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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 313 -
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Page - 313 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

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Meißner 343 Weißner vom 10. März 1866. — Wappen. Blau und Gold längsgetheilter Schild mit schwarzem Schildeshaupt. In letzterem ein hervorwach' sender goldener rothbezungter Doppeladler. Im rechten blauen Felde auf grünem Boden eine weiße rothbedachte Kirche mit vier Fen stern nebeneinander und einem rechterseits an schließenden Thurme mit rother eingebogener Kuppel, Uhr. Fenster und Thor, Kirche und Thurm sind mit je einem goldenen Kreuze besteckt, und auf dem Dachfirst des ersteren steht ein natürlicher Storch. DaS linke gol« den? Feld durchzieht schrägrechts ein rother, mit drei Sternen durchbrochener Balken. Auf dem Schilde ruhen zwei zueinandergekehrte gekrönte Turnierbelme. Aus der Krone des rechten Helms wächst ein goldener rothbezung« ter Doppeladler hervor. Die Krone des linken trägt einen geschlossenen, vorne goldenen, von einem schrägrechten rochen, mit drei Sternen durchbrochenen Balken durchzogenen und hinten blauen Adlerflug. Die Helm decken des rechten Helms sind schwarz, die des linken rechts blau, links roth, insgesammt mit Gold unterlegt. Devise. Unter dem Schilde uer« breitet sich ein goldenes Band mit der De» vise: „Treu und wahr" in schwarzer Lapioar» schrift.) Außer den bisher angeführten Personen des NamenS Meißner sind noch folgende des« selben Namens bemerkensrverth: 1. Daniel Meißner, ein Kupferstecher, aus Komotau in Vöhmen gebürtig, der zu Ende des 16. und zu Anbeginn des 17. Jahrhunderts lebte und arbeitete. Dlabacz hält ihn für einen Ver» wandten des Malers Theodor Meißner ss. d. Nr. 6). Danie l stach eine Folge von über 78 Blättern mit Bildnissen von Kaisern, Churfürsten und anderen Edeln zu Pferde, welche Eberhard Kieser herausgab. Auf einigen dieser Blätter steht sein ganzer Name, auf anderen wieder sind nur die Buchstaben v. ÜI. 6. V.. was Daniel Ueissnsr Oom- inotk. Vok. bedeutet, zu sehen. l^Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler. Lerikon (München 1839, E, A.Fleischmann. 8«.) Bd. IX, S. 9) — 2. Eines Eduard Chri- stoph Wilhelm Meißner, als eines Doctors d?r Medicin und ausübenden Arztes zu Tep« litz. gedenkt Raßmann in seinem im Jahre 1523 erschienenen „Pantheon deutscher Dich« ter" und nennt ihn als Verfasser des Romans: „Karl Strahlendem:, oder der dankbare Ban» dit. Eine Familiengeschichte", 2 Bdchn. (Ber« lin 1804). Der Zeit nach zu schließen, möchte es der Sohn des „Skizzenmeißner" August Gott l ieb Meißner ss d. S. 30l) und drr Vater des Ziskadichters Alfred M. sein. der im Jahre 1788 geboren, im Jahre 1888 zu Karlsbad, wo er als Brunnenarzt lebte, das fünfzigjährige Doctorjubiläum beginn. Eduard Meißner befand sich auch. wie Raßmann bemerkt, in früheren Jahren als ausübender Arzt zu Teplitz. welches er im Jahre 1831 verließ und dann nach Karlsbad übersiedelte. ^Raßmann (Friedrich) . Pan» theon deutscher jetztlebender Dickter und in die Belletristik eingreifender Schriftsteller (Helm« städt 1823. C. G. Fleckeisen. 8«.) S. 213.) — 3. Joseph Nikolaus Meißner (geb. zu Salzburg im Jahre 1757) war ein berühmter Kammersänger und Bassist im Dome zu Salz« bürg, von dem Vi l lwe in berichtet, daß er „mit der Tiefe eines Kammerbasses die Höhe eineS Tenors von durchaus gleickem und ange< nehniem Tone" verband. Er hatte in Italien auf den Theatern in Pisa, Florenz. Neapel und Rom mit großem Beifall gesungen, dann ging er nach Deutschland, wo er sich an den Höfen zu Wien. München. Würzburg. Stutt» gart, Lüttich. Cöln, Augsburg und Speyer mit gleichem Erfolge hören ließ und überall reich beschenkt wurde. Nach Gerber war er im Jahre 1737 auf einer Reise nach Padua und Verona begriffen, was jedoch widersinnig ist. da ja das Jahr 1757 sein Geburtsjahr ist. Hübner und nach diesem Pi l lwein berich- ten, daß er im Jahre 1794 noch in Salzburg gelebt habe, während Schladebach ihn be< reits um das Jahr 1770 — in welchem er erst 13 Jahre alt gewesen und unmöglich solche Triumphe mit seinem Gesänge hätte feiern kon» ncn. als es der Fall gewesen — gestorben sein läßt, ^Gerber (Ernst Ludwig). Historisch<bio< graphisches Lerikon der Tonkünstler (Leipzig 1790, Breitkopf. Ler. 8".) Bd. I , Sp. 924. — Neues Universal'Lerikon der Ton» kunst Angefangen von Dr. Iul . Schlade- bach, fortgesetzt vonEd. Bernsdorf (Dresden 1836, R. Schäfer, gr.8«.) Bd. 1l, S. 938. — Pi l lwe in (Venedict). Biographische Schil» derungen oder Lerikon Salzburgifcher, theils verstorbener, theils lebender Künstler u. s. w. (Salzburg 1821. Mayr kl. 8«.) S. 148.) - 4. Ein Jul ius Gustav Meißner, über dessm Lebensumstände jedoch nichts Näheres bekannt ist, hat folgende Schriften herausaege» ben: „Charakterzüge und interessante Scenen aus dem Leben denkwürdiger Personen". 2 Bände (Wien 1801, Ant. Doll. 8°); —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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