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richten. Aber schon im nächsten Jahre
starb sein Wohlthäter und H. stand ganz
sich selbst ĂĽberlassen da. Nun unterstĂĽtzte
ihn die Aebtissm des Nonnenftiftes am
Nonnenberge, und unter der Bedingung,
daß er im Chöre als Violinist mitwirkte,
erhielt er freie Kost im Stifte. Später
entschloĂź er sich, den Buchhandel zu
erlernen, und trat 1786 bei der Hof- und
akademischen Buchhandlung in Dienste,
wurde 1794 Buchhalter in der Mayr'-
schen Buchhandlung und errichtete 1303
eine eigene Musikalienhandlung. Nun
war er in seinem Elemente und that
Alles, um den Musikhandel in Salzburg
in Gang zu bringen. Dabei entwickelte
er immer mehr sein eigenes Talent und
lieĂź
sich von Mich. Haydn in der Corn-
position unterrichten. Die vierstimmigen
Lieder seines Meisters, die H. verlegte,
gefielen allgemein, und da es an Abwechs»
lung fehlte, versuchte sich H. selbst in der
Composition und zwar mit GlĂĽck. An
Gesellschaftsliedern hat H. geschrieben:
Gesänge mit Clavierbegleitung, Gesänge
zu vier Männerstimmen mit untermischten
Chören und Clavierbegleitung; vierstim»
mige Gesänge für Männerstimmen ohne
Instrumentalbegleitung; an Kirchen»
musik: sieben deutsche Messen auf d/e
höchsten Feste des Jahres; sechs Gesänge
vor und nach dem H.Segen, ein isOeuni
lauäamuL und mehrere Seelenmessen;
außerdem eine zu seiner Zeit beifällig
aufgenommene Oper: „Nst gegen Ast,
über der Gentel im Ä5ald5chlll5S", nur für
Männerstimmen, und mehrere Festmusiken,
Serenaden u. dgl. m. Gleich verdienstlich
wie als Componist wirkte er aber auch
als Verleger und insbesondere verdankt
man ihm die Herausgabe zweier sehr
schätzbarer Werke, u. z. „Zotige Gesänge
uns den nurigchen Alpen trir 3, 2 unb mehrere
mit Begleitung i>e5 PinnĂĽkarte", wovon seit 1816 mehrere Hefte erschienen
sind, und dann eine „Fllmmlnng deutscher
AirchengeMge tiir die Orgel mit ^ 2, 3 Ztim-
men", wo er in der Auswahl gediegenen
Geschmack beurkundete. H. starb im Alter
von 60 Jahren.
Pi l lwein (Benedict), Biographische Schildern«,
gen oder Lexikon Salzbmgischer. theils verstor«
bener, theils lebender KĂĽnstler (Salzburg 182 l,
Mayr'sche Buchhandlung, kl. 8».) S. 76 n^ach
diesem ist H. zu Metten geboren). — Salz»
burgel.-Intelligenzblatt1803,S.11—14.
— Gaßner (F. S.), Unmersal-Lexikon der
Tonkunst. Neue Handausgabe in Einem Bande
(Stuttgart 1849, Frz. Köhler, schm, 4".) S. 393.
— Gerber (Ernst Ludwig), Neues historisch«
biographisches Lexikon der TonkĂĽnstler (Leipzig
l812.Kühnel). Bd.I I , Sp.460.— Schill ing
(G. !>!>.), Das musikalische Europa (Speycr
1842, F. C. Neidhard). S. 139. — Allgemeine
Wiener Musik-Zei tung, herausg. von
Aug. Schmidt (Wien. 4«.) 1842, Nr. 64 ^a.
selbst ist sein Todesjahr 1829 angegeben).
Hacker, Karl (Maler). ZeitgenoĂź.
Von den Lebensumftänden dieses Kunst.
lerS, welcher im vorigen Iahrzehend in
Wien malte, ist dem Herausgeber dieses
Lexikons nichts Näheres bekannt. I n den
akademischen Ausstellungen, welche zu
Wien in den Jahren 1843 und 1847Statt
hatten, befanden sich drei Bilder desselben.
Ein FruchtstĂĽck und zwei VlumenstĂĽcke,
welche ein schönes Talent bekundeten.
Weder früher noch später wieder trat der
Künstler mit seinen Arbeuen öffentlich
auf. Nicht Nagler's „Künstler>Lerikon",
noch Fr. Müller 's „Künstler aller Zeiten
und Völker", gedenken seiner.
Ausstellungs« Kataloge der österr. kais. Aka«
demie der bildenden KĂĽnste in Wien im Jahre
1845, I I I . Saal, Nr. 6l. und 1847. Nr. 146
und 147.
Hllckher zu Hart, Franz Xaver Frei-
Herr (Genie.Oberst und Ritter des
Maria TherefieN'Ordens, geb. zu Wien
13. November 1764, gest. ebenda 2.Sep-
tember 4837). Entstammt einem alten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon