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dete die juridischen Studien in der The-
resianischen Ritter»Akademie in Wien.
trat 1824 in den'Staatsdienst, in wel>
chem er die ersten Stufen seiner Lauf»
bahn bei der niederösterreichischen Re>
gierung, dem Kreisamte V. N. W. W.
und der allgemeinen Hofkammer, lang-
sam vorrückend, zurücklegte. I m Jahre
1841 wurde N. als Hofconcipist dem
Staats» und Conferenzminister Gra-
fen Ficquelmont (damals als aä
1lltu3 deS Fürsten Mettern ick) auf
Verlangen des Grafen zugewiesen und
blieb in dieser Verwendung, bis ihn
1846 die Beförderung zum Hofsecretär
bei der allgemeinen Hofkammei traf.
Schon im folgenden Jahre wurde er
aber zur Dienstleistung im Bureau deS
Staats» und ConferenzministerS Grafen
Kolowrat berufen und 1848 bei der
ersten Zusammensetzung des Minister»
ratheS zum Protokollführer desselben
ernannt. Im December 1848 betraute
ihn der Minister-Präsident Fürst Schwär-
zenberg mit der Leitung der Minister»
rathskanzlei und 1849 wurde er zum
Ministerialrathe und Kanzleidirector deü
Ministeriathes befördert, eine Stellung,
die er hierauf auch bei der Ministercon-
ferenz behielt. Seine Leistungen auf die-
sem Posten wurden 1884 durch das
Ritterkreuz deS Leovold. Ordens ge-
würdigt. Im Jahre 1865 wurde R.
mit kais. Handschreiben vom 27. Mai
zum Vice«Präsidmten der obersten Rech.
nungS. Controlsbehörde ernannt und
wurde hierauf Vice.Präfident des ober-
sten Rechnungshofes, der mit 1. Jänner
1867 an die Stelle der obgenannten
Controllsbehörde trat. I n Vollzug der
Zweitheilung der österreichischen Mon-
archie härte der oberste Rechnungshof
auf, eine Staats.Centralbehörde zu sein,
und die Beschränkung seines Wirkungs» kreises auf die deutsch-slavischen Länder
hatte eine wesentliche Reduction des
Personals zur Folge; R. trat nun in
den Ruhestand über und wurde ihm
zugleich von Sr. Majestät in Anerken-
nung der 43jährigen guten Dienste die
Würde eines k. k. geheimen Rathes
verliehen. Die dadurch gewonnene
Muße benutzte R. zu Reisen nach dem
Oriente. Spanien, Scandinauien u. s. w.
R. hat sich in früherer Zeit viel mit
Literatur und Kunst beschäftigt: in den
von Adolph Schmidl Heiausgegebenen
„Oesterreichischen Blättern für Literatur
und Kunst" brachte er im Kunstblatte
Nr. 17, 1844, den kunstkritischen Aufsah:
„Die heilige Iustina von Moreto, nicht
von Pordenone, in der kais. Gallerie im
Belvedere", und in anderen Blättern an»
dere Aufsätze und poetische Versuche:
auch hat er sich in den musikalischen Krei.
sen der Residenz, als Dilettant im Fache
deS Gesanges bemerkbar gemacht. AuS
seiner Ehe mit Margarethe gebornen
Gräsin Bigot de S a int -Quent in
stammen drei Kinder, unter diesen Frei-
Herr Eugen Ran sonnet, von dem
die vorige Lebensskizze berichtete.
Freiherrnsiands» Dip lom ääc>. l8, Juni
<8U3. — Wappen. In Blau und Roth der
Länge nach ^theilt« Schild. Im uorderen
blauen Felde ein silberne« Schildcöhaupt, da«
mit einem sechseckinen rothen Sterne belegt
ist. Im blauen Felde befindet sich ei» golde»
ner, von beiden unteren Winkeln bis an das
Haupt aufsteigender Sparren. Das hintere
rothe Feld ist durch einen silbernen, von
einem im Schreit«» begriffene,, Stier über-
stiegenen schmalen Balken quer.ietheilt. Auf
dem Schilde ruht die Freiherrnkrone. Schild»
halt er. Zwei natürlich aufgerichtete zurück-
sehende goldene Löwe», die mit ihren Vorder»
prnnken den Bchild umfassen.
Mnzoni, Emerich (Schriftsteller,
geb. zu Unternalb in Niederösterreick
17. December 1823). Sein Vater
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon