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goldenen Vließes verlichen. Die von P a u l
gestiftete Linie starb schon mit seinem Ur<
enkelIoseph Kar l aus. s l ^ i k t i n i Ne
liuuFai'iao dsllo vacs^uo oi2.ri85imi e
üivei'liiö LcrixtoriduL etc. eruti (^)'rQ2.vig.s
1732, t>p. acacl. 8. ^., !:!. I'ol.) p. 187.
— Taschcnbuck für vaterländische Ge»
schichte. Herausgegeben von Hormayr und
Mednyänszky (Wim. 12°) ix . Jahrg.
<1828), S. ö9—66, im Aufsatz?: „Ungarns drei
Palatine aus dem Geschlechte der Pälffy".)
— 35. Phil ipp Nerius (geb. 15. März
1773, gest. 17. April 1794), vom mittleren
Aste der älteren (N iko lai'schen) Hauptlinie,
der jüngste Sohn des Grafcn Leopold (III.)
und der Mar ia Theresia gebornen Gräfin
Daun. Phi l ipp diente in der kaiserlichen
Armee, war im Alter von erst 19 Jahren
bereits Hauptmann im Freicorps Mihal«
kovics und fiel als solcher vor Landrecics
am 17. April 1794. — 36. Nudolph (geb.
4. März 1719. gest. 1. April 1708). der
jüngste Sohn dr5 Grafen Leopold (I.)
sNr. 23^ und Mar ia Antonia's gcborncn
Gräfin Touches, Rudolph trat fiühzeitig
in die kaiserliche Armee, war bereits 1742
Oberst bei der ungarischen Insurrektion und
1744. erst 23 Jahre alt, bereits General
Major,- im Jahre 1737 wurde er Feldmar-
schall'Lieutl'nant und 175!) Inhaber dcö
6. Huszaren Regiments. Graf Nudolph
wird als ein tapferer Ofsiaer, der seit 1742
bis zu semem Tode an den verschiede-
nen, von Oesterreich geführten Kriegen thcil-
genommen und insbesondere als ein herz.
hafter und geschickter Parteigänger gegen die
Preußen geschildert. Er war ftit Jänner 1748
mit Naria Elconora Gräfin Aaunik, eine
Schwester des berühmten Staatokanzlers,
vermalt, die ihm drei Sühne und sieben
Töchter gebar. Rudolph selbst war der
Gründer des jüngeren Astes der älteren
(Nitolai'schm) Hauptlinie und seine beiden
Söhne Johann und Rudolph bildeten
zwei Zweige. Ersterer den älteren, im
Mannöstamme erloschenen, Letzterer den jün-
geren, reich in mehreren Seitenzweigcn blü-
henden. — 37. Stephan (II.) (gest. 1(546).
ältester Sohn des berühmten Helden Niko»
laus (II.) lNr. 27) und der Mar ia Mag-
dalena Kug gerin, der erste Graf des
Hauses Päl f fy , mit dem Beinamen „der
Schrecken der Türken". Er war Obergespan
des Preßburger Comitates, königlicher Rath,
Kronhütcr. General der ungarischen leichten Reiterei, Oberhauptmann des Districts dieß»
seits der Donau und Commandant der Festung
Neuhäusel. Durch eine Reihe glänzender
Wassenthaten, in welchen er den Türken
große Verluste zugefügt, hatte er sich obigen
Ehrennamen des „Türkcnschreckens" erworben.
Als Gabriel Bethlen, der Fürst von Sie«
benbürgen, über die Grenzm uon Ungarn
hinaus bis tief in das Herz von Mähren
siegreich vorgedrungen war, war zugleich
mit der Hauptstadt Preßburg auch die Sr.
Stephanskrone in Bethlen's Gewalt ae<
rathen. Ohne des Kronhüters Zustimmung
— und dieser war Stephan Pa'lffy —
konnte er jedoch von de:n Kleinod keinen
— wenigstens keinen wirksamen — Gebrauch
machen. Vethlen wendete Alles an. Vei>
sprechungen und Drohungen, um Pälffy's
Treue gegen seinen recktmäßigcn Konig zu
erschüttern, ucrgebcns Päl f fy willigte we«
der in die Auslieferung der seiner Dbhut
anvertrauten Krone. noch ließ ?r sich durch
Versprechungen überreden, in Bethlen's
Dienste zu übertreten, so daß der darüber
hocherbiticne Bethlen ihn als Gefangenen
nach dcr fernen'Vnra. Ecsed bringen und
dort noch strenger behandeln ließ. Aber auch
die schwere Kerkerhaft war nicht im Stande,
Pälffy'5 Treue zu brechen und Vethlen
mußte den unerschütterlichen Kronhüter frei«
geben. In dcn darauffolgenden Kämpfen mit
Äethlen leistete Pcllffy demselben erfolg-
reichen Widerstand, bis er in einem hitzigen
Gefechte an der Tatra schwer verwundet in
Ge'cm^enschaft gerieth. Nur gegen schweres
Lös^eld lieb sich Vethlen derlei. Pnl f fy
freizugeben, er verlangte das ungeheuere Löie<
geld von 24.!iO(i Ducaten. Pcklffy's Mutter
und Gattin setzten Alu's daran, diese Summe
zusammenzubringen, endlich hatten sie zehn-
tausend Ducatrn baar zu Stande gebracht;
um die noch fehlenden 14.öUl) Dlwat-.'n zu
erlangen, opferten sie alles Gold' und Sil<
bcrgeräthe, ihr Geschmeide, die reichen Ge<
wander u. s. w., und bei diescr Gelegenheit
kam auä) jener, von den österreichischen
Ständen 2 tepha n's Vater Nikolaus (II.)
verehrte Becher in Vethlen'S Besih, der
am lö. Novemdcr 1521 im Lager von
Ungarisch-Brod dkn Empfangschein über das
ganze Lösegeld auost.'llte, worauf Stephan
wieder den Seinen zurückgegeben ward. Wie
der Becher später wieder in den Besitz der
Pälffy'fchen Familie gelangte, siehe unter
Pau l (IV.) lS. 2l6. Nr, 34) I n der Folge
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon