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Sardegg-Glatz 384 Hardegg-Glah
seine zahlreiche Familie aus der Ehe mit
Gertrud Gräfin von ESerstein, von welcher
sein ältester Sohn, Graf Heinrich (II.). das
Geschlecht fortpflanzte,
siehe: I. Die Genealogie
der Familie Hardegg. M iĂźg r i l l , am bez.
Orte. Bd. IV, S. 129. — Oesterreichisches
Militär.Konversations.Lerikon. Bd. HI , S. 3l.)
— 16. Jul ius Graf Hardegg , als Virtuos
auf dem Piano unter dem Pseudonym Julius
Egghard bekannt. ^Vergleiche ĂĽber ihn dieses
Lerikon Bd. IV, S. 3, unter Egghard.) —
17. Leutold, der Name mehrerer Grafen
Hard egg, aus dem ersten Geschlechte der
Grafen Playn«Hardegg. Ein Leutold
(auch Liutold und Luitold) erscheint schon in
einem Klosterneuburger Stiftsbriefe aus dem
Jahre 1136; einer seiner Söhne trug denselben
Namen und befehdete im Auftrage des Kaisers
Friedrich I. den Erzbischof Conrad von
Salzburg (1166), weil er ein Anhänger des
Papstes Alexander war. Dieses Leutold
Enkel, desselben Namens, fand seinen Tod auf
dem Kreuzzuge in Egypten, wohin er !21? mit
dem Herzoge Leopold von Oesterreich gezogen
war. Nach Einigen starb er zu Damiate in
Egypten, nach Anderen hatte er zu Damiate
durch einen PfeilschuĂź sein Auge eingebĂĽĂźt, ist
aber erst auf der RĂĽckkehr nach Europa zu
Tarvis im Jahre 1219 gestorben, ^ a « . ^
.^UaT'eAs/», 6 slinknias saeras, I'om. 11^ '
.^ .I>odi6 i^3l:c>xa,tli8 saNLoulFsusig (l729), p.
325.1 ^- ts. Michael (gest. zu Wien
21.,März 1483). der letzte Sproß des zweiten
Geschlechtes der Grafen Hardeg g, Burggrafen
zu Magdeburg; ein Sohn des Grasen
Johann (III.). vermalte sich zuerst (l42l)
mit Anna von l.'omnil; (gest. 1447), und nach
deren Tod mit Anna Ungnad Freiin von 5onnegg.
Im Jahre 1428 war er des Kaisers Sigis«
mund Neichsrath und 1452 zog er mit Kaiser
Friedrich I I I . (IV.) nach Rom zu dessen
Krönungs» und Vermälungsfeierlichkeiten, trug
beim Einzüge in Rom daS kaiserliche Reichs»
panier und befand sich
unter den Herren, welche
die kaiserliche Braut Eleonore in Pisa ein«
holten. Im Jahre 1481 am h. Christtag stellte
Graf Michael eine Cessionöurkunde auS, in
welcher er seines hohen Alters wegen und wcil
er keine Leibeserben hatte, alle seine inOester«
reich liegenden Städte, Schlösser, Herrschaften,
Märkte, Höfe u. dgl. m., einerlei, ob sie freies
Eigenthum oder Lehen waren, dem Kaiser
Friedrich I I I . (IV.) ĂĽbergab; dessen Sohn
M a r i . verkaufte sie dann 1493 anHeinrich
ls. d. Nr. 3) und Sigmund Prueschent Freiherrn von Stettenberg, die Stamm«
väter des heutigen Geschlechtes der, Grafen
Hardegg. WiĂźgr i l l , am bez. Orte. Bd.
IV, S. ll6.) — 19. Otto Graf vonHar«
degg, Bruder Conrad's s^iehe diesen Letzte»
ren Nr. 3). — 20. Sigmund Prueschenk
Freiherr von Stettenberg, Graf von Har«
degg und im Mach lande, Bruder Hein«
rich's. beide Stammväter des jüngsten Ge-
schlechtes der Grafen Hardegg lsiehe Hein«
rich Nr. 7). — 2l. Ulrich (gest. 1522). dem
jüngsten Geschlechte angehörig, der zweite Sohn
des Grafen Heinrich ls. d. Nr. 8) aus dessen
Ehe mit Elisabeth von Rofenberg. Ulrich
war Hofkammer»Präfident des Kaisers Mari»
mil ian. kaufte 1300 die Grafschaft Glah und
erhielt von Kaiser Mar mit Diplom, datirt
Augsburg 12. November 1503, fĂĽr sich und sein
ganzes Geschlecht das Recht, sich einen „freyen
Grafen zu Glatz" zu nennen, und in einem
zweiten Diplom, StraĂźburg 20. Mai 1507, die
Freiheit, in der Grafschaft Glatz unter seinem
Namen und Wappen SilbermĂĽnzen nach
rheinischem FuĂź zu schlagen. Seine dreimalige
Ehe mit Zedena von Miinsteröerg, Vatyarina von
Gntenstein und einem Fräulein von Haugwitz
blieb kinderlos. W iĂźg r i l l , am bez. Orte,
Bd. IV, S. 129. — Bergmann (Joseph),
Medaillen auf berĂĽhmte und ausgezeichnete
Männer des österreichischen Kaiserstaates vom
XVI. bis zum XIX. Jahrhunderte (Wien
1844u. f.. 4") Bd. I I , S. 121, Anmerkung.)
lll. Wappen. Ein quadrirter Schild mit Herz»
schild und einer zwischen den beiden unteren
Feldern aufsteigenden eingebogenen rothen
Spitze, in welcher ein frei auf dem Ellbogen
ruhender geharnischter und rechts gebogener
Arm mit einem goldenen Streittolben in der
Faust zu sehen ist (angeerbtes Wappen der
Herren von Reichereck). Der Herzschild zeigt
in Silber auf grĂĽnem Voden einen stehenden,
rechts gekehrten schwarzen und gelb getupften
Vogel. nach Einigen eine schwarzbunte Kriek-
ente mit rothen Füßen und Schnabel (ursprüng«
liches Stammwappen der Prueschent Frei«
Herr von Stettenberg). Feld 1 des Haupt«
schildes ist längs gespalten, vorn in Vlau ein
goldener einwärts springender Löwe, mit den
Vorderpfoten eine goldene gekrönte Säule hal«
tend (Grafschaft Hardegg). Die zweite Hälfte
in von Roth und Gold sechsmal schräglinks
getheilt (Grafschaft Glah). Feld 2 ist ebenfalls
längs gespalten, rechts in Roth ein silberner
auSgebreiteteter Adler, links in Silber zwei
rothe Pfähle (Grafschaft Machland). Feld 3 in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon