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in Trieft u. dgl. m. P. hat schon man-
chen tüchtigen Bildhauer ausgebildet und
sein Schüler Peter Stefanut i arbeitet
in der Werkstätte des Meisters.
Fu5u?.jsivic-Kak5iNs/ci </va?l), 8lovnik umM-
nilcad, HuFos^venäkid,, d. i. Lexikon der süd-
slau ischenKünstler (Agram i339. L. Gaj, gr. 8«.)
S. 336. — slovnilc Q3.no2^. Ksäa^toi'
Dr. ?r2Qt. I^ä. Kio^sr, d. i. Conversa»
tions-Lexikon. Redigirt von vr. Franz Ladisl.
Rieger (Prag 1839, Kober. Zex. 8".) Bd. VI,
S. 143.
Pasqillllati, Joseph Freiherr (Arzt.
geb. zu Trieft 19. März 1733, gest.
13. August 1799). Nach beendeten me-
dicinischen Studien erlangteer die Doctor-
würde und leistete ärztliche Dienste im
Wiener Armenhause, wo er manche Re»
formen in der Gebarung und eine zweck»
maßigere Verwendung deS Stiftungsfon-
des durchgeführt hatte. Diese Reformen
waren so wesentlich, daß er innerhalb
küum eines Decenniums ein Ersparniß von
über 42.000 st. erzielte, wofür ihm von
Seite der Regierung ein anerkennendes
Zeugniß gegeben wurde. Dann kam er
in die Officiers'Abtheilung des sogenann»
ten spanischen Spitals und leistete auch
da treffliche Dienste. I n Würdigung sei»
ner um die leidende Menschheit erroorde»
nen Verdienste wurde er schon im Jahre
1777 geadelt. Später schickte ihn die
Regierung nach Venedig, wo er die
Urkunden über Begründung und Ent«
Wickelung des dortigen Findelhauses auf«
gesucht, gesammelt und zum Drucke de»
fördert hat. Nach seiner Rückkehr nach
Wien hatte P. den Plan für das daselbst
zu errichtende allgemeine Krankenhaus in
einer dem damaligen Stande der ärztlichen
Wissenschaft entsprechenden Weise ausge»
arbeitet. Diesen im Bereiche seines ärzt-
lichen Wirkungskreises erworbenen Ver«
dienften gesellten sich noch andere, welche
in freiwillig- geleisteten, nicht unansehn« lichen Kriegöbeisteuern u. dgl. m. be»
standen. P. war auch der Erbauer der
in der Vorstadt Rossau gelegenen, nach
ihm benannten Pasqualati'sehen Hau«
ser, deren Gärten sich in der Folge
durch ihre vollendete Obstzucht ^siehe
auf der folgenden Seite die Quellens
einen ausgezeichneten Ruf erworben
haben. P. wurde für seine neuen Ver«
dienste im Jahre 1784 in den erblän«
dischen Ritterftand mit dem Prädicate
von Osterb er g und ein Jahr vor sei»
nem Tode in den Freihecrnstand erhoben.
P. war zweimal vermalt, zuerst mit Cä-
cilie geb. Schlegclyofer (gest. 1773); zum
anderen Male mit Iosepha geb. haggen-
müller von Grünßerg (gest. 8. Mai 1803).
Aus dieser Ehe entsprangen außer drei
Töchtern, Josepha, Maria Anna und
Johanna (alle schon todt) zwei Söhne,
Johann Baptist (I.) und Joseph
Andreas. Johann Baptist (geb. 2. März
1777, gest.) war dreimal vermalt: 1) mit
Eleonore geb. von Aoller (gest. 4. October
1803); 2) mit Eleonore geb. Frilsch (gest.
o. August 4811) und 3) mit Franziska
von Thomt (gest.). — Aus der ersten
Ehe stammt Joseph (geb. 13. März 1802).
dieser war vormals Professor der ana>
lyrischen Chemie am k. k. polytechnischen
Institute zu Wien. ist aber bereits vor
mehreren Jahren in Ruhestand versetzt
worden. Er ist Ehrenmitglied der Gesell»
schaft der Aerzte in Wien, ein ausgezeich«
neter Musicus und war seiner Zeit Prä«
fioent der Akademie der Tonkunst. — Ein
zweiter Sohn Johann Baptist's (I.)
aus dessen zweiter Ehe ist der nach feinem
Vater benannte Johann Baptist (II.)
(geb. im I.1810). dessen Gemalin Amalie,
eine geborne von Nogef, in der Geschickte
des Wiener Dilettanten.Theaters einen
Namen erworben hat. Sie hat seit dem
Jahre 4843 ein Dilettanten-Theater. in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon