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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 244 -
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Seite - 244 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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244 Andreas Enkel Gmerich und Stephan die zwei Aeste, und zwar Emerich jenen von Gyalakut und Stephan jenen von Szar- hegyi. Ersterer, der Ast von Gyalakut. erlosch im Mannsstamme mit Joseph L. im Jahre 1841. im weiblichen Stamme schon zehn Jahre frĂŒher mit Joseph'S Schwester Anna< einer vermalten Joseph Graf BaltlMnu. Der SzĂ€r» hegyer Ast aber spaltete sich in den spĂ€teren Generationen in mehrere Zweige, und zwar bildeten Kadis laus und Gabriel, die Söhne deS Franz 3., Ladislaus aus dessen zwei' ter, Gabriel aus dessen dritter'Ehe, zwei Zweige; die Nachkommenschaft Gabriel'S aber bildete sHon in dessen Söhnen Stephan, Sigismund und Franz drei bis zur Stunde fortblĂŒhende Nebenzweige, welche aus der angeschlossenen Stammtafel deutlich ersichtlich sind. — Nas die Standeserhöhungen dieser Familie betrifft, so wurde schon Franz L. von dem SzĂ€rhegyer Zweige ^siehe: I I . Be- sonders hervorragende Sproßen der Familie 3Ă€z6r, Nr. 3) von König Leopold mit Di- plom vom 9. MĂ€rz 1702 w den Grafenstand erHoden. Die Gyalakuter Linie erlangte vier Iahrzehende spĂ€ter den Grafenstand, und zwar wurde der bekannte Tichter und Schriftsteller Johann 3. ss. d. S. 24l), ein ĂŒberhaupt um sein Vaterland wohlverdienter Magnat, um das Jahr 1745 gegrast. Das Jahr dieser seiner Standeserhöhung lĂ€ĂŸt sich nicht genau bestimmen. Die Familie LĂ€zĂ€r zĂ€hlt viele ausgezeichnete Sproßen,- einiger derselben ge< schieht weiter unten nĂ€here ErwĂ€hnung. ^ 32^N03 jss^29tsv6l, d. i. Die Grafenfamilie LazĂ€r. Nach Familienpapieren herausgegeben von Nikolaus Graf LilzĂ€c (Klausenburg 1858, s°.) ^mit zwei Wappen und einer Stamm« tafel. EnthĂ€lt die bald kĂŒrzeren, bald lĂ€ngeren LedenSstizzen von sĂ€mmtlichen Familienglie» dern des Hauses LĂ€zĂ€r. 13? an der Zahl). , d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860. Moriz RĂ€th, 8«.) Bd. VII , S. 49 u. f.? II. Krsouders hervorragende Sproßen der Familie MM. 1. Andreas (gest. um das Jahr 16W), der erstgrborne Sohn deS Stephan L. An< dreaS war Mitglied jener Deputation, welche den König Stephan Vathory auf den pol- nischen Thron geleitete. Auch war Andreas Erzieher Gabriel Beth len'S. Anfangs war er Richter von KĂ€szon, spĂ€ter, von t593 bis 1597, Königsrichter von Csik, Gyergys und KĂ€Szon. Im Puncte des Glaubens sehr schwankend. trat er zum protestantischen Glauben ĂŒber, verließ ihn aber bald wieder und kehrte zum katholischen zurĂŒck. ^Sein To- desjahr ist unbekannt, jedoch war er im Jahre l604 nicht mehr am Leben. Mit seiner Gema« lin EllsĂŒĂ¶ety 5zombori erzeugte er eine Tochter Anna und einen Sohn Stephan ^Nr. 9), welcher daS Geschlecht der L Ă€z Ă€r fortpflanzte, s^. Qrol I ,Ă€2Ă€roLĂ€lH<1, d. i. Die Gra» fenfamilie LĂ€zĂ€r (Klausenburq 1858, 8«.) S. 126 u. f.. Nr. 61.1 — 2. Coloman (ge. boren im Jahre 182U), ein Sohn des 183? verstorbenen Benedict L. aus dessen Ehe mit Mar ia GrĂ€fin Bethlen. Nachdem er im Jahre 1848 die Studien zu Klausen» bĂŒrg beendet, trat er im nĂ€mlichen Jahre in die Honoöoarmee und kĂ€mpfte bis zum Ende der Revolution, worauf er gleich vie» len anderen seiner Kampfgenossen eine Zu« flucht in Widdin fand. Von dort kehrte er nach Ungarn zurĂŒck und erschrieb sich mit sei» ner Flugschrift: ^Ma^Mr m.«u.skvĂ€k 1?örĂ€k iolÀön" (1850) einen oierwöchentlichen Arrest. Vor dem Jahre 1843 war Graf Coloman ein fleißiger Mitarbeiter der schöngeistigen »BlĂ€tter Uo'j37lurĂ€i>, DMbĂ€b, koi08vĂ€ri Xi>2iöu/ u. dgl. m. SpĂ€ter verlegte er sich auf naturwissenschaftliche Arbeiten und nament- lich ist es die Naturgeschichte der Vögel, die an ihm einen grĂŒndlichen Bearbeiterund den ersten in magyarischer Sprache gefunden hat. L. hat zu diesem Zwecke eigene Reisen gc» macht, den berĂŒhmten Brehm, diesem ,Hun1» doldt der Vogelwelt", besucht und sich mit ihm in literarischen Verkehr gesetzt. In neuester Zeit erst erschlen oon chm das Weck: „H. 16g urki", d. i. Die Herren der Luft, eine Reihe an» muthiger Bilder aus der Vogelwelt; fĂŒr den Druck bereitet er vor ein grĂ¶ĂŸeres Werk ĂŒber die Vögel Europa's und traf auch Anstalten zur Herausgade eines naturwissenschaftlichen Blattes, das unter oem Tiiel: „i^ruiĂ€ĂŒLsc", d. i. Die Natur, erscheinen sollte. Als in Pesch Vorbereitungen zur Errichtung eines Thiergartens getroffen wurden, und Tan» tus, den man mit der Oberaufsicht dieses Institutes zu betrauen gedacht, abgelehnt hatte, lenkte die öffentliche Meinung die Blicke auf den Grafen Coloman. alö die geeigneteste Persönlichkeit, um eine solche
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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