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logie vortrug. I n dieser Thätigkeit unterbrach
ihn die Aufhebung des Ordens. Cr hat fol
genbe Schrift in lateinischer Sprache heraus
gegeben: „ssi-ma 6« 8. I^ulltla s. ,7. tun-
älltoro« ss^rnllviao 1788). Stoeger in
seinem Werke: „8oriz>wi-08 ?rav1n<:iae
Ltrwoas Loeistati» /7e«u," schreibt ihm noch
die beiden folgenden Werke zu.- „Introäuotio
8».) z — ^^lomori» I/euxoläi I I . llz>u,ä IInn-
Laro«" (?e!.t!u! 1802, 8».), deren Autor je
doch Joseph Reviczsy s.s, d. Folgenden^ ist.
— 2, Joseph Neuiczly de Reuisnye
(geb. zu Derecste im Viharei Comitate am
30. December 1?«0, gest, zu Izsäk im Pesther
Coniitate am 3l, Juli 1815). Nach Fejsr
hätte er der Gesellschaft Jesu angehört, nach
deren Aushebung er in den weltlichen Stand
zurĂĽckgelehrt war. Er wirkte im Lehramts
»nd zwar als Professor der Polizei», Came-
ral> und Finanzwissenschaften an der tön.
ungarischen Universität zu Pesth, wurde dann
königlicher Rath und wirtlicher Beisitzer der
königlichen Tafel und führte auf ungarischen
Landtagen das 8andtags>Iournal in unga
rischer und lateinischer Sprache. Im Drucke
sind von ihm folgende Werte erschienen:
„lüti-oäuoUo »ä VoUtie» Nsgui llungki-i»«"
(Luäa« 1730, 8°.); — „Msmoria I^so-
poläl I I . apuä Umgarn«" (püütiul 1802,
I/aucloror, 8".). Joseph Reoiczty war
mit Anna Laczkouich vermalt, aus wel>
cher Ehe eine Tochter und zwei Söhne, deren
Einer der berĂĽhmte ungarische Hofkanzler und
Freund des Kaisers Franz I. war, Adani,
nachmaliger Graf Reu iczly s.S. 28»), stam<
183ü, 4».) z>. 159. — Erneuerte uater»
lnndische Blät ter für den österreichischen
Kaiserstaat (Wien. 4°.) Jahrg. I8l5, S. ö«.^
— 3, Sever von Reuiczty (geb. l84«,
gefallen im Duell in der Nähe von Pesth
am 24. September <864). Einziger Sohn des
Ladielaus Reviczty aus dessen Lhe mit
Karol ine Stach<5. Seuer R. war an»
fangs Lehrer in einer Ăśnterrichtsanstalt, trat
oann mit gutgeschriebenen kritischen Artikeln
im „Nölß^lutär" nuf, wendete aber später
dem nationalökonomischen Fache sich zu, in wel>
cher Richtung er Artikel für den „?e«U Aaxl6"
schrieb. Eben traf er Anstalten, nom 1. Octo«
uer 18L4 an ein großes nationalötonomisches
Blatt lintet dem Titel.- „^u^as^ ^räelcs)c", d. i. Materielle Interessen, herauszugeben,
als er in einen Ehrenhandel verwickelt wurde,
dem er leider zum Opfer fiel Sein Gegner
war ein junger Gutsbesitzer aus dem Sza>
bolcser Comitate, vormals k. k. Officier,
Namens Elek. Die Ursache des Streites
eine geringfĂĽgige, schleppte sich seit dem Jahre
1860 herum und wurde durch Zwischenträge.
reien allmälig so auf die Spitze getrieben, bis
die Sache diesen tödtlichen Ausgang nahm.
Im I . <8ĂĽ3 gab N. in Gemeinschaft mit Karl
Zi' lahy ein Album der niederungarifchen
mit dem Vildnisse Deäk's bei Pfeifer in
Pesth heraus. l I remd en-Blatt . Von G.
Heine (Wien, 4°.) 1864, Nr. 266, 268, 269,
271, enthält eine vollständige Darstellung des
Duells. — Neue freie Presse 1854,
Reichöspiegel (Pesth, gr. 4°.) 18L4, Nr. 26, —
Porträt. In der oben bezeichneten Nummer
deS «H2 oi82äx tllkie" seine Lithographie
uon Marasto ni.?
III. Wappen. In Roth ein auf grĂĽnem Drei.
HĂĽgel gegen die Rechte auf einem schwarz
gezäumten, roth gesattelten weißen Pferde
galoppirender geharnischer Ritter mit offenem
Visir und rothem Helmbusch, welcher in der
Rechten ein Schwert streitfertig hält und
oben rechts von einem die Sichel auswärts
kehrenden silbernen Halbmond, linls uon
einem sechseckigen goldenen Stern begleitet
ist. Auf dem Schilde ruht die Grafenlrone,
auf welchem ein gekrönter Helm sich erhebt.
Die Krone des HelmS trägt drei Rosen mit
blättrigen Stiele», von denen die mittlere die
beiden anderen ĂĽberragt. Schi ldhal ter :
Zwei auswärtssehende goldene Löwen,
Reviczkl), Anton von (gelehrter I e»
suit, geb. zu Ujhs ly im Semliner
Comitate 12. Jänner 4723, gest. zu
Ofen im December 178l). Ein Sohn
deS Johann Franz von R. aus dessen
Ehe mit Anna Mar ia vonBartho»
dei'szky. Trat im Alter uon 13 Jahren
in den Orden der Gesellschaft Jesu, in
welchem er die philosophische und theo»
ogische DoctorwĂĽrde erlangte, und dann
durch vier Jahre zu Tyrnau sämmtliche
Abtheilungen der Philosophie und durck
ein Jahr Welt- und Kirchengeschichte
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Volume 25
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Rasner-Rhederer
- Volume
- 25
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 446
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon