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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10
Page - 172 -
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Page - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10

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172 — Der zweite, Johann war Rechtsanwalt des Fürsten Nikolaus Eßterhazy und anderer Magnaten, er« warb ein ansehnliches Vermögen, welches er aber zu einem großen Theile für edle Stiftungen verwendete. Außer zwei be» trächtlichen Majoraten für seines Bruders Söhne Johann denIüngerenundPaul den Jüngeren, für jenen mit 100.000, für diesen mit 89.000 fl., und ansehnlichen, im Ganzen die Summe von 178.000 st. er< reichenden 3egaten für andere Verwandte, machte er eine Stiftung von 13.000 fi. für arme Advocaten zu Pesth ohne Unter« schied der Religion- eine von 30.000 st. zur Erhaltung von Kirchen und Schulen; eine von 16.000 st. zur Besoldung ihrer Religionsagenten zu Wien und Preßburg und eine von 10.000 st. zu einem Con» victe für das Preßburger evangelische Gymnasium. Selbst die Kaiserin Mar ia Theresia und ihren Sohn Kaiser Io» seph I I . bedachte er mit 3000 Stück Ducaten. Ueber den heutigen Stand der Familie und das unglückliche Ende des einen ihrer Nachkommen siehe dieQuellen. rbkksi 62 1k22äi>w2,2ä2i täbläkkal, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stamm- tafeln (Pesth 1859, Moriz Räth. 8<>.) Bd. V, S. 333. — Ersch und Grub er, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, I I . Section, 13. Theil, S. 476. — Arneth (Alfred Ritter von). Maria Theresia's Regie« gierungsjahre (Wien 1863, 8«.) Bd.I, S. 282, 283 . 304. — Heutiger Stand der Familie Ie5.;cnäk. Der oben erwähnte Stifter Jo- hann (I.) ist unvermält geblieben. Sein Bruder Paul (I.) hingegen hinterließ mehrere Söhne und Töchter. Von letzteren war Chri- - stine mit Ale.rander Baron podmanitzku. ^ ' heirathet; von ersteren starb Stephan un« vermalt (1784). Johann (II.) (gest. 1777) schuf das Präoium MaMhäza auf der Insel Schütt, das die Familie noch von Mathias Corvin im Jahre l486 zum Geschenke und darüber von Kaiser Karl VI . eine neue Be- stätigung erhalten hatte, in ein reizendes Land« schloß um. welches, da er mit seiner Gattin Ioljanim von proniyj keine Kinder hatte, auf seinen Bruder Paul (II.) überging. Die heu» tigen Sproßen dieser Familie sind also sammt« lich Nachkommen dieses Paul. Paul (II.) (gest. 1798) war auch russisch «holsteinischer Resident in Wien und wurde von Kaiser Joseph I I . mit Diplom vom 28. December 1781 in den Freiherrnstand erhoben. Außer mehreren Töchtern hinterließ er zwei Söhne: Johann (III.) (geb. 1760) und Paul (III.) (geb. 1764), uon denen der letztere unverehelicht geblieben, der erstere aber, Johann (III.). Vater eines Sohnes und einer Tochter wurde. Die Tochter Louise (geb. 1803) war mit 3a< murl Grafen Trl>M vermalt und ist seit 19. Fe- bruar 1837 Witwe. Der Sohn Johann (IV.) (geb. Zu Preßburg 22. Jänner 1800) beendete seine Studien am Lyceum zu Preßburg, 1819, trat dann bei der königlichen Tafel in Pesth ein. begab sich aber bald nach Wien, uon wo aus er zur Selbstausbildung 1820 eine län- gere Reise nach Italien, Frankreich und Eng- land antrat, und im letzteren Lande, als zum Gefolge des Fürsten Eßterhazy gehörig, der Krönung des Königs Georg IV. beiwohnte. Nach seiner Rückkehr übernahm er 1822 von seinem Vater die Verwaltung des Gutes Sze- nicze im Neutraer Comitate und später an des Grafen Karl Zay Stelle die Oberaufsicht über die evangelischen Kirchen und Schulen des pro- testantischen Kirchensprengels diesseits der Do« nau. Im Icihre 1848 zum Deputirten in den ungarischen Landtag grwählt, stand er bei dem Umschwünge der Verhältnisse zur revolutionä« ren Negierung, für welche er als Commissär der Republik in der Slovakei eine energische Thätigkeit entfaltete Nach seiner Gefangen- nehmung wurde er vor ein Kriegsgericht ge- stellt, des Hochverrathes schuldig befunden und zum Tode verurcheilt. Das Todesurtheil wurde an ihm gleichzeitig mit Csäny sBd. I I I , S. 42) am 10. October 1849 in Pesth voll- zogen. Baron Johann war mit j>uise Gräfin Forgucl) (geb. 1810) verheirathet, aus welcher Ehe fünf Kinder entsprangen, die Söhne Johann, Alexander und Vela, alle drei gestorben, wornach also diese Familie im Mannsstamme erloschen wäre, und die Töchter Louise, verheirathete DraskoiM und Gisela. So Ivan Nagy. Zu welcher Fa<
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Volume 10
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Jablonowski-Karolina
Volume
10
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
524
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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