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3. erhielt in Anerkennung seiner Verdienste
im Jahre 1806 das Commandeurkreuz des
St. Stephan »Ordens, im Jahre 1814 das
GroĂźkceuz des Leopold<Ordens und zugleich
die Kanzlerschaft desselben. Im kräftigen
Mannesalter von 52 Jahren wurde 3. vom
Tode ereilt. ^Darstellung des Lebens und
Wirkens dreyer hochgesinnter Männer Oester«
reichs. S. Erc. des hochg. Grafen Rudolph's
von Wrbna, k. k. Oberstkämmerers; S. Erc.
des hochg. Grafen Ignaz Karl'S von
Chorinsky, k. k. Staatsministers, und
S. Erc. des hochg. Grafen Procop's von
Laianzky, k. k. böhmisch<galizischen Hof»
kanzlers (Wien 1823. 8v.), eine jener panegy.
rischen papierverschwenderischen Schriften, die
auf 52 Seiten ausdehnt, was auf zehn Seiten
erschöpfend sich sagen läßt, daselbst ist der
24. Februar 1823 als IaZanzty's Todes«
tag angegeben, während das „Genealogische
Taschenbuch der gräflichen Häuser 1864",
S. 487, und das „Historisch'heraldische Hand»
buch zum genealogischen Taschenbuche der
gräflichen Häuser". S. 502. den 5. August
1824 als des Grafen Todestag, hingegen den
24. Februar 1324 als den Todestag seiner
Gemalin Therese Freiin Bretfeld zu Kro<
nenburg angeben; — dieOesterreichische
National-Encyklopäoie von Gr äffer
und Czikann (Wien 1833. 8".) Bd. I I I ,
S. 372. gibt auch den 24. Februar 1823 als L.'s
Todestag an.) — 10. Stephan. Von diesem
Stephan ZaXanzly erzählen das Zed«
l e r'sche^ .Universal Lexikon", Vd. XVI, S. 858;
das „Historische Lerikon" (Leipzig 1730. Thom.
Fritschen'S Erben, gr. Fol.); Kneschke'6
„Deutsche Grafenhäuser". Bd. I I I , S. 2l8,
und das „Historisch'heraloische Handbuch zum
genealogischen Taschenbuche der gräflichen
Häuser". S. 502, Folgendes: „Stephan La»
öanzky, kaiserlicher General und Comman«
dant von TemeSvär. übergab im Jahre 1532
nach der tapfersten Vertheidigung diese Festung
den TĂĽrken, wurde aber treuloser Weise von
denselben auf das Grausamste ermordet".
DaS ist «n schlimmer Irrthum, dessen Urheber
schwer zu bezeichnen und welcher von Späte»
ren wohl dem Zeoler'schen „Leriton" nach.
geschrieben worden. Einen Stephan 3a<
2anzty und ĂĽberhaupt einen Laianzty,
der im Jahre 1332 Commandant der Festung
Temesvär gewesen, hat es gac nicht gegeben.
Der damalige Commandant Temesvärs hieß
Stephan Lossoncy, war ein geborner
Ungar, Obergespan des Neograoer Comitates,
o. Wurzbach, biogr. Lerikon. XIV. Mdr, der auch wirtlich das dem Laianzky ange-
dichtete traurige Loos erfuhr. — l l. Iawisz.
Von einem Zawisz L. wird berichtet, daĂź
er zur Zeit des Iadislaus P'osthumus
gelebt und in seiner Familie ein Majorat
errichtet habe, welches nachmals zu vielen
Streitigkeiten in derselben Veranlassung ge»
geben habe.
III. Wappen. Im rothen Felde ein silbernes
StĂĽck Rad mit zwei nach oben gekehrten
Speichen. Auf dem Schilde ruht ein gekrön-
ter Turnierhelm, aus dessen Krone drei wal»
lende StrauĂźenfedern, eine silberne zwischen
zwei rothen, sich erheben. Die Helm decken
sind zu beiden Seiten roth mit Silber belegt
Johann Graf (ungarischer
Dichter und Schriftsteller, geb. zu
Segesvär in Siebenbürgen im Jahre
1703, gest. 26. November 1772). Ein
Sohn des Grafen Georg aus dessen
Ehe mit Judi th Gräsin Bethlen.
Besuchte die unteren Schulen in seiner
Heimat und erhielt ĂĽberhaupt eine aus-
gezeichnete Erziehung, welche im Aus-
lande, und zwar auf der Hochschule zu
Marburg, beendet wurde. Dann machte
er Reisen, hielt sich längere Zeit in Con-
ftantinopel auf, wo er ein Werk ĂĽber
das türkische Kriegswesen aus dem Tür»
kischen in'S Französische übersehte. Das-
selbe soll imIahre 1766 in Wien gedruckt
worden sein, mir gelang es nicht, seinen
Titel aufzufinden. Später widmete er sich
dem öffentlichen Dienste und wurde 173U
Präsident der kön. Tafel in Sieben-
bürgen. Verdächtigt, im Einverständnisse
mit Joseph Rakoczy zu stehen, wurde
er im Jahre 1733 verhaftet, aber nach
achtmonatlicher Haft wieder frei und
in sein frĂĽheres Amt eingesetzt, wel-
cheS er bis zum Jahre 1742 bekleidete,
worauf ihn die Stände Siebenbürgens
als ihren Deputirten nackWien sendeten.
Bald darauf wurde er Obergespan des
Szolnoker Comitates. welches er drei
Jahre verwaltete, im Jahre 1746 aber
. 4. August 1365.) 16
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon