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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Volume 25
Page - 404 -
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Page - 404 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Volume 25

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Neyer 404 Neynier als Leiter vor. Zugleich bekleidete er die Stelle eines Bankcensors. Er starb !m August 1831 zu Deutz bei Löln auf der Reise nach Lon> don. Ueber seinen Sohn Franz Thaddäus siehe weiter unten s.Nr. 3^ — 2. FranzX 's Bruder Ka«l Ferdinand (geb. zu Trieft im Jahre 1800, gest. ebenda 23. October 18?2) hat sich zugleich mit seinen beiden an< deren Brüdern an dem Geschäfte des Vaters betheiligt, so lange Franz Xaver lebte, dieselben meistens im Auslande besorgt. Nach dessen Tode trat er als Afsocis deö Vaters in Trieft ein. In Anerkennung seines patrio» tischen Verhallens, welches er bei allen Gelegenheilen, die sich darboten, bethätigte, wurde er zugleich mit seinem jüngsten Bruder Constantin im Jahre 1829 in den Frei» Herrnstand erhoben. — 3. Dieser Neiden Neffe Franz Thaddäus Freiherr v. Reyer (geb, zu Trieft 24. October l824), der einzige Sohn des Franz Xaver u. R., trat, nachdem er in Wien eine sorgfältige Ausbildung erlangt, im Jahre l846 als Actuar des österreichischen Generalkonsulates in Leipzig in den laiserl. Staatsdienst. Im Jahre 184? wurde er zum Gesandtschafts'Eommie in Dresden ernannt, und hat daselbst während des Mai>Aufstan> des 18« Proben von Muth und Umsicht gegeben. Später versah er bei den Gesandt- schaften zu Verlin, Hannover und London bis «83! die Geschäfte eines Legationssecretärs, wurde im Jahre 188t Honorar'Legations' Secretär, welche Stelle er in Anbetracht der finanziellen Lage des , Staates durch acht Jahre unentgeltlich versah. I m Jahre 1832 wurde er als Geschäftsträger zu Frankfurt a. M. und Nassau, im Jahre <853 in gleicher Eigenschaft zu Kopenhagen verwendet. Im Herbste lsää kam er nach Constantinopel, wo ihm der kaiserliche Internuntius den Vorsitz und die Leitung der daselbst befind, lichen Schule und zugleich die Reorganisation dieses für Oesterreichs Interessen im Orient so wichtigen Institutes übertrug, deren Fonds er mit einer bedeutenden Summe bereicherte. Zugleich unternahm er ausgedehnte Reisen nach Egypten, Palästina, Syrien, und mit den daselbst erzielten wissenschaftlichen Samm» lungen bereicherte er dcn historischen Verein von Kärnlhen, der Heimat seines Vaters, deren Lanbstand er ist und in welchem er die Güter Toggenbrunn und St. Georgen am Sandbof besitzt. I n Rücksicht der Ver< dienste seines Vaters, seiner Oheime und seiner eigenen wurde « mit Diplom 66». 28. November 1859 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben. Wappen der Freiherren von Ntytr. Ein von Rolh und Blau quergetheilter Schild. Im oberen rothen Felde ein auf der Thei, lungslinie einherschreitender rechtsgelehrter na» türlicher Reiher. Im unteren blauen Felde ein dreimastiges Kauffahrteischiff mit rothen Wimpeln und einer weihen, mit einem rothen Kreuze durchzogenen Flagge, mit vol> len Segeln auf offener See steuernd. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher zwei gekrönte Turnierhelme sich erhe» ben. Jede der beiden Helmtconen trä>;t einen offenen schwarzen Adlerflug, welchem auf jener zur Rechten ein natürlicher Reiher, ein> wärt« gewandt, und auf jener zur Linken ein goldener Stern eingestellt ist. Helm« decken. Jene des rechten Helms sind roth, »jene des linken blau, allseits mit Silber unterlegt, RelMer, Emil (Maler. geb. zu Nieder»Ingelheim in Rhein-Heffen -li. December 1837). Sein Vater war Kaufmann. Emi l sollte sich nach been- detem Gymnasium an der Darmstädter Gewerbeschule einem technischen Fache widmen, ging jedoch daselbst unter der Leitung von Luka S und des Gallerie^Di» rectoiS Seeger zur Malere! über. Er be» suchte die Kunstschule in Karlsruhe, sowie die Akademie zu München, woselbst er mit seinem Bilde »Aiickkelir dr« unlurenen Sahne«' auftrat (daselbst imPriuatbesitze). Hierauf folgten eine „Zrenl nuZ bcm tmyenzcheii-Gl' birge". Landschaft mit Figuren, ausgestellt im Münchner Kunstverein, angetauft von dem Kunsthändler Del Vecchio in Leipzig, und eine „Mzsenbe Nlagdalenn", welches Bild (»/^ Zebensgröße) die Kritik besonders günstig aufnahm und das sich nun in München im Privatbesihe besin» det. Von mehreren anderen Bildern auS dieser Zeit, Landschaften mit Figuren, Architectuistücke mit Landschaft u. s. w., ging daS Bild: „Nm Nrnnnen" in den Besitz deS Dr. Alex. Du Mont in Mainz über. I m Jahre 1868 übersiedelt»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Volume 25
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rasner-Rhederer
Volume
25
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1868
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
446
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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