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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 286 -
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Page - 286 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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Fechleitner 286 Fechner Lechlkitnel, Ingenuin (Bildhauer, geb. zu Gr ins nächst PianS im Stanzer» thale Tirols, lebte im 48. Jahrhunderte). Keine der unten angeführten Quellen weiß über die Geburts- und Sterbezeit dieses Künstlers Genaueres anzugeben. So viel ist gewiß, daß er in der ersten Hälfte des 48. Jahrhunderts gelebt und um das I . 1730 gestorben sei. Er war ein Schüler des Bildhauers Auer aus Grins, der ein nicht ungeschickter Künstler gewesen. Spater begab fich 3. nach Wien und setzte seine Studien bei dem Hofbild- hauer Sternet t i fort. Von seinen Ar- beiten sind nur wenige bekannt, so z. B. sind im Belvederegarten, der ehemals dem Prinzen Eugen gehörte, einige Sta» tuen von L., darunter die eines Herkules; in Innsbruck ist in der St. Johannes« kirche von seiner Hand die Statue des „H. IllhllnneZ" und ein „Grnrisx"; — im Sternbach'schen Garten zu Mühlau: „Mehrere Statuen"; — zu Rotholz im Unterinnthale in Tirol: „Gin H. Seba- Man", aus Holz; — im Stifte Stams auf dem Giebel: „Ner Herzog Meinhard uan Tirol zn Pterd"; — eine „Johlinnesötatne", welche vordem auf der Innbrücke zu Innsbruck gestanden, ist bei der Ueber» schwemmung am 11. Juli 1762 zu Grunde gegangen. 3. lebte und arbeitete vorzugsweise zu Innsbruck, wo er auch gestorben ist. Tirolisches Künstler-Lexikon oder kmze Lebensbeschreibung jener Künstler, welche ge- borne Tiroler waren u. s. w. (Innsbruck 1830, Felic. Rauch. 8».) S. 444. — Staff ier (Ioh. Iac.), Das deutsche Tirol und Vorarl- berg, topographisch mit geschichtlichen Bemer- kungen (Innsbruck 1847. Felic. Rauch, 8".) Bd. I, S. 238. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838. E. A. Fleischmann, 80.) Bd. VII , S.381. . — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Mül ler, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 185S, Ebner u. Seubert, gr. 8".) Bd. I I , S. 566. — Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836 Fr. Beck. gr. 8".) S. 145 u. 373 snennt ihn einen Bildhauer von Gries; L.'S Geburtsort heißt Grins, nicht Gries^. — Conversations» blatt. Zeitschrift für wissenschaftliche Unter- Haltung (Wien. Gräffer, gr. 8".) H. Jahrg. (1820), 3. Band. S. 926 Daselbst wird er ein Ingenieur genannt; es ist dieß offenbar ein Schreib» und Druckfehler für den Tauf» namen Ingenuin), — t. Ein Johann Ne- pomvk L. (geb. zu Stanzach im Oberinn» thale Tirols 13. Mai 1778, gest. zu Neustift 7. November 1827) trat in das Augustiner- Chorherrnstift zu Neustift im Pusterthale Tirols und nahm den Klosternamen Wil< Helm an. L. war ein vortrefflicher Musiker, der auch als Tonsetzer Verdienstliches geleistet. An seinen Kompositionen, unter denen sich Messen, Oratorien, Cantaten u. dgl. m. be« finden, wird Einfachheit und kirchliche Weihe gerühmt. Die Musik«Lexika. von Gerber angefangen bis auf Bernsdorf'Schlade» bach, kennen ihn nicht. ^St affler (Ioh. Iac.), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkun- gen; in zwei Bänden (Innsbruck 1847, Felic. Rauch. 8«.) Bd. I , S. 316.) — 2. Ein Franz Lech leitner aber lebte in den fünf» ziger Jahren des laufenden Jahrhunderts als Kupferstecher in Wien und war einige Zeit Mitglied der daselbst bestehenden Künstler» gesellschaft „Eintracht". Näheres über sein Leben und seine Arbeiten ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. Lechner, Adele Elise (Schauspie, lerin, geb. zu Wien im Jahre 1824, gest. zu Prag 24. Mai 1861). Sie bildete sich in Wien für die Bühne und trat zuerst in Olinüh, später in Wien im Carl.Theater auf. Im Jahre 1846 be« rief sie Director Ho ff mann >^Bd. IX, S. 172, Nr. 23, Hoffmann VIY an das damals von ihm dingirte Prager Theater, wo Adele 3. eigentlich die Blüthe ihrer Künstlerschaft entfaltete und fünfzehn Jahre lang, bis zu ihrem im Alter von 37 Jahren erfolgten Tode zu den Zierden der Prager Bühne zählte. Sie spielte meisterhaft naive und muntere Liebhabe.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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