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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 246 -
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Page - 246 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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246 Hauptmann bei der adeligen Insurrection. Im Jahre 1828 zum siebenbürgischen Kanzler ernannt, wurde er im Jahre 1837 von den Ständen zu dieser Würde gewählt und im nämlichen Jahre provisorisch zum Landes« Präsidenten emannt. Im Jahre 182« trat er in den Ruhestand über; für seine Verdienste um die Krone wurde er mit dem St. Ste. phaN'Orden und der geheimen Rathswürde ausgezeichnet. Der Graf war während semer politischen Laufbahn zu öfteren Malen Depu- tirter und im Jahre 1848 Präsident der Csik'fomlyoer Versammlung. Ein nicht geringes Verdienst erwarb sich Graf L. um die Hebung der Mineralväoer zu Borszsk. Graf Ladis- laus war (seit 1823) mit Elisabeth Gräsin Bänffu oerheirathet, die im ersten Wochen« bette starb. Aus seiner Ehe sind keine Kinder vorhanden. Im verflossenen Jahre, im hohen Alter von 83 Jahren, starb der Graf zu Klausenburg, wo er. nachdem er in den letzten Jahren erblindet war, bei seinen Neffen lebte. — 8. Sigismund von L. lgeb. zu Diszna ij. Juni 1740. gest. im Jahre 182«), ein John Gabriel'S aus dessen Ehe mit Clara Kün. Er war Edelknabe am Hofe des Oraner Erzbischofs und Caroinals Joseph Grafen Batthyäni ^Vd. I , S. 177). Im Jahre l7lii trat er im Infanterie>Negimente 'Adam Henzel Graf Batthyani Nr. 34 ein, wurde Haupimann, machte den türkischen Feldzug mit, in welchem er zuerst bei der Belagerung von Belgrad und dann später wie> der so schwere Schußwunden erhielt, daß er genöthigt war, sich in den Ruhestand zurück« zuziehen. Auf dem Landtage des Jahres 17i)2 fungirte L. als königlicher Beamter. Aus einer zweimaligen Ehe, zuerst mit der Edelmanns- tochter Damianoi'isz, welche er im Jahre 1787 heirathete und die schon im Jahre 1793 im Wochenbette starb, und dann mit der Generalstochter Anna Min. die im Jahre 1796 seine Frau wurde, stammen drei Söhne, Alexander, Joseph und Georg und eine Tochter Llntonia. Von Ersteren ist Georg's schon sNr. 4) gedacht worden. ^6i 'ö l I^ä2äi 'o»a1l iH, wie oben, H. 273, Nr. 122.) — Eine von dem Vorigen verschiedene Persönlichkeit ist der General'Major Sigis« mund von LHzär, der vielleicht zu einem an» deren, wenig bekannten Zweige dieser Familie, oder aber zu einer^ganz anderen Familie dieses Namens, deren IvänNagy in seinem Adtts. werte: „^ 123501-01-2263 osklMiü" (Bd. VI I , S. 71—73) noch sieben andere aufzählt, gehören dürfte, und sich durch eine nach ihm benannte Stiftung zweier Plätze ia k. k. Militär-Biloungsanstalten für Offtcierssöhne oder Jünglinge adeliger Familien aus dem Temeser Banate. wobei jedoch Jünglinge aus der Familie des Stifters den Vorzug haben, bekannt gemacht hat. Das Verleihungsrecht für den einen besitzt Feldmarschall'Lieutenant Graf Coronini<Cronberg, damals com« mandirender General im Barmte, nach dessen Ablebm der jeweilige Militär»3andeschef im Banate; für den Zweiten ist es dem Stifter und beziehungsweise dessen Erben vorbehalten. M i l i t ä r < Schematis m u s des österreichi« scken Kaiserthums (Wien. Staatsdruckerei. 8".) Jahrgang 1865, S. 831, Nr. 36.) — 9. Stephan (I.) (gest. zu Putnok im Gömö- rer Comitate 9. Mai 1644), ein Sohn deS (1379 verstorbenen) Andreas L. ^Nr. ^ aus dessen Ehe mit El isabeth Szoni» bor. Srephan zählt zu den hervorragenden Kämpen seiner Familie. Ein Anhänger Ga» briel Barhory's, nahm er an allen Feld« zügen desselben Theil, wohnte der Belagerung von Hermannstadt, dem Zuge in die Walachei bei und kämpfte gegen Naduly. Im Jahre 1615 war er Oberkönigsrichter von Csit. Er stand längere Zeit auch bei Georg Ra» koczy I. in großer Gunst, verlor aber später dieselbe. Für den Wachsthum der Macht seines Hauses war er durch Erwer« bung mehrerer Besitzungen beflissen. So ge< langte er wieder in den Besitz von Szär» hegyi, welches schon ein Jahrhundert früher im Besitze der Luzär'schen Familie sich befunden hatte. I n den Jahren 1631 und 1632 erbaute er das Schloß daselbst neu vom Grunde aus. Seine erste Frau war Helenn IzclMj, die im Jahre 1629 starb worauf er sich mit 5>lisüm,ll, der Tochter des Kanzlers Rouäcljol-zi (auch Kovucsoczi), ver« malte. ^ <3r6k I^äs«.!- cüklää, wie oben, S. 134—lö4. Nr. 63.) — 10. Ste- phan (ll.) (geb. 1626. gest. zu Fogaras 24. April 1679), der Sohn des früheren Stephan aus dessen erster Ehe nnt Helena Szekuly. Stephan führte mit seiner Stiefmutter Susanna K 0 u ach 0 l.- zi wegen der Familiengüter einen längeren Proceß und überhaupt ein bewegtes Leben, daS er auch in Gefangenschaft endete. Ein Anhänger Ra» to czy's I I . , focht er mit ihm im walachi- schen, später im polnischen Kriege. Im Jahre 1660 war er Oberkönigsrichrer von Csik, als solcher gerieth er in Barcsai's Gefangen»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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