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Andreas Enkel Gmerich und Stephan
die zwei Aeste, und zwar Emerich jenen von
Gyalakut und Stephan jenen von Szar-
hegyi. Ersterer, der Ast von Gyalakut. erlosch
im Mannsstamme mit Joseph L. im Jahre
1841. im weiblichen Stamme schon zehn Jahre
frĂĽher mit Joseph'S Schwester Anna< einer
vermalten Joseph Graf BaltlMnu. Der Szär»
hegyer Ast aber spaltete sich in den späteren
Generationen in mehrere Zweige, und zwar
bildeten Kadis laus und Gabriel, die Söhne
deS Franz 3., Ladislaus aus dessen zwei'
ter, Gabriel aus dessen dritter'Ehe, zwei
Zweige; die Nachkommenschaft Gabriel'S
aber bildete sHon in dessen Söhnen Stephan,
Sigismund und Franz drei bis zur Stunde
fortblĂĽhende Nebenzweige, welche aus der
angeschlossenen Stammtafel deutlich ersichtlich
sind. — Nas die Standeserhöhungen dieser
Familie betrifft, so wurde schon Franz L.
von dem Szärhegyer Zweige ^siehe: I I . Be-
sonders hervorragende SproĂźen der Familie
3äz6r, Nr. 3) von König Leopold mit Di-
plom vom 9. März 1702 w den Grafenstand
erHoden. Die Gyalakuter Linie erlangte vier
Iahrzehende später den Grafenstand, und zwar
wurde der bekannte Tichter und Schriftsteller
Johann 3. ss. d. S. 24l), ein ĂĽberhaupt
um sein Vaterland wohlverdienter Magnat,
um das Jahr 1745 gegrast. Das Jahr dieser
seiner Standeserhöhung läßt sich nicht genau
bestimmen. Die Familie Läzär zählt viele
ausgezeichnete SproĂźen,- einiger derselben ge<
schieht weiter unten nähere Erwähnung. ^
32^N03 jss^29tsv6l, d. i. Die Grafenfamilie
Lazär. Nach Familienpapieren herausgegeben
von Nikolaus Graf Lilzäc (Klausenburg 1858,
s°.) ^mit zwei Wappen und einer Stamm«
tafel. Enthält die bald kürzeren, bald längeren
LedenSstizzen von sämmtlichen Familienglie»
dern des Hauses Läzär. 13? an der Zahl).
, d. i.
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1860. Moriz Räth, 8«.)
Bd. VII , S. 49 u. f.?
II. Krsouders hervorragende SproĂźen der Familie
MM. 1. Andreas (gest. um das Jahr 16W),
der erstgrborne Sohn deS Stephan L. An<
dreaS war Mitglied jener Deputation, welche
den König Stephan Vathory auf den pol- nischen Thron geleitete. Auch war Andreas
Erzieher Gabriel Beth len'S. Anfangs war
er Richter von Käszon, später, von t593
bis 1597, Königsrichter von Csik, Gyergys
und KäSzon. Im Puncte des Glaubens
sehr schwankend. trat er zum protestantischen
Glauben ĂĽber, verlieĂź ihn aber bald wieder
und kehrte zum katholischen zurĂĽck. ^Sein To-
desjahr ist unbekannt, jedoch war er im Jahre
l604 nicht mehr am Leben. Mit seiner Gema«
lin Ellsüöety 5zombori erzeugte er eine Tochter
Anna und einen Sohn Stephan ^Nr. 9),
welcher daS Geschlecht der L äz är fortpflanzte,
s^. Qrol I ,ä2äroLälH<1, d. i. Die Gra»
fenfamilie Läzär (Klausenburq 1858, 8«.)
S. 126 u. f.. Nr. 61.1 — 2. Coloman (ge.
boren im Jahre 182U), ein Sohn des 183?
verstorbenen Benedict L. aus dessen Ehe
mit Mar ia Gräfin Bethlen. Nachdem
er im Jahre 1848 die Studien zu Klausen»
bürg beendet, trat er im nämlichen Jahre
in die Honoöoarmee und kämpfte bis zum
Ende der Revolution, worauf er gleich vie»
len anderen seiner Kampfgenossen eine Zu«
flucht in Widdin fand. Von dort kehrte er
nach Ungarn zurück und erschrieb sich mit sei»
ner Flugschrift: ^Ma^Mr m.«u.skväk 1?öräk
ioläön" (1850) einen oierwöchentlichen Arrest.
Vor dem Jahre 1843 war Graf Coloman
ein fleißiger Mitarbeiter der schöngeistigen
»Blätter Uo'j37luräi>, DMbäb, koi08väri
Xi>2iöu/ u. dgl. m. Später verlegte er sich
auf naturwissenschaftliche Arbeiten und nament-
lich ist es die Naturgeschichte der Vögel, die
an ihm einen grĂĽndlichen Bearbeiterund den
ersten in magyarischer Sprache gefunden hat.
L. hat zu diesem Zwecke eigene Reisen gc»
macht, den berühmten Brehm, diesem ,Hun1»
doldt der Vogelwelt", besucht und sich mit ihm
in literarischen Verkehr gesetzt. In neuester
Zeit erst erschlen oon chm das Weck: „H. 16g
urki", d. i. Die Herren der Luft, eine Reihe an»
muthiger Bilder aus der Vogelwelt; fĂĽr den
Druck bereitet er vor ein größeres Werk über
die Vögel Europa's und traf auch Anstalten
zur Herausgade eines naturwissenschaftlichen
Blattes, das unter oem Tiiel: „i^ruiäüLsc",
d. i. Die Natur, erscheinen sollte. Als in
Pesch Vorbereitungen zur Errichtung eines
Thiergartens getroffen wurden, und Tan»
tus, den man mit der Oberaufsicht dieses
Institutes zu betrauen gedacht, abgelehnt
hatte, lenkte die öffentliche Meinung die
Blicke auf den Grafen Coloman. alö die
geeigneteste Persönlichkeit, um eine solche
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon