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welche eine Tochter des Herzogs 2 eopold von
Oesterreich, des Glorreichen, und Elisabeth's
von Sauoyen war. und Witwe geworden, ihm
ihre Hand reichte. Katharina's Bruder,
Herzog Albrecht I I . , erhob Einsprache gegen
diese Ehe und verweigerte Conrad, der über»
dieĂź sein Unterthan und Dienstmann war, den
Aufenthalt in Oesterreich. Des besann sich
Conrad nicht lange, zog mit seiner Gemalin
nach Böhmen und fand Schutz bei Kaiser
Kar l IV., König von Böhmen. Die Lösung
dieser Angelegenheit ĂĽbernahm der Tod, denn
Katharina und auch ihr Gemal
starben
schon
im folgenden Jahre. s^ant/ia?e?-, 5g,3ti Cam-
M1NLN56L, I'om. I I , p. 364. — /'e- 5^6''^,
sei-jxtoi-. Rer. H,li5tri2c. ?oin. I, F. 996, in
H,non^mi 2>vottl. Ow-on. —R e alis, Curiosi»
täten« und Memorabilien-Lerikon von Wien
(Wien 1846. Zer. 8".) Bd. I I , S. 2). —
5. Ferdinand (kais. Feldoberst und Com-
mandant zu Raab, geb. 1549, enthauptet am
16. Juni N93), Sohn des Grafen Jul ius (I.),
trat jung in die kais. Armee, wurde Oberst zu
Szathmar, 1592 kais. Hofkriegsrat!) und Com<
niandant der Festung Raab in Ungarn. Als
diese von den TĂĽrken belagert ward, ĂĽbergab
sie H. ohne Noth und verrätherischer Weise,
wie das Urtheil aussagt, weĂźhalb ihm in Wien
der ProceĂź gemacht und er daselbst am
16. Juni 1393 auf dem Hof nach Abhauung
der rechten Hand öffentlich enthauptet, srine
Herrschaften und sein Vermögen aber confiscirt
wurden. Aus seiner Ehe mit Anna 5usannli
Gräfin von Thurn hatte er sechs Töchter (deren
schon in I. Genealogie der Grafen Hardegg
Erwähnung geschah). Die Witwe heirathete
noch zweimal, zuerst den Heinrich Veorc? Frei»
Herrn von Cscherimnbl und dann den Gcora
Friedrich Freiherm d'Eschen^. ^Allgemeines
historisches Lerikon (Leipzig 1730, Thom.
Fritschens Erben. Fol.) Bd. I I , S. 748. —
Reil ly (Franz Johann Joseph von), Skizzirtc
Biographien der berühmtesten Feldherrn Oester«
reichs (Wien 1813. Kunst, und Industrie-
Comptoir, kl. 4".) S. 47. — Oesterreichisches
Militär-Conversations'Lerikon von Hirten«
feld. Bd. I I I , S. 5j.^ Z — 6. Heinrich
(grst. 1247), aus dem ersten Geschlechte der
Grafen PlayN'Hardcgg, dessen Eltern je»
doch nicht bekannt sind, war Benediktiner-
mönch zu Tegrrnsee, wurde 1230 Abt zu Krems-
mĂĽnster. wo er das durch eine Feuersbrunst
eingeäscherte Klostergcbaude großtentheils aus
eigenen Mitteln neu herstellte und 1247 starb. I I , x. 177. — ^ac^ma^ s'Hla '^an^, 8eris3
kist. ekronoloFio. ^dbat. (Ăśroiuit'ausnsium,
p. 112.^ — 7. Heinrich von Duino Graf
von Hardegg ^siehe.-Berthold, Nr. 2). —
8. Heinrich (I.) Prueschenk Freiherr von
Stettenberg, Graf von Hardegg, der erste
des jüngsten noch heut' in zwei Aesten blühen»
den Geschlechtes der Grafen '?on Hardegg
und im Mach lande; lebte zu Ende des
13. und Anfangs des 16. Jahrhunderts, sein
Geburts- und Todesjahr sind nicht bekannt;
nach Urkunden lebte er noch I5l3. Heinrich
war ein Sohn des Stephan Prueschenk
von Stettenberg und begrĂĽndete mit seinem
Bruder Sig ismund die gegenwärtige Haus-
macht der Grafen Hardegg. Beide BrĂĽder
wurden von Kaiser Friedrich I I I . mit Diplom
Wien 7. Juni 1480 mit ihrer Descendenz
zuNeichsfreiherrenuon Stettenberg erhoben,
ihren Nachkommen männlichen Geschlechtes
1482 das Krbtruchsessenamt im Herzogthume
Steiermark und 1486 das Erb mund schenken«
amt in Oesterreich erblich verliehen. Kaiser
Max I. erhob sie mit Diplom Aschaffenburg
27. October 1495 in den Neichsgrafenstand.
Als Sigmund 1500 starb, hinterlieĂź er seinem
Bruder Heinrich alle seine groĂźen Besitzungen,
darunter die Grafschaften Creuzen und Forch-
tenstrin. Kaiser Mar aber verlieh dem Grafen
alle Lchenherrlichkeit und LchenstĂĽcke, welche
den ausgestorl^ enen Burggrafen von Mägde«
bĂĽrg vormals zustanden; seinen Titel Graf
von Hardegg vermehrte der Kaiser auch mit
Diplom cläo. Augsburg am Vartholomäitag
1300 durch den Zusatz eines Grafen im Mach«
lande. Graf Heinrich war Kriegs« und
Staatsmann, 1475 in der Schlacht bei Naan
fiel er in tĂĽrkische Gefangenschaft; nachdem er
und Franzosen; 1307 war er österreichischer
Gesandter auf dem Reichstage zu Constanz und
entfaltete zum Nutzm des ErzHauses eine erfolg-
reiche diplomatische Thätigkeit gegen Frank»
reich. Im Jahre 1308 befchligtc er als Viertel«
hauptmann im untern Machlande die aus dem»
selben gegm die Vmetiancr ziehende Ritter«
schaft. Vermalt mit Elisal'tth Herrin von Rosen-
lirrg, erzeugte er mit derselben fünf Söhne und
drei Töchter, von denen Heinrich (II.) das
Geschlecht fortpflanzte. Der ĂĽbrigen geschah
schon in I.: Genealogie der Grafenfamilie
Hardegg. S. 347, Erwähnung. M i ß gr i l l
(Frz. Karl), Schauplatz des landsassigen nie»
oerösterreichischen Adels u. s. w.. Bd. IV,
S. 123—127. — Oesterreich. Mi l i tär«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon