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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
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Page - 399 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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Bartig 399 (Kunstfreund, geb. 13. August 1736, gest. 20. Oktober 1813), Sohn des Grafen Adam Ludwig aus dessen Ehe mit Theresia Gräfin Kager von Globen. Spielte nicht nur vortrefflich das Clarinett, sondern war auch ein großer Freund und Förderer der Musik und unterhielt ein gewähltes Orchester, an dessen Spitze der Kapellmeister und Com» positeur Pichet stand. Der Graf componirte Concerte, Symphonien u. dgl. m. In gleicher Weise liebte er die anderen Künste, und um seinem Kunstsinne zu genügen, ließ er auf seinen Gütern in Böhmen prächtige Bauten aufführen. Nm seinen Geschmack zu bilden, hatte er in früherer Zeit Reisen nach Frankreich und Hol- land unternommen. sGerb er (Ernst Ludwig), Historisch biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790, Breitkopf). Bd. I, Sp. 587. — Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler»Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815. Haase, kl 4".) Bd. I , Sp. 865 saußer obigen Grafen Ludwig und dem Grafen Franz de Paula Anton ss. d. S. 392^j, welcher auch ein Musik« und Kunst« freund war, gedenkt Dlabacz, I, 566, noch eines Grafen H ar t ig, dessen Taufnamen aber er nicht angibt, der im Jahre 1723 einer der geschicktesten Pianospieler in Prag war, vor« tressliche Instrumente und Musikalien besaß und letztere in großen musikalischen Akademien und in den Kirchen Prags aufführen ließ^ — .7. Mar i a Therese Gräfin (geb. 10. August 1783), Tochter des Grafen Franz de Paula Anton ss. d. S. 392) und der Gräfin Eleonore, gebornen Colloredo, uermält (seit 27. Juni 1804) mit Clemens August Grafen von l,'edüöur zu wicheln, welche eine vorzügliche Sängerin und sehr geschickte Zeichnerin war. I n dem Jahre 1803 hatte sie mehrere gelungene Prospecte auf den gräflich Hartig'schen Herrschaften in Böhmen aufgenom- men und in Tusch ausgeführt. ^Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgem. historisches Kunst» ler-3erikon, Bd. I, Sp. 568.^ z lll. Wappen der Grasen Hartig. Quadrirtrr Schild. 1: in Gold ein schwarzer Querbalken, der in der Mitte mit einem goldenen Kreuze und auf beiden Seiten am Nande mit einer aus demselben hervorgehenden halben Diamant» raute quer belegt ist; 2 und 3.- in Blau drei schrägrechts stufenweise herabgehende silberne Felsenspitzen, auf deren beiden unteren ein rechts« sehender, zum Fluge sich anschickender schwarzer (einköpfiger) Adler steht; 4: in Schwarz ein goldener Querbalken, über und unter welchem ein goldenes Kreuz schwebt; das schwarze Feld ist oben und unten auf beiden Seiten vom Rande her mit einer aus demselben hervor« gehenden halben Diamantraute quer belegt. Auf dem Schilde ruht eine mit drei gekrönten Helmen belegte Grafenkrone. Auf der Krone des rechten Helmes steht ein goldener, die Sachsen einwärts kehrender geschlossener Adlerflug, wel- cher müdem schwarzen mit Kreuz und Diamant- raute geschmückten Querbalken des Feldes 1 belegt ist. Auf dem mittleren Helme erhebt sich ein rechts sehender gekrönter schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln. .Aus dem linken wachsen zwei blaue Büsselhörner, zwischen denen auf den drei silbernen absteigenden Felsen ein einwärts sehender schwarzer Adler mit offenen Schwingen sicherhebt. Schild Halter: Zwei auswärts sehende schwarze Adler. sVergl. über das Wappen nicht nur Kneschke's „Deutsche Grafen-Häuser der Gegenwart", Bd. I, S. 323, sondern auch desselben: „Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Fami< lien" (Leipzig 1857. I . O. Weigel). Bd. IV, S 175.^ ßartig, Franz Graf von (Staats, mann, geb. 8. Juni 1789). Sohn des Grafen Franz de Paula Anton s^. d. Vorigen S. 392^ aus dessen Ehe mit Marie Elenora Gräfin Colloredo. Welche Erziehung ein Vater, den ein frei- sinniges Werk (im Jahre 1833) mit folgenden Worten charakterifirt: „ein warmer Freund der Literatur, ein Beför» derer des Volksunterrichts und ein offener Gegner des Pfaffenthums und des Un« Wesens der geheimen Polizei", seinem Sohne geben ließ, bedarf keiner Aus- einandersetzung. Ungewöhnliche Talente und andauernder Fleiß gesellten sich för» dernd zu der eingeschlagenen Richtung. Kaum 20 Jahre alt, vermalte sich Graf Franz (6. Jänner 1810) mit Julie Gräsin Grundemann, einer Familie angehörig, die sich der besonderen Huld der Kaiserin Maria Ludovica von Este, dritten Gemalin des Kaisers Franz I., erfreute. Der Graf trat in den Staats,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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