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Hummel 42? Hummel.
Jahre genoĂź, bis er im Alter von
83 Jahren starb.
Relation ĂĽber das ausgezeichnete Benehmen
des Herrn Obristlieutenants Freiherrn von
Hummel, Commandant des steyermarkischen
2. Grätzer Landwehr Bataillons, in der
Schlacht bey Naab am 13. Iuny 1809
(Grätz, Gebr. Tanzer. 8«). — Ischler
Fremden-Salon 1836, Nr. 42.- „Ocstcr-
rcichische Thermopylen. Vertheidigung dos
SchĂĽttkastens bei Kis Megyer am 14. Juni
1809". ^Der Mchrtheil der daselbst angcfĂĽhr<
ten Namen der Officiere ist falsch, so heiĂźt
darin ein Hauptmann Fistncr statt Fücht«
ner. ein anderer Marcon statt Moscon,
Sekolitz statt Sokolitsch. und mehrere
der Helden, wie die Ofsicicre Fell inger,
Kaiser, sind gar nicht genannt.^ — Oestcr«
reich. M i l i tär« C onuersations < Lcri<
kon. Vd. I I I , S. 286. — Hirtenfcld
(I.) . Der Militär-Maria Theresicn'Ordcn
und seine Mitglieder (Wien 183?, Staats«
druckcrci, 8«.) S. 1005 und 1747. — Frei»
herrnstands'Diplom vom 13. Mai 181?.
— Wappen. Im blauen Felde ein aufgerich»
tetrr goldener Löwe mit roth ausgeschlagener
Zunge und ĂĽber dem RĂĽcken aufgeschlagenen
Schweife. Mit beiden Vorderprankcn hält
er eine einwärts gebogene Säge mit Hölzer«
nem Styl; im rechten obern Winkel fliegt
eine Biene uon natĂĽrlicher Farbe. Den
Schild deckt die Freiherrnkrone, darauf ein
in'ö Visir gestellter gekrönter Hl'lm. Aus der
Krone wachsen zwei blaue Büsftlhörner her«
vor, auö deren Mundlöchern zu jeder Seite
eine Vienc fliegt, währrnd den zwei Büffel«
Hörnern der Löwe des Schildes eingestellt ist.
Noch sind auĂźer dem bisher angefĂĽhrten Maria
Thercsien - Ordensritter Johann Ludwig
Freiherr« von Hummel und dem berühmten
Tonseher Johann Ncpomuk Hummel
folgende Personen dieses Namens bemerkend
werth: 1. Eugen H u m m c l (Maler in Wien).
Im Jahre l«U4 rrat dieser damals noch junge
Maler mit mehreren Vorträten und Genrebil«
dern zuin ersten Male in die Oessmtlichkeit
und berechtigte zu schönen Hoffnungen. In
der Ausstellung im Gebäude der kaiserlichen
Akademie der bildenden KĂĽnste bei St. Anna
im Jahre 183l waren uon seinen Bildern zu
sehen: „Ein jungeö Mädchen, srn-.en entflohenen
Vogel suckend": — „Sänger Wi ld als Map-
niello"; — „Die Braut wider Willen"; —
„Der angehende Säufer" ; — „Sabine Hoine^ fetter als Desdemona"; — im Jahre 1835:
„Die Gattin eines Huszaren«Obersten erhält
die Nachricht von dem Tode ihres Mannes";
— „Der Besuch des Arztes"; — im Jahre
!836: „Porträt Sr. Majestät des Kaisers
Ferdinand I."; — „Der unterbrochene Zwei»
kämpf"; — im Jahre 184l»: „Des Kreuz,
ritters Heimkehr"; — „Der Heirathsantrag";
— im Jahre 1845: „Studentenwirthschaft";
— „Der Maler"- — „Rückerinnerung"; —
„Der treue Wächter" ; — „Ländliche Scene".
Nagler in seinem „Künstler-Lexikon" be-
merkt ausdrücklich, „daß sich H. durch schöne
Genrebilder bekannt gemacht habe", und
nennt scin Bild.- „Die Braut wider Willen"
ein „ächtes Bild der Conuenienz", was, offen
gestanden, der Herausgeber dieses Lerikons
nicht versteht. Seit dem Jahre 1843 ist H.
mit seinen Arbeiten nicht mchr aufgetreten
und ĂĽberhaupt uon ihm nichts mehr zu
hören. lNagler (G. K. Dr.) . Neues allgc-
meines Künstlcr«Lerikon (München 1838, E.
A. Fleisch mann. 8".) Bd. V I , S. 364. —
Kataloge der Ausstellungen in der Aka»
demie der bildenden KĂĽnste bei St. Anna in
Wien. 1834, Nr. 15«, 157, 229, 230, 240;
— 1833, Nr. 2l8. 219; — 183«. S. 19,
Nr. 206, 207. 234; — I84l>, Nr. 302, 212,
358, — und 1815, Nr. 93, 98, 103, jil),
14?. — Piehnigg (Zrz.), Mittheilungen
auö Wien. Jahrg. 1834. Bd. I I I , S. 68. —
Böclh (Franz Heinrich). Wiens lebende
Schriftsteller, KĂĽnstler und Dilettanten im
Nunstfachr (Wien 1821, V. PH. Bauer, tl. 8".)
E. 239 s^oer ihn (5ar l nennt^.) — 2. Ignaz
H u m m e. l (geb. 17!)4, gest. zu Wien l5. Oeto«
ber 1857) war Oberstlieutenant im kais. österr.
Geniecorps. Ein ausgezeichneter Offieier seiner
Waffe, war er wissenschaftlich gebildet und
Verfasser mehrerer Aufsätze in der Hirten»
feld'schen Militär.Zeitung. Diese stellte, als
sie Hummel's Tod in KĂĽrze anzeigte, dessen
ausfĂĽhrlichen Nekrolog in Aussicht, aber weder
das Blatt' noch der Militär-Kalender brachten
einen solchen. Mi l i tä r» Zeitung (Fort-
setzung des Oesterrcichischen Soldatcnfreundes,
4".) 1837, Nr. 84, S. <i1i). — Wiener
Zei tung 18^7, Nr. 2!2, S. 2983.) —
3. vi'. «Karl Humm cl. derzeit Professor an
der Universität in Gratz. ein tresslicher Mathe-
matikcr. lehrte mehrere Jahre als Nachfolger
des Schulz von StraĂźnitzky Mathematik
am Lyceum in Laibach und kam ron diesem
an dir Universität nach Grcch. Er hat fol^uoe
Werke herausgegeben.- „System der Mathe«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon