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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 196 -
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Page - 196 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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Nadetzky Nadi abhängenden goldenen Kleinod und zu beide Seiten mit einer gelb» oder gold>, dann blau odec l,»surfarb herabhängenden Helmdecke betleidet. Auf dem Helme zeigen sich dre nach einander gesetzte, vorn ivth,, in dr> Mitte weiß und hinlen blau entworfen Straußfedern. Die Schildhalter sind zwe geharnischte Männer, mit ihrer eisernen Han einen langen Spieß, auf ihren Pickelhaube drei Straußfedern — hallend. Bei den Radetzky'schen Wapften erscheint also heraldisch seltene und deßhalb interessant' Tdatsache, daß dasselbe erst erweitert, dan wieder uer>in facht und seiner Ursprunglichkei angenähert worden ist. Noch sei hier in Kürze zweier Mittheilun gen gedacht, welche das Wiener „Fremden' Vlatt" in den letzten Jahren brachic. S leb!« in Nien in der Vorstadt Margarether ein Plltentlll'Inualide F. W., d« unter ven Namen „Vater Äadehty" bekannt war und im August l8K9 daselbst gestorben ist Er hatte in d>,n italienischen Feldzügen un Radetzty gedient und bei Nouara den Feldherrn die Flasche mit dem Lalietrunk« gereicht. Cr war im Jahre ^522 in die kai scilicke Armee Angetreten und hatte in drr selben din Capitulcüionen abgedient, I l Jahre < 859 wollle er wieder eintreten, würd aber oom Assenwlaße abgewiesen. Nach dem unglücklichen NuSgange d,'r Schlacht uon Solferino tröstete er sich abcr damit, „duß es nicht anders kommen konnte, denn der „Vater Radetzky" — dabei meinte « auch sich — sei nicht dabei gewcsen". s.ßremden> Vla t t (Wien, 4°.) l8S3, Nr. 231. unler den „Tagrönoiizen".^ — Noch int«ressant«r ist folgende Mittdellung: „Ein Enkel des F>lo. marsckalls Radetzky kam jüngst (Jänner <8<>9) nach Arody, um den jüdischen GIau> ben anzunehmen. Der Grund dieses Ueber» rn'ttcs wird einem Famillenprosessc Zuneschrie, ben, bci welchem diesem Enkel !U,l)>jli fl. streitig gemacht werdvn, und nun mollle Kec< selbe sein>'i Familie diese „Schmach" aus Rache bereiten. Der junge Mann soll sich wirtlich als Enkel des seligen Feldmacschallb legitimirt und am 25, Jänner nach stattge» habten Ceremonien in der jüdischen Syna> gogc die gemeinjüdische Tracht, welche nur noch in Galizien von den Orthodoien getra> gen wird, angelegt hcchen. Er zeigte sich als Mensch von gediegener Bildung, sprach und schneb deutsch, polnisch, französisch, englisch ANd italienisch. Freilich behaupten Viele — so heißt es in diesem Berichte — daß er ir» sinnig sei." So weit die Mittheilung des „FremdeN'Blatles", das übrigens die Ver> wnndtschaft dieses jungen Mannes mit der Fannliü des Feldmarschalls bezweifelt uno bemerkt, daß eine Fannlie Rad e cky auch in Galizien sei, welche jedoch zum Feldmar- schnll in keiner necwandtschafrlichen Bezic> hung steht. lFremdeN'Blat t !8l>9,Nr !>3 1 Rlldi. Lorenz(Wiedercrsind«des Gold- und SiiberemailS zur Mosaikmalerei, ge5. auf der Insel Murano bei Venedig). Zeitgenoß. Der Iaibenschmelz dei herr> lichen Mosaikgemälde, namentlich iin Bt. Maicuüdome zu Venedig, ist durch dieFrescomalerei aÜmälig ganz verdrängt worden, und die Verfertigung deö Emails, aus welchen die Mosaiken zusammen- gesetzt wurden, besonders ober jene des unvergleicklich schönen Gold> und Silber» emails gerieth am Hnde ganz in Ver< fall und zuletzt in Vergessenheit. Die in neuerer Zeit im Dome Bt. Marco noth» wcndig gewordenen Ausbesserungen lk° ßen nun den Mangel des Gold» und Süberemailö schwer fi'chlen, ünd eö wur° den von versckiedenen Seiten Versuche nach dieser Ricbtung gemacht, welcke edoch sämmtlich kein guies Ergebniß li.'- 'ertcn. Die Insel Murano bei Venedig, ,vo die GlaSmacheczunft ihren Sil) auf> geschlagen hatte, war schon in derBIüthe» eit der Mosaikmalerci der Ort gewesen, wo die glasartigen Pasten, Golo-, Silben md Farbmemails geschmolzen würden, welche zu den Mosaiken dienten. Loren 5 Radi . einBewohner der Insel Murano, at nun nach jahrelangen Etudien und Versuchen daS verloren gegangene Ver» ahren entweder wieder aufgefunden oder in neues entdeckt, welches dem alten icht nur nicht nachsteht, sondern das- elbe in den Leistungen noch übertrifft, lta d i wurde in seinen Arbeiten und Ver> uchen wesenNich von dem Venetian« und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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