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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 148 -
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Page - 148 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nieser 148 Nieser hervorragende Stelle ein. Er ist der gegen, wärtige Chef des Hauses. Herr auf Woykau und Blahotitz im Bercnmer Kreise in Böhmen, k. k. Kämmerer, Ehrenrittec des Iohanniter« Ordens, Landtags«Abgeordneter und in der Session i86i u, f. Mitglied des Abgeordne tenhauscs des österreichischen Neichsrathes Aus seiner Ehe mit Auguste von Lukasich bat er vier Töchter; — sein Bruder Anton war Ossicier im 2. Uhlanen-Regimente, trat aber später aus der Armee und ist gegen» wärtig Gutsbesitzer in Ungarn; — der dritte, Adolph, war im Jahre <869 Rittmeister in der kais. Armee. Alles Ucbrige ist aus der Stammtafel ersichtlich. Wappen. I n Blau drei silberne Muscheln — 2 über l. Auf dem Schilde ruht die Frei- herrnkrone, auf welcher sich drei. gekrönte Turnierbelme erheben. Aus der Krone des mittleren Helms wächst ein römischer Kriegs« mann mit golden geschupptem Bruftharnisch, weißen kurzen faltigen Aermeln, rothem kur- zen Unterkleide, an der linken Hüfte an blauem GeHange ein kurzes Schwert mit goldenem Gefäße, auf dem Haupte einen Stahlhelm mit rother Feder, in der Rechten eine Lanze mit rothem Schaft, goldener Spitze und ebensolcher rechtsabhängender Quaste; am linken Arme trägt er einen stäh» lernen, mit Gold schmal eingefaßten Nabeb schild. Auf der Krone dcs rechten Helms erheben sich zwei offene, mit den Sachsen gegeneinander gekehrte blaue Adlerfiügel, beide mit den drei silbernen Muscheln, wie im Wappenschilde, belegt. Auf der Krone des linken Helms steht ein grüner Palmbaum, dessen Gipfel mit einem rothen Steine be> laden ist. sDalmbaum und Römer sind die Bilder des Niese'schen, die Muscheln jene des Stallburg'schcn Wappens,^ DicHel M' decken sind bei sämmtlichen Helmen blau, mit Silber unterlegt. Rieser, Michael (Maler, geb. zu Schlittens in Tirol 6. September 1828). Von seinem Vater, einem armen Schulleh.rer, erhielt R. die erste Erziehung, dann besuchte er die Schule in dem be« nachbarten Benedictinerstifte Fiecht und zuletzt die Hauptschule in Schwaz. Da zu weiterem Schulbesuche die Mittel fehlten, sollte R. die Handlung erlernen, und kam zu diesem Zwecke, nachdem er 13 Jahre alt war, zu seinem Onkel Johann Rieser, der als Handelsmann in Danzig lebte. Es stand dem jungen Manne, wenn er fich in diesen Beruf gefunden hätte, eine glückliche Zukunft bevor, aber Hang und Liebe zur Kunst überwogen die Aussicht auf materielle Vortheile, und so besuchte denn R. statt des Kaufmanns'Comptoirs die Danzig er Kunstschule und betrat dann,, nachdem ihm sein Onkel für ein Jahr Unter« stützung zugesagt, die eben nicht immer rosige Laufbahn des Künstlers. Im Alter von 20 Jahren begab er sich nach Mün- chen, wo er in den Jahren 1848 bis 1830 an der dortigen Akademie der bildenden Künste arbeitete. Indessen ge> wann ihm sein Talent mehrere kunst» sinnige Freunde, durch deren weckthatige Beihilfe es ihm ermöglicht ward. seine Studien an der Wiener Kunstakademie, wohin er sich im Jahre 1882 begab, fortzusetzen. Dort trat er in die Fach» schule des Directors Christian von Ru» ben und kam bald in die Lage, durch einige Arbeiten, die er verkaufte und ihm auch ein Stipendium eintrugen, sich eine selbstständigere Stellung zu verschaffen. Neun Jahre arbeitete R. an der Akade« mie in Wien und vollendete in dieser Zeit, da er sich fast ausschließlich der religiösen Historienmalerei widmete, viele Altarbilder für mehrere Kirchen in der Monarchie, von denen insbesondere zu erwähnen sind: eine „HeiligeFamilie", im Besitze Sr. kais. Hoheit des Erzherzogs Franz Kar l , vier Altarbilder für den regierenden Fürsten Alois Liechien« stein, und ein großes Altarbild, dar» stellend „Nie Gnnte Christi am Zllrbau", für die Kirche zu Kladrub. I n Folge dieses letzteren Bildes erhielt er auch im Jahre 1861 ein kaiserliches Reiseflipendium, das ihn in die Lage versetzte, Italien,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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