fürsten und Cardinal Grafen Thun, Bischof zu Gurk, erfolgte Wahl zum bisch. Hofbibliothekar, in welcher Eigenschaft er drei Jahre Mitarbeiter an orientalischen Uebersetzungen war nnd großen Antheil hatte an der Ansgabe des neuen Testa- ments , welches unter des Cardinals Na- men in 4". zu Passau deutsch herauskam. Zur Zeit, als unter van Swietens Vorsitz die Studienreform in Wien be- gann , schickte ihn sein Abt nach Wien, um das Doctorat der Theologie zn erwer- ben, und bald gewaun er van Swietens Wohlgefallen, der den gelehrten Candi- daten aufmunterte, die reinen Grundsätze zu bewahren, die aus seinen, bei Verlei- hung der Doctorwürde zur Vertheidigung gewählten und vertheidigten Thesen her- vorleuchteten. Nach seiner Rückkehr in's Stift Lambach versah er die Stelle eines Stiftsbibliothekars, las die französischen Theologen und Historiker, und trat in brieflichen Verkehr mit den gelehrten Vätern deSaintMaur in Frankreich. Für die Bibliothek von Lambach bestellte er aus Paris nebst anderen theologischen Büchern auch die Werke der vier Appel- lanten. Mit dieser Thatsache beginnt jene unglückliche Wendung im Geschicke des
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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