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und Oberofsiciere und diitthalbhundert
Mann gefangen, und erbeutete überdieß
20 Geschütze. 30 MunitionSlarren und
40 Pferde. Auch im weiteren Verlaufe
dieses wie des folgenden FeldzugeS that
sich R. zu mehreren Malen aus das
rühmlichste hervor, namentlich bei Poz>
zolo, cim 20. October, wo er an der
Spitze von 6 Schwadronen seines Regi»
ments mehrere siegreiche
Attaquen auS»
führte; am 6. April 1800, wo er Gaui
einschloß und den Ort Carosio nahm,
und am 9. desselben Monats, wo er bei
dem Sturme auf die Bocchetta sich be>
sonders auszeichnete. In der Schlacht
von Marengo vertrieb R. mit seinen
HuSzaren die bei Casina bianca auf-
gestellten feindlichen Schwadronen und
nahm ein ganzes Bataillon Franzosen
gefangen, aber Desaii' Ankunft auf
dem Schlachtfelde entschied den schon zu
unserem Vortheile sich neigenden Kampf
zu Gunsten Bon aparte'S. Im No>
vember d. I . wurde er zum General»
Major befördert und für seine Waffen»
that im Jahre 1739 in der 66. Pro-
motion deS Maria Theresien>OrdenS,
welche nach dem Abschlüsse des Luneviller
Friedens, am 18. August 1801. und
zwar seit der Stiftung dieses Ordens im
Jahre 1787 zum ersten Male öffentlich
begangen wurde, das Ritterkreuz des
OidenS. Freiherr von Röuay starb als
General-Major im Alter von erst 33Iah»
ren, nachdem er 38 Jahre in der kaise»
lichen Armee ruhmvoll gedient hatte. Cc
war mit einer Gräsin Sedlnihky uer>
malt, nuS welcher Vhe jedoch nur zwei
Töchter entsprossen sein sollen.
Hirtenfeld (I.). Der Militär>Maria There»
sien'Orden und seine Mitglieder (Wien 1867,
Staatsdruckerei. kl. 4°.) S. 6l2 u, l743.
I. Zur Veiiealogie der Freiherren und Herren
uou Nivmi. Die Nsoay. öfter auch Reua
geschrieben, sind ein altes, jetzt im Thuroczer
v.Wurzbach, biogr. Lerikon. XXV. l^ Gedr. Comitate ansässiges ungarisches Adelsgeschlccht,
das vor Jahrhunderten in Syrmien geblüht
und nicht weniger denn zwölf Generationen
vor der unglücklichen Schlacht bei Mob6cs
zählte, wo soviel ungarische Adelsgeschlech»
ter ihren Untergang gefunden. Die unga>
rischen Genealogen führen dieses Geschlecht
bis zu Anbeginn des dreizehnten Jahr»
Hunderts zurück, einen Jacob Grafen von
Rsua als Stammvater bezeichnend. Später
theilte sich die Familie in mehrere Aeste und
Zweige, deren jener von Szklabina und
Blatnicza neben dem Titel der Freihei»
ren von R6vay auch jenen eines Grafen
von Thurocz führt. Ueberdieß waren viele
Sproßen des Geschlechtes Obergespäne des
Thuroczer, einige auch des Csongrader Conii'
tates. Die Freiherrnwürd e erhielten in>
Jahre lääL vier Vrüder zugleich, nämlich des
Thuroczer Obergespans Franz (gest. <ö»3)
vier Söhne: Michael, 2orenz, Franz und
.Johann, von denen jedoch nur die Nach»
kommenschaft deS Freiherrn Franz noch in
der Gegenwart fortblüht. Dessen Cntcl
Franz (HI.) hatte eine Tochter und sechs
Söhne, Von diesen hatten vier, nämlich
Stephan, Nikolaus, Daniel und Gme?
rich, Nachkommenschafti jene von Nilo»
lauS und Emerich erlosch in ihren Kindern;
hingegen blüht die uon Stephan und Da.
niel noch heute fort, und heißen auch diese
beide Linien nach ihren Gründern die Ste>
pha Nische und die Danielische. Die
Stammreihe dieser beiden freiherrlichen Linien
ist aus der angeschlossenen genealogischen
Tafel ersichtlich. Von der freiherrlich Danio
lischen Nachkommenschaft erhielt Daniel 's
Enkel Peter im Jahre l?23 den Grafen«
stand, aber dieser gräfliche, Zweig erlosch
im Mannsstamme schon im Jahre lzoo mit
Peter's Enkel, gleichfall« «Peter Grafen
R6uay, dessen ältere Tochter den Freiherrn
Kadislaus Nsuay von der Stephanischcn
Linie heirathete. Außerdem blühen noch meh»
rere Linien der R<5vciy, welche nicht dcn
Freiherrnstand, sondern nur den einfachen
Adel besitzen, deren gemeinschaftlicher Stamm»
uater Stephan von R6uay (gest. t!»28)
ist, der Bruder des vorerwähnten Thuroczer
Obergespans Franz. Eine dieser Linien
stammte von Kaspar, einem Enkel Ste»
phan'ö, zwei andere von zwei Urenkeln
Stephan's, nämlich uon Ulerander (geb.
lL3L) und uon Sigmund (geb. <a48), Die
Nönay, die einen großen Güterbesitz auf»
20. Februar <372.) 24
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Volume 25
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rasner-Rhederer
- Volume
- 25
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 446
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon