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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 290 -
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Lederer 290 Lederer seines Ordens bekleidet, auch starb. Er gab gar mancherlei Schriften, die alle nur zu deutlich die Signatur der Zeit an sich tragen, heraus, und zwar: „DiFituL vsi in divio" (Ingolstadt 1620. 12».); _^ „ i tious 8uoeS23ioQi2 st OiLpositic guam rsIiFionum oanäiäati laeiunt" ( In golstadt 1622. 4«.); — „Nut^oki-Nsstoi'iNlll H^ (ebd. 1624, 40.); - > w tvPo et Noolül (ebd. 1626. 8a.); — ^vs xrHsäsätiuatioiiV 6t i-sprob2.tious kominuin" (Dillingen 1627,8^.). Allgemeines historisches Lex ikon (Leipzig 1730, Thom. Fritschen's sel. Erben, Fol.) Bd. I I I , S. 129. — Iöcher's Gelehr» tcn'Lerikon. Bd. H. Sp. 2329.) - 6. Noe L. (gest. im Jahre 1382), war Bildhauer, lebte und übte seine Kunst in Innsbruck um 1370 und war zuletzt Hofbildhauer des Erzherzogs Ferdinand sBd. VI , S. 193. Nr. 86^. lT i ro lisch es Künstler.Lexikon (Innsbruck 1830. Felic. Rauch, 8«.) S. 145. — Nagler (G. K. vi».), Neues allgemeines Künstler-Lerikon (München 1838, Fleischmann, 30.) Bd. VI , S. 381.) Ledcrer, I . I . Or. (dramatischer Dichter, geb. zu Prag 28. August H808). Sein Vater war Kaufmann, der, während er in Wien seinen Geschäften nachging, die Frau mit den Kindern in Prag zurückließ. I n der Zeit, in welcher jene Grundlagen in der Erziehung eines Menschen gelegt werden sollen, die ihn später einer vernünftigen Selbstbestim« mung fähig machen, waren eben die Vermögensoerhaltniffe des früher wohl» habenden Vaters zurückgegangen und dadurch fiel L.'s Erziehung, wie er mit bitterem Humor in seiner Selbstbiogra» phie berichtet, mangelhaft aus, und konnte er auch keinen Unterricht in der Musik erlangen, wofür er nach eigenem Bekenntniß entschiedenes Talent besaß. Den Unterricht erhielt er zu Hause, nebst anderen Gegenständen auch im Talmud. L. sollte nun einmal studiren; da es dem Vater beim Handel, nicht geglückt war, sollte sich 3. in der Wissenschaft eine bessere Zukunft schaffen. Für das Rabbi- nat, obgleich es ihm an Sinn und Nei« gung dazu nicht fehlte, stimmte nicht ganz der Eltern Absicht. So gerieth er denn in die ärztliche Carriere, die ihm aber schon nach einem Jahre durch die Schul« fuchserei zweier Pedanten gründlich ver» leidet und in Folge dessen aufgegeben wurde. Er wendete sich nunmehr den Rechtswissenschaften zu, beendete an der Präger Hochschule die Studien und er» langte im Winter 1839 die juridische Docwrwürde. Sein Streben, eine juri- dische Lehrkanzel, z. B. aus der Rechts- philosophie zu erlangen, scheiterte an sei» ner Religion, so daß ihm, wie er selbst schreibt, „für das Lehrfach jede Aussicht durch eine chinesische Mauer gesetzlicher Beschränkungen benommen war". Die Rechtspraris. die er im ersten Moment einschlug, sagte ihm auf die Dauer auch nicht zu und so wendete er sich der Schrift- stellerei zu. Anonym erschien zuerst eine „Sammlung seiner Bagatellen", wie er selbst schreibt, unter dem Titel: W potrilla, oder: „Nies Nnch gehurt drin Muler". Der Vortrag einiger seiner Arbeiten durch'bo> liebte Mitglieder der Prager Bühne, wie z. B. M. Bender, Franz Rudolph Bayer, in musikalisch'declamatorischen Akademien, machte seinen Namen in weiteren Kreisen bekannt, und da die Sa» chen gefielen, auch beliebt; dieß trieb ihn nun um so entschiedener auf das schrift« stellerische Gebiet, und da in jener Zeit sein Trieb nach Publicität kein anderes Feld fand als das Theater, so schrieb er also erst über das Theater, meist gegen daS Theater, und zuletzt für das Theater. Seine erste dramatische Arbeit war das dreiactige Lustspiel „Nie Wortbrüchigen" , das er als Pseudonym Felix Wagner in Prag zur Aufführung
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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