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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Page - 335 -
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Page - 335 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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333 Hanslick pretendirten „poetischen Inhalt" ersetzbar sei, führt er seine Ansicht in philosophisch, scharfsinniger Form durch, ohne jedoch den Gegenstand zum Abschlüsse gebracht zu haben, wie es die kleine Literatur be« weist, welche durch seine Schrift hervor» gerufen worden und welche theils zustim- mender, theils gegnerischer Tendenz- ist. Von den selbststand igen hierauf bezüg- lichen Schriften nennen wir unter A.: Ambros, „Die Grenzen d'er Musik und Poesie"; Kullak...Das Musikalisch- Schöne", Graf Laurencin, „Eduard Hanslick's Lehre vom Musikalisch- Schönen. Eine Abwehr.". Im Jahre 1836 habilitirte sich H. als.Privatdocent für Geschichte und Aesthetik der Tonkunst an der Wiener Universität und wurde 1861 zum außerordentlichen Professor dieses Faches ernannt. Durch H. ist zum erstenmale die wissenschaftliche Behand- lung der Musik an einer österreichischen Universität vertreten worden. In der Fastenzeit 1839 und 1860 hielt H. jedes- mal einen Cyclus von acht Vorlesungen (im Saale der Singakademie) vor einem zahlreichen, aus Herren und Damen bestehenden Publikum. Bei diesen, wie bei seinen Universitätsvorträgen, führte H. consequent (und unsers Wissens der Erste) die Methode durch, die Vorträge durchgehends durch Aufführung prak- tischer Beispiele aus der Geschichte (am Clavier oder durch Sänger) zu erläutern und zu illustriren. Der erste Cyclus von H.'s öffentlichen Vorlesungen behandelte die „Geschichte der Oper"; der zweite die Geschichte der älteren Musik bis Haydn. Im Winter 1360 wurde H. zum artistischen Beirathe des Hofoperntheaters ernannt, eine Stelle, die er schon nach wenigen Wochen nieder- zulegen beabsichiigte, indem er, neben dem Director Sa lv i für das Interesse der wahren Kunst zu wirken, sich anßer Stand fühlte. Jedoch wurde, wie spätere Nach- richten meldeten, der obwaltende Zwie» spalt, mindestens vor der Hand beigelegt. H. bekleidet gegenwärtig neben seiner (unbesoldeten) Professur die Stelle eines Ministerialconcipisten in der Unterrichts» section des Staatsmmisteriums. Presse 1838, Nr. 69: „Ueber Liszt's Graner Festmesse"; Nr. 72: „Die Anfänge der Oper". — Frankl (L.A.). Sonntagsblätter (Wien. gr, 8".) Jahrg. V (l846). S. N75: „Ueber Robert Schumann"; — Ichrg. VI(l84?). S. 96: „Ueber Mcy erbeer". — Im Wiener Boten (Veilage der „Sonntagsblätter") 1847, Nr. 44.- Ueber Mendelssohn's „Elias". ßMlslick (häufiger Hanslik), Joseph Adolph (Bibl iograph und Schrift- steller, geb. 1783 zu Lischau bei Ra- konitz im westlichen Böhmen, gest. zu Prag 2. Februar 4339). Ursprünglich zum geistlichen Stande bestimmt, fühlte er sich, namentlich von seinen Professoren Meißner und Meinert (an der Pra» ger Universität) zu literarischen und ästhe» tischen Studien angeregt und nahm die Stelle eines Scriptors an der Prager Universitätsbibliothek an. In die Zeit sei» ner Anstellung in dieser Bibliothek vom Jahre 1822 bis 1836 MdiePeriode semer bedeutendsten schriftstellerischen Thätigkeit, die sich von poetischen und humoristischen Versuchen, die in Prager Zeitschristen erschienen, immer entschiedener um Aesthetik und Bibliographie concentrirte. Er gab zuerst die „Uebersicht der lugischril Farmen ls Hilfsmittel limu öffentlichen nnd Selbst- unterrichte" Drag 1822, Enders, gr. Fol.). und im folgenden Jahre die von seinem Freunde, dem damaligen Professor der Aesthetik I . H. Dambeck ss. d. Bd. I I I , S. !37^ hinterlassenen „Vorlesungen nber thrtik". 2 Bde. (Prag 1823, 8".). herauö. Im Jahre 1832 veroffentlicbte H< mit Unterstützung der kais. Akademie
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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