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Erbin dieses Hauses eingesetzt und dabei von
ihm bestimmt wurde, daĂź dieser Freihof nicht
getheilt werde, wie er auch den Wunsch aus-
sprach, daß derselbe so lange als möglich bei
der Familie bleibe. — 6. Kar l Joseph Alois
Freiherr von 3. ls- unten den bes. Art.). —
7. Kar l Joseph Freiherr von 3. (geb.
28. Februar 1800), ein Sohn des Freiherrn
Joseph Paul Gottlob aus dessen Ehe mit
Antonia Gräsin Hadik von Futak. Ge»
hört gleichfalls der kaiserlichen Armee an. War
im Jahre 4836 Major im Huszaren'Regi»
mente Nr. 2, wurde im Jahre 1839 Oberst«
lieutenant im HuszareN'Negimente Nr. 6, im
Jahre l34l Oberst und Negimentscomman»
dant im Uhlanen'Regimente Nr. 2, im Jahre
1343 General'Major und Brigadier in Un«
gärn, im folgenden Jahre Feldmarschall«
Lieutenant und Dwisionär in Kaschau, im
Jahre 1830 Divisionscommandant im lu. Ar-
meecorps zu Debreczin, am 31. März 1831
Divisions« und Militär. Districtscomman'
dant. kam im Jahre 1854 als Divisionär
zum 4. Armeecorps nach Lemberg. wurde im
folgenden Jahre zweiter Inhaber des 10,
Huszaren'Regiments König Friedrich Wilhelm
von Preußen, im Jahre 1838 H.ä latus des
Commandanten des 9. Arnieecorps, im Jahre
1860 Festungscommandant zu Arad, welche
Stadt ihm das EhrenbĂĽrgerrecht verlieh
Später trat Freiherr L. in Pension. Seit
2. Mai 17N9 mit Amalia Cisza oe Bores-
IenĂś vermalt, stammen aus dieser Ehe zwei
Söhne, Ladis laus. zur Zeit Rittmeister
im 1l. HuSzaren'Regimente, Kar l Ludwig,
Rittmeister im 10. Huszaren»Negiment, und
eine Tochter Karol ina. — 8. Mor iz Frei»
Herr von L. (geb. 29. Juli 1809). widmete
sich gleich seinem Bruder August ^Nr. 1)
dem Waffendienste, trat in ein k. k. Caval<
lerie-Regiment. wurde Rittmeister im Dra<
goner'Negimente Nr. 2; im Jahre !84<)
Major im Dragoner «Negimrnte Nr. 1, im
Jahre 1845 Oberstlieutenant im Kürassicr«
Regimente Nr. 3, und 1848 in oeniselben
Oberst und Regimentscommandant. Im
Jahre 1849 zum General'Major befördert,
erhielt er eine Brigade bei der SĂĽdarmee in
Ungarn, wurde darauf zum Armeecorps in
Böhmen transferirt. erhielt eine Brigade
in Prosnitz, später in Wien und im Jahre
1850 im 10. Armeecorps in Qedenburg, 1851
beim 8. Armeecorus, wurde am 16. Novem«
der 1856 Feldmarschall'Lieutenant und Dioi»
sionär im 6. ArmeecorpS, kam im Jahre 1860 als H.H Ikw3 des Commandirenden bei
der I I . Armee nach Verona, trat aber bald
darauf in den Pensionsstand, in welchem er
noch zur Stunde lebt. Aus einer zweimaligen
Ehe. zuerst (seit 9. Februar 1850) mit Maria
gebornen Gräfin Aönigsegg-Rothenfels, ver-
witweten Gräfin Aajmir Zichu von VasouMo
(gest. 21. Mai 1851), dann (seit 20. April
1853) mit hedwig gebornen Freiin NednlansKlj
de Wedgu.es, ist nur eine Tochter Mar ia vor»
Handen.
III. Wappen. Geoierteter Schild mit Herzschild. '
Im Herzschild ein zwischen zwei sechs,
eckigen goldenen Sternen rechtsgewendeter
natĂĽrlicher Kranich, welcher mit dem rechten
Fuße einen Stein in die Höhe hebt; 1 und 4 :
in Schwarz ein einwärts aufgerichteter gol-
dmer Löwe mit offenem Rachen, ausgeschlage-
ner rother Zunge, ĂĽber sich gewundenem
Doppelschweif, der in den Vorderpranken ein
goldenes Kreuz hält; 2 und 3.- in Roth ein
ĂĽber sich gerichteter gleichseitiger silberner
Winkelhaken. Auf dem Schilde ruht die
/^reiherrnkrone, auf welcher sich drei gekrönte
Turnierhelme erheben. Auf der Krone des
rechten Helms steht der Vordertheil des Löwen
von 1 und 4; auf der Krone des mittleren
Helms der Vordertheil eines geflĂĽgelten silber-
nen Pferdes, und auf der Krone des dritten
Helms ein mit der Sachse nach innen gekehr»
ter schwarzer Adlerflügel, der mit dem silber«
nen Winkelhaken belegt ist. Die Helm»
decken sind: die des rechten roth mit Silber,
die drs mittleren schwarz mit Gold und dir
des linken Helms blau mit Silber belegt.
Die Schild Halter sind zwei nach innen
gestellte silbeme Kraniche.
Lederer, Karl Joseph Alois Frechen
von (Staatsmann, geb. zu Wien
11. Februar 1772, gest. 17. August
1860). Ein Sohn des August Gott»
lob Freiherrn von 3. In noch jungen
Jahren erwarb er oaS seine Zukunft
so mächtig fördernde Wohlwollen des
Grafen Karl Zichy. des Sprößlings
einer jener ungarischen Familien, welche
in die Geschicke des österreichischen Kai«
erstaateS in den letzten zwei Jahrhun-
derten merklich und nachhaltig emge-
griffen haben. Graf Zichy wendete dem
vielversprechenden jungen L. seine gan;^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon