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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Volume 8
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Page - 444 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Volume 8

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Hessen 444 Hessen wurde Domherr zu Augsburg und erhielt 1735 von Kaiser Kar l V I . die Probstei Földvar in Ungarn. Der andere Keopol (neb. 11. April 4708. gest. 4764) trat i kaiserliche Kriegsdienste und ward Oberf im Kürassier»Regimente. dessen Inhaber sein Vater war. — Heinrich (geb. 29. Septem der 1674-, gest. 1741). jüngerer Vruder de, zwei Vorigen. Georg und Phi l ipp, tra! auch zur katholischen Religion über. I n dei kaiserl. Armee dienend, zog er mit Koni? Karl H I . nach Spanien, wurde kaiserl, Feldmarschall'Lieutenant, und ist durch seit, tapfere Vertheidigung Lerida's in Catalonien im Jahre 170? berühmt. — Ludwig (geb. 5. April 1691, gest. 1768), ist der ältest, Sohn Ernst Ludwig's, Landgrafen zu HesseN'Darmstadt, au5 dessen Ehe mit Do rothea Charlotte Prinzessin von Bran< denburg'Anspach. Ludwig war Gene. ral der Cavallerie in der kaiserlichen Armee und befand sich am kaiserlichen Hofe zu Wien, als Mar ia Theresia fast noch ein Kind war. Der Landgraf, der für die schöne Kai« sertochter eine zärtliche Neigung empfand, bewahrte ihr die innige Verehrung sein ganzes Leben hindurch. Er war es auch, der daS Decret der Churfürsten, welches den Lothringer« herzog Franz Stephan zum Kaiser wählte, nach Heidelberg überbrachte. Nachdem er 1739 nach seines Vaters Tode die Regierung übernom» mrn hatte, half er im österreichischen Erbfolge« und im siebenjährigen Kriege der Kaiserin mit seinen Truppen so gut er konnte. Die Zusam« menkunft, welche der bereits im hohen Alter stehende Landgraf (er zählte damals 73 Jahre) im Jahre 1764 mit dem Kaiser Franz I. Stephan und dessen Sohne Joseph I I . , damaligem römischen Könige, bei Heusen« stamm hatte, und bei welcher der Kaiser seinem Sohne den Landgrafen mit den Wor» ten: „Hier mein bester Freund" vorstellte, erzählt Göthe in „Dichtung und Wahrheit" in seiner unnachahmlich schlichten und um so wirksameren Weise. — Georg (geb. 11. Juli 1722. gest. 1782). Sohn Ludwig's V I I I . Landgrafen von Hrssen-Darmstadt (des Vor- genannten), aus dessen Ehe mit Charlotte Christiane Erbgräsin von Ha'nau»Lich« tenburg. stand zuerst in preußischen Kriegs« diensten. die er 1747 verließ, worauf er in österreichische trat, in denen er, 63 Jahre alt, starb. — Georg (geb. 31. August 1780. gest. 17. April 1856). Sohn Ludwig's I., (ersten) Großhcrzogs von Hessen»Darmstadt (als Land' graf Ludwig IX.), aus dessen Ehe mit seiner Nichte Luise, Tochter seines Vaters« bruderS Landgrafen Georg Wilhelm. Georg trat in österreichische Dienste, in denen er bis 1804 verblieb, in welchem Jahre (29. Jänner) er sich mit Laruline von TöM de Szendro (geb. 23. April 1786) vermalte und aus der kaiserlichen Armee trat. Seine Gemalin wurde 1822 zur Fürstin von Nid da erhoben. Georg war zuletzt großherzoglich hessischer General. — Friedrich (geb. 14. Mai 1788), Bruder Georg's ss. d. Vorigen). Er war zuerst in österreichischen Dienst getreten, vertauschte aber später diesen mit dem franzö» fischen, dann mit dem niederländischen; auch war der Prinz in Spanien und ein Anhänger Don Miguel's. Im Jahre 1808 war er in Rom zum katholischen Glauben übergetreten. — Ueber den Prinzen Emi l . Bruder der zwei Vorigen. Georg und Friedrich, kaiserl. österreichischer Feldzeugmeister und Ritter des Maria Theresien<Ordens, siehe den besondern Artikel S. 43l. — Der gegenwärtige Groß. herzog Ludwig I I I . (geb. 9. Juni 1806) ist Inhaber des österreichischen Infanterie-Regi« ments Nr. 14. Ueber die Helden» und Diplo« matenrolle aber, welche seinem Bruder, dem Landgrafen Alerander, in Oesterreichs neue» stcr Geschichte zu spielen gegönnt war, siehe den besondern Artikel S. 427. — 2) Von der Mlgern Linie Hessen-Homburg. In dieser von Friedrich I., dem nachgebornen Sohne des ersten Landgrafen uon Darm- stadt GeorgI . des Frommen (gest. 7. Februar 1396), im Jahre 1622 gestifteten hessen.darm» städtischen Nebenlinie tritt in den lchten zwei Jahrhunderten eine Reihe von Helden und Feldherrn auf, welche eine glänzende Nolle, insbesondere ader in den Befreiungskriegen zu Anfang unsers Jahrhunderts spielt. Sie theilt sich in den Ruhm, welchen die Sproßcn der Hessen»Cassel'schen Nebenlinie, Hessen<Philipps» thal, erworben haben. Mit Uebergehung aller in fremden Diensten Gestandenen, unter denen der berühmte Landgraf Friedrich I I . mit dem silbernen Veine (geb. 30. Mai 1633, gest. 24.Jänner 1?U8) als Sieger uon Fehrbell in (1675). mit welchem er dem Hause Branden» bürg europäischen Ruhm erfocht, obenan steht, kann hier nur jener gedacht werden, welche im Dienste der kaiserlichen Armee für Deutsch- land gekämpft haben. Schon der Landgraf Friedrich V.. dessen treffliche Regierung noch im Andenken seines Volkes lebt, war in den letzten Zeiten des deutschen Reiches
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Volume 8
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Hartmann-Heyser
Volume
8
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1862
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
514
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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