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Hlannasch 26? Pannasch
zufolge, ist der 6. October^. — I l lust r i r te
Zeitung (Leipzig. I . I . Weber. kl. Fol.)
Bd. XI (1848). S. 136. — I l lust r i r te
Novel len.Zeitung (Wien, 4a.) 1833.
Nr. 86. S. 685: „Die Vehme" san den ehe.
maligen Arbcitsminister Ernst von Schwär«
zer, dessen pietätlose Todesanzeige des Dich«
ters Pannasch in der Zeitung „Donau"
zurückgewiesen wild). — Klagen furter
Zeitung l835. Nr. 233. — Meyer (I.).
Das große Conversations«Lerikon für die gebil»
deten Stände (Hildburghausen Bibliograph.
Institut, ar.8o.-z Zweite Abthla. Bd.II. S. 389
Daselbst heißt cs: „mitZedlih schlug er sich
1834 über zwci gleichzeitig aufgeführte Stückr".
Das ist unrichtig. Pannasch forderte Zeb»
litz wegen eines — nicht den Werth seiner
Dichtung, fondern lediglich seine Person be-
treffenden — Tadels. Zedlitz nahm das
Duell nicht an (!) und in dem Maße, als der
Dichter der „Todtenkränze" durch diese Neige«
rung in der öffentlichen Meinung verlor, ge«
wann eben Pan nasch in derselben. Auch
der Tod, dem Zedlitz mittlerweile, wie
Pannasch vor ihm, anheimgefallen, konnte
in dieser Anschauung, die im großen Pudli«
cuiu noch heute gang und g?be, nichts ändern^.
— Oest erreichische militärische Zeit«
schrift, herausgegeben von Schels (Wien,
80.) Jahrg. l848, Bd. IV, S. 69. — Oester«
reichische National-Encyklopädievon
Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8».)
Bd. IV, S. 147; Bd. VI, Supftl. S. 572. —
Oesterreichifcher Parnaß, bestiegen von
einem heruntergekommenen Antiquar (Frey»
Sing, bei Athanasius u. Comp. ^Hamburg,
bei Hoffmann u. Campet 8".) S. 34 ^einc
Charakteristik, schal und matt. wie das ganze
Libell^. — Oesterreichische Zei tung
(Wiener polit. Blatt) 1385. Nr. 404. im
Feuilleton: „Nekrolog". — Ostdeutsche
P o
st (Wiener polit. Vlatt. Fol) 1535. Nr. 239,
im Feuilleton- „Anton Pannasch", von 3. A..
Frankl. — Allgemeine Theater-Zeitung,
von Ad. Bäuerle (Wien. gr. 4".) 3s. Jahrg.
(1843), Nr. 14-52.- „Mein Leben" seine sehr
interessante Selbstbiographie; der dritte Theil,
die Geschichte der Entführung seiner Frau.
sollte erst nach seinem Tode erscheinen, was
bisher nicht geschehen ifH; — dieselbe,
40. Jahrg. (l847). Nr. 68, S. 270: „Der<
einst meine Grabschrift", von Pannasch. —
Wiener Zeitung 1866. Abendbl. Nr. 238,
S. 1043: „Der Wiener Parnaß vor einem
Vicrtcljahrhundert". Von Herm. Meynert. III. Zur persönlichen u::2 literarhistorischen Wür-
digung des Dichters Pannasch. Es wurde schon
in der Biographie bemerkt, daß es wirklich
äußerst befremdend ist, daß sämintliche Litera-
turgeschichten Deutschlands, selbst jene, welche
keinen Parteistandpunct einnehmen, oder doch
kein einigermaßen bedeutendes Talent, wenn
cs auch gerade ihnon selbst nicht zusagt, über-
sehen, wie Kurz, Laube, Menzel und
selbst Gottschall, des Dichters Pannasch
und seiner Welke mit keinem Worte gedenken.
Nur Dr. Julius Seidlitz in seinem Werk«
chen: „Die Poesie und die Poeten in Oester-
reich im Jahre 1836" (Grimma 1837, I . M.
Gebhardt. kl. 3«.) Bd. I, S. l41. würdigt P.
und bringt manche treffende Bemerkung über
ihn. Seid litz nenni P. auch „ein Talent erster
Größe, aber ebenfalls im Au5lande unbekannt".
„Der Beifall", schreibt Seidlitz. „den sein
„Alboin" in Wien erhielt, grenzte an Toll-
heit, Dichter und Schauspieler (Löwe gab
den Alboin) feierten Triumphe. Durch den
Alboin hat sich Pannasch zu einem der
bedeutendsten deutschen Tragiker hinaufge«
schwungen, und wenn er durch fortgesetzte
Studien das Manicrirte, das ihm noch an»
hängt, wird abgeschliffen haben, kann er auf die
Dauer seines Namens zählen. In seinen Ge-
dichten offenbart sich
kein eigenthümlicher Geist,
sie tragen die Farbe der Lyrik vor zwanzig
Jahren (1817), aber in dem Dramatiker
Pannasch steckt ein kleiner Grabbe".
— Theater,Zeitung, herausg. von Ad.
Bauerle (gr. 4<>.) 43. Jahrg. (1849), Nr. 63,
S. 239: „Einige Aufklärungen über das histo«
n'sche Drama: Czerny Georg". Von Pan<
nasch. — Wiener Zeitschrift für Lite-
ratur u. s, W.. von Johann Schickh (Wien,
gr. 8".) IabM. 1b34. Bd. I, S. 2l: über Al<
boin. — Wiener Zeitschrift für Kunst,
Literatur u. s. w. (Wien, gr. 3".) Jahrg. 1833,
Bd. I , S. 454, über Clemence Isaure. —
Dr. Hermann Meynert in seinen Skizzen:
„Der Wiener Parnaß vor einem Vierteljahr'
hundert", schildert Pannasch wie folgt:
„Die gedrungene Gestalt, von cinrr militä-
rischen Haltung getragen, das ebenfalls ge-
drungene, man möchte sagen bündige Antlitz,
das fcste Auge und eine Mischung von Tioh
und Gutmüthigkeit im Ausdrucke des ganzen
Mannes charclkterisircn diesen auf den ersten
Vlick. Man glaubt ihn empfindlich gegrn
strenge Kritiken und es wird erzählt, daß er
einst eincm bekannten Schriftsteller sZed<
litz, vergleiche oben die Quellens, der sich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon