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seines Ordens bekleidet, auch starb. Er gab
gar mancherlei Schriften, die alle nur zu
deutlich die Signatur der Zeit an sich tragen,
heraus, und zwar: „DiFituL vsi in divio"
(Ingolstadt 1620. 12».); _^ „ i
tious 8uoeS23ioQi2 st OiLpositic
guam rsIiFionum oanäiäati laeiunt" ( In
golstadt 1622. 4«.); — „Nut^oki-Nsstoi'iNlll
H^ (ebd. 1624, 40.); -
> w tvPo et Noolül
(ebd. 1626. 8a.); — ^vs xrHsäsätiuatioiiV 6t
i-sprob2.tious kominuin" (Dillingen 1627,8^.).
Allgemeines historisches Lex ikon
(Leipzig 1730, Thom. Fritschen's sel. Erben,
Fol.) Bd. I I I , S. 129. — Iöcher's Gelehr»
tcn'Lerikon. Bd. H. Sp. 2329.) - 6. Noe
L. (gest. im Jahre 1382), war Bildhauer,
lebte und übte seine Kunst in Innsbruck
um 1370 und war zuletzt Hofbildhauer des
Erzherzogs Ferdinand sBd. VI , S. 193.
Nr. 86^. lT i ro lisch es Künstler.Lexikon
(Innsbruck 1830. Felic. Rauch, 8«.) S. 145.
— Nagler (G. K. vi».), Neues allgemeines
Künstler-Lerikon (München 1838, Fleischmann,
30.) Bd. VI , S. 381.)
Ledcrer, I . I . Or. (dramatischer
Dichter, geb. zu Prag 28. August
H808). Sein Vater war Kaufmann, der,
während er in Wien seinen Geschäften
nachging, die Frau mit den Kindern in
Prag zurückließ. I n der Zeit, in welcher
jene Grundlagen in der Erziehung eines
Menschen gelegt werden sollen, die ihn
später einer vernünftigen Selbstbestim«
mung fähig machen, waren eben die
Vermögensoerhaltniffe des früher wohl»
habenden Vaters zurückgegangen und
dadurch fiel L.'s Erziehung, wie er mit
bitterem Humor in seiner Selbstbiogra»
phie berichtet, mangelhaft aus, und
konnte er auch keinen Unterricht in der
Musik erlangen, wofür er nach eigenem
Bekenntniß entschiedenes Talent besaß.
Den Unterricht erhielt er zu Hause, nebst
anderen Gegenständen auch im Talmud.
L. sollte nun einmal studiren; da es
dem Vater beim Handel, nicht geglückt war, sollte sich 3. in der Wissenschaft eine
bessere Zukunft schaffen. Für das Rabbi-
nat, obgleich es ihm an Sinn und Nei«
gung dazu nicht fehlte, stimmte nicht ganz
der Eltern Absicht. So gerieth er denn
in die ärztliche Carriere, die ihm aber
schon nach einem Jahre durch die Schul«
fuchserei zweier Pedanten gründlich ver»
leidet und in Folge dessen aufgegeben
wurde. Er wendete sich nunmehr den
Rechtswissenschaften zu, beendete an der
Präger Hochschule die Studien und er»
langte im Winter 1839 die juridische
Docwrwürde. Sein Streben, eine juri-
dische Lehrkanzel, z. B. aus der Rechts-
philosophie zu erlangen, scheiterte an sei»
ner Religion, so daß ihm, wie er selbst
schreibt, „für das Lehrfach jede Aussicht
durch eine chinesische Mauer gesetzlicher
Beschränkungen benommen war". Die
Rechtspraris. die er im ersten Moment
einschlug, sagte ihm auf die Dauer auch
nicht zu und so wendete er
sich der Schrift-
stellerei zu. Anonym erschien zuerst eine
„Sammlung seiner Bagatellen", wie er
selbst schreibt, unter dem Titel: W potrilla,
oder: „Nies Nnch gehurt drin Muler". Der
Vortrag einiger seiner Arbeiten durch'bo>
liebte Mitglieder der Prager Bühne, wie
z. B. M. Bender, Franz Rudolph
Bayer, in musikalisch'declamatorischen
Akademien, machte seinen Namen in
weiteren Kreisen bekannt, und da die Sa»
chen gefielen, auch beliebt; dieß trieb ihn
nun um so entschiedener auf das schrift«
stellerische Gebiet, und da in jener Zeit
sein Trieb nach Publicität kein anderes
Feld fand als das Theater, so schrieb er
also erst über das Theater, meist gegen
daS Theater, und zuletzt für das
Theater. Seine erste dramatische Arbeit
war das dreiactige Lustspiel „Nie
Wortbrüchigen" , das er als Pseudonym
Felix Wagner in Prag zur Aufführung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon