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den Holzschnitt gezeichnet. Unserer An»
sicht nach ist der Name Ignaz Hier ein
Versehen oder ein Druckfehler, denn der
Maler I g n a z R a f f a l t war im Jahre
1862 bereits fünf Jahre todt und eben
zu jener Zeit stellte sein Sohn Johann
Gualbert bereits mehrere Bilder, fast
ausschließlich ungarische Motive enthal»
tend, aus. Der Sohn heißt auch, zum
Unterschied uon seinem Vater, „der
Pußtamaler". — Von seinem Bruder
Joseph, der auch Maler ist, ist bisher
nur eine Oellandschaft im October 4866
im österreichischen Kunstverein ausgestellt
gewesen.
Oesterreich ischer Volkö« und Wirth»
schaftökalender (Wien, bei Prand!,
ar. 8°.) Iahrg, 586?, S, 73. in der uon I ,
Ritter von Höf l ing er bearbeiteten „Oestc»
reichischen Ehrenhalle", — Kataloge der
Mrnats > Ausstellungen 0c5 österreichischen
Kuostuereins (Wien, 5«., 1882, Februar;
1803. Februar, März, Mai; l8«U, Jänner,
Juni, Jul i ; 1885. Juni. 186«, Mai, Juni;
l867, März; 18N8, Juli, August, Tecenü'er,
— Kata loge des Künstlerhciuses in Wien
seit 1868.
Rllfflly, Leopold Ritter von (k. k.
Stabsarzt , geb. zu Olmütz in Mäh»
ren 16. December 1812). Sein Vater
war Regierungssecretär bei dem Kreis-
amte zu Olmütz; der Sohn besuchte das
Gymnasium daselbst und hörte die phi»
losophischen Studien in Wien. Nach be>
endetem medicinischen Curse an der Wie»
ner IosephS'Akademie wurdü er an der>
selben im März 133» promovirt und
kam dann als Oberarzt zu Minutülo»
Dragoner Nr. 3. Im Herbste 1836 in
das Militärspital nach Nrünn comman»
dirt, leistete er dort zur Cholerazeit
Dienste und blieb noch spater als Chef»
arzt bei dieser Anstalt. Zu Anbeginn
des Jahres 1837 kam er als Chefarzt
zum 12. Iäger-Bataillon und wurde im
November 1843 Rcgimenlsarzt im 3. Dra> goner-Regimente Prinz Eugen von Sa»
voyen. Im Winter 1847 in gleicher
Eigenschaft zu Wallmoden>Kürassieren
übersetzt, machte er mit diesem Regimente
den ganzen Wintcrfeldzug 1848/l849
mit, wohnte sämmtlichen Schlachten und
Gefechten bei. an denen das Regiment
theilnahm, und leistete in denselben so
ausgezeichnete Hilfe, daß ihm uon maß.
gebender Leite hohes Lob gezollt wurde.
Im Mai 1849. während deS Sommer»
feldzugeö, errichtete er allein ein Feld»
spital in Ruma, in welchem im Zeitraume
von kaum drei Wochen an 1200 Kranke
untergebracht und verpflegt wurden. Das
daselbst Geleistete, ohne daß ärarische
Magazine irgend etwas beigestellt hatten,
erregte solches Staunen von Seite der
vorgesetzten Sanitätsbehörde, daß der
damalige Corpscommandant Feldzeug,
meister Baron Ie l las iu in einem be>
sonderen Armeebefehle vom 17. Juli
1849 die Verdienste Raffay's, welche
er sich durch seine Energie, Umsicht und
Sachkenntiiiß bei der Oberleitung dieses
Feldspitales erworben, öffentlich anzuer»
kennen sich veranlaßt fand. N. wurde
damals mit der mittleren goldenen Ci>
uil'Verdienstmcdaille ausgezeichnet. Als
bei der Uebergabe von Peterwacdein im
Herbste 1849 in der Festung Typhus
und Cholera im hohen Grade wütheten,
traf R. sofort so zweckmäßige Anordnun»
gen. daß die Sterblichkeit in kurzer Ieit
auf ein Minimum reducirt wurde. I n
gleicher Weise wirkte er in Kecskemet,
als dort im April die TyphuS.lIpidemie
auSgebrochen war. Nach Ausbruch des
italienischen Feldzuges, im Jahre l839,
erhielt R. die Oberleitung sämmtlicher
Militär-Anstalten von Cilli bis Wien
und wurde mit der Ueberwachurig der
Krankenzerstreuung und desKrankentranö'
portes auf dieser ganzen Linie betraut
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon