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Nadetzky Nadehky
Jahrhunderte lang ihr GlĂĽck und ihren Wohl<
stand gefunden. Glaubt man ernstlich in
Frankfurt, daß es mit einem Votum möglich
sei? I n meiner Brust schlägt ein
treues deutsches Herz; aber wahrlich
um diesen Preis mĂĽĂźte ich es zum Schwei-
gen bringen. Man faselt viel in Deutschland
von dm Gefahren des Panslanismu?; man
chut aber wirtlich Alles, um dieses Gespenst
zu verkörpern, denn schon ist Empörung fast
identisch mit deutsch geworden, Oesterreich
mit seinen nicht deutschen Provinzen zählt
:!8 Millioneni möge man das i» Deutsch
.'and nicht vergessen »nd sich nicht mit einem
starren Deutschihlim uni einen solchen Vun
»esgenossen bringen, Oesterreich wird
nch eher von Deutschland als von
Oesterreich trennen. Die Zeit wird
lehren, ob ich in meinen Ansichten irre. Em
»fangen Euer Hochwohlgeboren die Versiche
rung der ausgezeichnetsten Hochachtung und
meines erneuerten Dankes und drĂĽcken Sie
diese GefĂĽhle auch allen Mitgliedern des
quartier Mailand, am 9, November <648.
Radetzky «. z>. Dieser interessante Brief
des Heldenmarschalls ist der „Grazer Zei
tung", Nr. 2L4, 8. December !8i8, ent,
nommen", welche denselben aus der „Augs°
burger Allgemeinen Zeitung" abgedruckt hat.
— llülehkn-Echo. OesterreichischesVür.
gervlatt (Linz, 4»,) l«3U, Nr. <39i „Das
RadetzkN'Echo auf dem Traunsee bei Gmu»'
oen" ^daselbst wnrdc ein »eu aufgefundenes
Echo mit seinem Namen benannt^. — Na»
dehky'z Ehrensäbel. Die Wiener National-
aarde verehrte dem Marschall einen Ehren.
I'ĂĽbel. dei nach I . N. Geiger's Entwurf,
die Scheide mit Zeichnungen von van der
Nu l l , ausgefĂĽhrt wurde Nie Leipziger
„Illustrirte Zeitung" brachte im XI I . Bande
1843, Nr. 3<3, S. 4l2, eine Beschreibung
und Abbildung dieses Ehrensöbels und seiner
einzelnen Theile. — Nabetzky'3 Veburt«l)<»il5.
Die Angaben in den geschichtlichen Werken
ĂĽberNadetzk y's Gedurlsort sind theils irrig,
theils ganz falsch. Nadetzky ist in Trzeb>
nitz — öechisch T5ebnic — einem Dorfe von
43 Häusern und 373 Seelen (l«58) in dem
ehemaligen Beraumr Kreise und nun in dem
Bezirke Selkan im jetzigen Taborcr Kreise
geboren. — Vohemia (Prager polit. und
belletr. Blatt, 4°) ,849, Nr. 203: „Radetz.
ky's Geburtshaus, wie es vor 68 Jahren
bestand. Urkundlich beschrieben". — Inns- brucker Tagblat t (8°.) l8»8, Nr. 2ä:
„Radetzky's Geburtsort und Taufschein'. —
Eine Ansicht uon Radetzty's Geburtsstätte
enthält die (Grazer) Tagespost l838,
Nr. 43: „Die Geburtsstätte des Feldmarschalls
Grafen Radetzfy" sauch im Graher Schreib-
kalender für <«59, S. 52, nebst Beschreibung,
ebenda). — Nadehky'» Marschnll'stnb. Die
Officiere der kaiserlichen Armee haben dem
greisen Heldenmarschall einen Marschallstab
zum Geschenke gemacht. Der Entwurf des aus
feinem Golde gearbeiteten, reich mit Ocna»
menten, Adlern und Edelsteinen verzierten
Stabes ist theils von dem berühmten Künst»
lec I . N. Geiger, theils von I . Glanz,
der mit der AusfĂĽhrung dieses Kunstwerkes
betraut war, verfertigt worden. Die «Leipzi-
ger Illustrirte Zeitung" l830, XVI. Vand
Nr. 3U3, S. 2<, brachte eine Abbildung, und
Beschreibung des Geschenkes, das, von cincr
Nebergabsurtunde begleitet, dem Marschall
in feierlicher Weise ĂĽberreicht wurde. Die
Urkunde ist von Feldmarschall« Lieutenant
Schönhals verfaßt, schön kalligiaphirt, mit
Randzeichnungen von Hasselw a nder ein»
gefaßt und von den ersten Repräsentanten
der Armee untcrzeichntt. — Nadetzkii's Pisto-
len. Neue freie Presse i«L8, Nr. 123»,
in der „Kurzen Chronik"' „Radctzky's Pisto»
len" ftiese gingen nach N.'s testam?ntariscker
VerfĂĽgung an seinen letzten General-3!dju>
tanten, den General Ed. S täge i von
Wald bürg über. Nach dessen l8L2 erfolg»
ten Tode gelangten sie an seinen Bruder,
welcher sie der Waffensammlung des Linzer
Museums widmete^. — Nadetzkli's Säbel.
Der Säbel, den Radetzky bei Novara ge-
fĂĽhrt, gelangte in den Besitz des Grafen
Eduard Clam-Gal las. s^Neue freie Presse
1865, Nr. 23S.1 — Nadetzky'« Stutze». Salz-
burger Landeö'Zei iung l8S8, Nr. 87-
„Der Radetzky-Stutzen". sDieses dem Mar-
schall von den Tirolern dargebrachte Ehren»
geschenk befindet sich im Ferdinanden», zu
Innsbruck. — Vergl. auch die Volts< und
SchĂĽtzen.Zeitung (Innsbruck, 4<>.) 1858,
Nr. 44.) — Nnzetzk!,'« Toliakspftift. Neue
freie Presse (Wiener polit. Blatt) i8L6,
Nr. 636: „Graf Nabetzky'ö Tabakspfeife"
sein Invalide besaĂź eine ihm oonRadetzty
geschenkte Pfeife, die er, um auch einen Bei»
trag zur AusrĂĽstung von Freiwilligencorps
darzubringen, in einer eigens deĂźhalb'uer>
anstaltenden Auction den Meistbietenden
feilbot. 2r erhielt dafür eine ansetzn»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon