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war. Sie besaß schöne Güter in Szath.
mär, Kis-Namöny, Peleske, Durocz und
anderen Gegenden, hatte aber dieselben in
den langwierigen Kriegen unter der Re«
gierung Rä.k6czy's verloren. Ein
Zweig dieser Familie siedelte sich in
Klausenburg an und widmete sich den
Wissenschaften mit gutem Erfolge. Ein
Johann P. Szathmär i , zuletzt Pfar»
rer in Klausenburg, war vordem Profes,
sor der Mathematik und Philosophie.
Sem Sohn S igmund, auch Pfarrer
in Klausenburg und Superintendent der
reformirten Kirche in ganz Siebenbürgen,
war seiner Beredsamkeit wegen so be-
rühmt, daß man ihn dieserhalben den
„fiebenbürgischen Chrysostomus" nannte.
Dieses Sigmund Sohn ist Michael
Pap - Szathmär i . Michael beendete
die Studien in seinem Vaterlande und
begab sich dann in Gesellschaft des jun»
gen Grafen Alexander Kendeffy auf
ausländische hohe Schulen, zuerst nach
Genf, spater nach Utrecht in Holland
und zuletzt nach Zeyden, an welchen er
unter Männern wie Vernet. Turre-
t iu, Bonnet. Nav ius, Musschen»
brock, Dubois , Hemsterhuis.
Runken. Schul tens u. A. seine wis«
senschaftliche Ausbildung vollendete. Im
Jahre 1763 kehrte er in sein Vaterland
zurück und erhielt sofort mehrere Beru»
fungen an verschiedenen Pfarrstellen, die
er aber alle ablehnte, bis er im Jahre
1767 zum Professor der Theologie am
reformirten Collegium in Klausenburg
ernannt wurde, welche Stelle er auch
annahm und seine Vorträge im genann-
ten Jahre mit einer Rede: „
non, ortli0l1ox0) nisi et
eröffnete. M ichael zählte damals
28 Jahre. Er hielt nun außer Vorträgen
über dogmatische und moralische Theo«
logie auch deren über Pastoral, Kate» chetik und Kirchengeschichte und, aus
eigenem Eifer und besonderer Vorliebe
für den Gegenstand, über römiscke Alter»
thumskunde. Ueberdieß wurde er als aus«
gezeichneter Redner oft zu Parentationen
bei Leichenbegängnissen vornehmer Per«
sonen aufgefordert und fanden sich in
feinem Nachlasso über 8l) dergleichen
theils gedruckte, theils handschriftliche
Reden und Gedichte. Durch seinen
Freund Pap.Fogarasi wurde er zur
Theilnahme an Bearbeitung verschiedener
Preisfragen aufgefordert. Aus diesem
Anlasse entstanden folgende Schriften:
H/o ^K?«. 6 Hz's) 6<5 an tt^
welche von der
Harlemer gelehrten Gesellschaft im Jahre
1783 mit der ersten goldenen Preis»
medaille (von 100 Ducaten) gekrönt und
dem Drucke übergeben wurde; — »Oll«
.?«, welche Arbeit im Jahre 1783
uon den Curatoren der Stolpe'schen
Stiftung in Leyden zwar nicht mit dem
Preise ausgezeichnet, aber doch des
Druckes würdig erklärt und auch gedruckt
wurde; — „^ln oo^/l'w cöoFmat^ ttl st
/i!.s"^ welche
im Jahre 4787 von der gelehrten Gesell»
schaft im Haag mit dem zweiten Preise
betheilt und in Folge welcher P. zum
correspondirenden Mitgliede dieser Ge»
sellschaft ernannt wurde: — endlich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon