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sich die Blicke des Monarchen wieder au
den wackeren General richteten, der
nach ausgesprochener getrennter Ver>
waltung der beiden HerzogthĂĽmer mit
Allerhöchstem Handschreiben vom 4. Sep-
tember 1863 zum Statthalter in Hob
stein ernannt und mit der Leitung der
Civil, und Militärverwaltung dieses
Herzogthums betraut wurde. Am
11. September verlieĂź der Feldmarschall
Lieutenant mit ausgedehnten Vollmacht
ten Wien und schon am 13. erlieĂź er
von Kiel aus eine Proclamation, deren
schonungsvolle, Vertrauen erweckende
Sprache die tief gedrĂĽckte Stimmung der
Holsteiner, die dem General einen jubel
vollen Empfang bereitet hatten, sichtlich
hob. DaĂź der tapfere Held, wie er es
verdiente, in Bild und Lied gefeiert wor
den, wird in den Quellen nachgewiesen.
Die Gartenlaube. Illustrirtes Familiew
blatt. Herausg. uon Ernst Keil (Leipzig,
gr. 4«.) 1864, Nr. 11. S. 170: „Ein öster-
reichisches Soldatenbild" von Franz Hoff'
mann. sEin begeisterter, den Feldherrn mit
verdienter Bewunderung schildernder Artikel,
der um so schwerer in die Waagschale fällt,
als dieses entschieden demokratische Blatt das
Soldatenthum nicht eben zu illustriren pflegt.^ Z
— Baußnern (V. o.), Fclomarschall-Lieute-
nant von Gablenz und der deutsch»dänische
Krirg in Schleswig.Holstein. Mit 4 Abbil»
dĂĽngen nach Zeichnungen von A. Beck
(Hamburg 1864, Hoffmann u. Campe, 8«.).
— Ueber Land und Meer. Allgemeine
illustrirte Zeitung. Von F. W. Hackländer
(Stuttgart, Hallberger, kl. Fol.) XI . Band
(l864), S. 263. — Waldheim's Illustrirte
Blätter (Wien. gr. 4".) Jahrg. 1864, S. 59
Mldniß S. 37). — Reich enbrrger Z ci.
tu na t864, Nr. 32, sDasclbst werden in einer
kurzen biographischen Notiz deS Generals
seine Wassenthaten in Schleswig »Holstein
„als Erfolge cincs schon greisen Mannes"
bezeichnet. In Nr. 38 dess. Blattes berichtigt
ein Baron Wid ersperg, der ihm im Jahre
1834, als eben der Freiherr zum General
befördert worden, als erster Adjutant zuge<
theilt war, „daß seine Wassenthatcn nicht Erfolge eines schon greisen Mannes, sondern
— da Gablenz im Jahre 1814 geboren —
jene eines in der vollsten Manneskraft stehen»
den Generals seien".) — I l lust r i r te Zei.
tung (Leipzig, I . I . Weber. kl. Fol.) 1864.
Nr. 1080: „Ludwig Freiherr von Gablenz";
1086: „Gablenz im Gefechte bei Beile".
^Ucberhaupt bringt dieses reiche und trefflich
redigirte Blatt eine FĂĽlle von Daten und
Illustrationen zur Geschichte des deutsch»
dänischen Krieges in Schleswig<Holstein im
Allgemeinen und die hervorragenden österrei'
chischen Persönlichkeiten im Besonderen.^ —
Ehrengeschenke. Unter den mannigfachen,
dem General zu Theil gewordenen Ehren-
gaben sei hier nur jener gedacht, welche der
Bundesrath dcr Schweiz ihm zu ĂĽberreichen
beschloĂź, und zwar als einen Beweis der
Dankbarkeit für die freundliche und zuvor»
kommende Aufnahme, welche den Schweizer»
Ofsicieren während des deutsch-dänischen Krie«
ges in dem Feldlager der Alliirten zu^Theil
geworden. Die Ehrengabe bestand in einem
Exemplare des Dufour'schen Atlasses der
Schweiz, eines kostbaren, in seiner Art muster«
hasten chartographischen Werkes. — Md-
nisse. Außer zahlreichen — mehr oder minder
getroffenen — Einzelnbildniffen des Generals,
unter denen jenes in Nr. 11 (S. 172) des
Jahrganges 1864 der „Gartenlaube" beson-
ders anzuführen ist, sei noch zweier Gedenk»
blätter gedacht, deren Mittelpunct der General
Gablenz bildet. Das eine Gedenkdlatt ist
uon dem Photographen Brandt in Flens<
bĂĽrg aufgenommen und stellt den General
Gad lenz und scin ganzes Hauptquartier,
48 Figuren, dar, ohne die im Hintergrunde
befindliche Mannschaft, die meisten Gestalten
sind ziemlich scharf und klar ausgefallen. —
Ein Zweites Blatt, von W. Richter nach
der Natur gezeichnet, von A. Gerasch in
Crayon ausgefĂĽhrt, ist in drei verschiedenen
Größen photographirt bei 3. T. Neu mann
in Wien (l864) erschienen. — Gedichte auf
Galilen). Auch an Gedichten auf Gablenz
und die Brausten der Braven im 7. öster«
reichischen Armeecorps hat es nicht gefehlt.
Eines der gelungensten ist wohl jenes, wel»
ches unter dem Titel: „Oeuersee", ein H. v.
3. aus Mainz im Feuilleton der „Norddeut-
schen allgemeinen Zeitung" mitgetheilt hat
und das anhebt: „Felomarschall'Lieutenant
Gablenz > Ein ächter Cavalier j Ohn' Furcht
und ohne Tadel I Dringt vor vor Oeversee
u. s. w.", und welches mit der Erinnerung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon