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Hager 198 Hager
aber von Dom. Alb. Azuni, einem um
das Seerecht und die Geschichte des See«
Wesens vielfach verdienten Manne, in einer
besonderen Schrift angegriffen; — »
7N67-S c5sN'<>ss?tts« (Nilano 1811^ 4".)',
H. stellt darin eine Parallele zwischen den
TĂĽrken und Chinesen auf, aus welcher
sich ergeben soll, daß der größte Theil
der tĂĽrkischen Sitten sich aus China her-
schreibe; — „^seT-z'siotti e/nssz' c?i H?^NF-
esn« ftlilHno 1816, 8".); eine Ueber-
setzung der wichtigsten Inschriften, welche
sich auf den öffentlichen Gebäuden in
Canton befinden. Hager erhielt
sie aus
der Sammlung desDirectors Maissoni;
die Uebersetzung begleitet er auch mit
speciellen Angaben ĂĽber die Bestimmung
der einzelnen Gebäude. Ueber andere
Sprachen und archäologische Gegen-
stände gab er heraus: „Nachrichten von
einer liternrischen BetrĂĽgerei unk einer Aei5e
nach Sicilim im Jahre N9N entdeckt" (Erlan-
gen 1799, gr. 40.), von ihm ftlbst auch
französisch: „Hs^ion H'nns «?zs^?2s
^m^os^iT's ^s?'Hl>s..." (ebenda), eine
der verdienstlichsten Arbeiten H.'s; der
Maltheser Vel la wollte nämlich neben
anderen wichtigen Manuscripten auch
einen arabischen Livius entdeckt haben,
und begann die Herausgabe desselben,
der aber nichts anderes war, als eine
von Vella ausgefĂĽhrte Uebersetzung des
römischen Historikers. Hager, von dem
Könige von Neapel mit i>er Untersuchung
dieser Sache beauftragt, unterzog sich
1794—96 derselben und entdeckte diesen
literarischen Betrug, wovon er in obiger
Schrift Nachricht gibt; — „Neue NrumZe
der Verwandtschaft der Hnngnrn mit den Allpp-
landen!" (Wien 1794, kl. 8".), ein neuer
Beitrag zu Hager's Lieblingsstudien,
zu Folge welchen er Vergleichungen zwi-
schen Völkern anstellt, an deren Aehnlich-
keit bisher nicht gedacht worden; in seinem literarischen Eifer geht nun H. öfter sehr
weit und verirrt sich in gewagte Hypo»
thesen; — »^.
; eine deutsche Uebersetzung
davon erschien von Julius Klaproth
in seinem „asiatischen Magazin" (Bd. I,
S. 246—236, 292—317, 478—831
und 332—346), auch besonders gedruckt
(Weimar 1802, Industr.Comptoir, gr.80.,
mit K. K.); —
1811);
^66 stlilan 1817)
s?/?-s a^aö^/is" sin den „Fundgrubendes
Orients", 11,63^. Seine ethnographischen
Studien und Reisebeschreibungen endlich
d enthalten in den Werken: „Schreiben
an5 Wien an Herrn Pal ln 2 in St. Petersbnrg"
(Wien 1789, gr. 4".); — „Krise uun Men
nach Madrid uu Jahre N90" (Berlin 179t,
.); — „Ariüe uan MarZchan über Mm
ch der Hnnptstatit unn Zirilien" (Wien 1793,
.); - ^ „Gemälde uan Palermu" (Berlin
1799, 80.); — „<Oe5ant>t5chatt5M5e nach dem
igrcichL Am im Äahre N95 unternammen
nun Majar M. SizmeZ neb5t (Anleitung in tlie
Geschichte nun Äua, Prgn^ Ärralmn, Neschreibnng
des Aandes nntl NemerlUlugen über Vert'asönng,
Sitten und Sprache der Nirmanen. AnZ dem
Gnglischen mit. Vorrede nnd Zlnmrrknngrn"
(Hamburg 1800, gr. 8".), bildel auch
den 13. Band der „neueren Geschichte
der See« und Landreisen". Hager's
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon