Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 217 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 217 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

Bild der Seite - 217 -

Bild der Seite - 217 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

Text der Seite - 217 -

217 Mffy goldenen Vließes verlichen. Die von P a u l gestiftete Linie starb schon mit seinem Ur< enkelIoseph Kar l aus. s l ^ i k t i n i Ne liuuFai'iao dsllo vacs^uo oi2.ri85imi e üivei'liiö LcrixtoriduL etc. eruti (^)'rQ2.vig.s 1732, t>p. acacl. 8. ^., !:!. I'ol.) p. 187. — Taschcnbuck für vaterländische Ge» schichte. Herausgegeben von Hormayr und Mednyänszky (Wim. 12°) ix . Jahrg. <1828), S. ö9—66, im Aufsatz?: „Ungarns drei Palatine aus dem Geschlechte der Pälffy".) — 35. Phil ipp Nerius (geb. 15. März 1773, gest. 17. April 1794), vom mittleren Aste der älteren (N iko lai'schen) Hauptlinie, der jüngste Sohn des Grafcn Leopold (III.) und der Mar ia Theresia gebornen Gräfin Daun. Phi l ipp diente in der kaiserlichen Armee, war im Alter von erst 19 Jahren bereits Hauptmann im Freicorps Mihal« kovics und fiel als solcher vor Landrecics am 17. April 1794. — 36. Nudolph (geb. 4. März 1719. gest. 1. April 1708). der jüngste Sohn dr5 Grafen Leopold (I.) sNr. 23^ und Mar ia Antonia's gcborncn Gräfin Touches, Rudolph trat fiühzeitig in die kaiserliche Armee, war bereits 1742 Oberst bei der ungarischen Insurrektion und 1744. erst 23 Jahre alt, bereits General Major,- im Jahre 1737 wurde er Feldmar- schall'Lieutl'nant und 175!) Inhaber dcö 6. Huszaren Regiments. Graf Nudolph wird als ein tapferer Ofsiaer, der seit 1742 bis zu semem Tode an den verschiede- nen, von Oesterreich geführten Kriegen thcil- genommen und insbesondere als ein herz. hafter und geschickter Parteigänger gegen die Preußen geschildert. Er war ftit Jänner 1748 mit Naria Elconora Gräfin Aaunik, eine Schwester des berühmten Staatokanzlers, vermalt, die ihm drei Sühne und sieben Töchter gebar. Rudolph selbst war der Gründer des jüngeren Astes der älteren (Nitolai'schm) Hauptlinie und seine beiden Söhne Johann und Rudolph bildeten zwei Zweige. Ersterer den älteren, im Mannöstamme erloschenen, Letzterer den jün- geren, reich in mehreren Seitenzweigcn blü- henden. — 37. Stephan (II.) (gest. 1(546). ältester Sohn des berühmten Helden Niko» laus (II.) lNr. 27) und der Mar ia Mag- dalena Kug gerin, der erste Graf des Hauses Päl f fy , mit dem Beinamen „der Schrecken der Türken". Er war Obergespan des Preßburger Comitates, königlicher Rath, Kronhütcr. General der ungarischen leichten Reiterei, Oberhauptmann des Districts dieß» seits der Donau und Commandant der Festung Neuhäusel. Durch eine Reihe glänzender Wassenthaten, in welchen er den Türken große Verluste zugefügt, hatte er sich obigen Ehrennamen des „Türkcnschreckens" erworben. Als Gabriel Bethlen, der Fürst von Sie« benbürgen, über die Grenzm uon Ungarn hinaus bis tief in das Herz von Mähren siegreich vorgedrungen war, war zugleich mit der Hauptstadt Preßburg auch die Sr. Stephanskrone in Bethlen's Gewalt ae< rathen. Ohne des Kronhüters Zustimmung — und dieser war Stephan Pa'lffy — konnte er jedoch von de:n Kleinod keinen — wenigstens keinen wirksamen — Gebrauch machen. Vethlen wendete Alles an. Vei> sprechungen und Drohungen, um Pälffy's Treue gegen seinen recktmäßigcn Konig zu erschüttern, ucrgebcns Päl f fy willigte we« der in die Auslieferung der seiner Dbhut anvertrauten Krone. noch ließ ?r sich durch Versprechungen überreden, in Bethlen's Dienste zu übertreten, so daß der darüber hocherbiticne Bethlen ihn als Gefangenen nach dcr fernen'Vnra. Ecsed bringen und dort noch strenger behandeln ließ. Aber auch die schwere Kerkerhaft war nicht im Stande, Pälffy'5 Treue zu brechen und Vethlen mußte den unerschütterlichen Kronhüter frei« geben. In dcn darauffolgenden Kämpfen mit Äethlen leistete Pcllffy demselben erfolg- reichen Widerstand, bis er in einem hitzigen Gefechte an der Tatra schwer verwundet in Ge'cm^enschaft gerieth. Nur gegen schweres Lös^eld lieb sich Vethlen derlei. Pnl f fy freizugeben, er verlangte das ungeheuere Löie< geld von 24.!iO(i Ducaten. Pcklffy's Mutter und Gattin setzten Alu's daran, diese Summe zusammenzubringen, endlich hatten sie zehn- tausend Ducatrn baar zu Stande gebracht; um die noch fehlenden 14.öUl) Dlwat-.'n zu erlangen, opferten sie alles Gold' und Sil< bcrgeräthe, ihr Geschmeide, die reichen Ge< wander u. s. w., und bei diescr Gelegenheit kam auä) jener, von den österreichischen Ständen 2 tepha n's Vater Nikolaus (II.) verehrte Becher in Vethlen'S Besih, der am lö. Novemdcr 1521 im Lager von Ungarisch-Brod dkn Empfangschein über das ganze Lösegeld auost.'llte, worauf Stephan wieder den Seinen zurückgegeben ward. Wie der Becher später wieder in den Besitz der Pälffy'fchen Familie gelangte, siehe unter Pau l (IV.) lS. 2l6. Nr, 34) I n der Folge
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich