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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Page - 242 -
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Page - 242 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Volume 26

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Nosler 242 Nosler druckt. Andere Arbeiten seiner Feder befanden sich zur Zeit seines Ablebens in den Händen seiner Freunde. Schon im Jahre 4797 ist R. von der oberlausitzi schen Gesellschaft der Wissenschaften in Görlitz, im Jahre 1810 von der k. böh mischen patriotisch-ökonomischen Gesell schaft zum Mitgttede ernannt worden I n seiner Stellung als Staatsbeamter musterhaft, ist R. in Anbetracht seiner tüchtigen volkswirthschaftlichen Kennt niffe und Erfahrungen wiederholt nach Wien zu wichtigen Commissionen in Commerzangelegenheiten berufen worden Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien, 4°.) Jahrg. 1818, S. 473. — Annalen der Literatur und Kunst des In» und Auslandes (Wien, Doll, so.) Jahrg. 1810. Bd. II, S. 108. — NeueAnnalen der Literatur des österreichischen Kaiserstaates (Wien, Doll, 4«.) I I . Jahrg. (1808). Bd. 1, Intelligenzbl. Juni, Sp. 239. — Oesterreichs Pan th eon. Gallerie alles Guten und Nützlichen im Vaterlande (Wien 1831. M. Chr. Adolph, 8«.) Bd. IV, S. 109.— Oesterreichische National<Encyklopädie von Grösser und Czikann (Wien 1836. Bcck. b».)Bd. IV, S. 4U1. Röster, Joseph (Tonsetzer, geb. zu Schemnitz in Ungarn imI. i7?3, n. A. 4774, gest. zu Prag am 28., n. A. am 29. Jänner 1812). Er erscheint auch hie und da, so z.B. bei Dlabacz, mit einem doppelten s, Rößler, geschrieben, was unrichtig ist; auch geben Einige Prag in Böhmen statt Schemnitz in Ungarn als seinen Geburtsort an, jedoch ist er von dem berühmten Franz Anton Roß- ler, der unter dem Namen Rosett i so berühmt geworden und dessen Lobens- skizze auf S. 230 mitgetheilt ist, wohl zu unterscheiden. Joseph R. war Beam< tenssohn, sein Vater war k. k. Bergrath und später Gubernialrath in Prag. und der Sohn erhielt von seinem in der Musik kundigen Vater den ersten, doch gan; unzulänglichen Unterricht in derselben. Dabei besuchte er die Gymnasialclafsen und beendete die philosophischen Studien in Prag, fand aber bei seiner vorherr- schenden Neigung zur Musik keine Freude am Sludiren. Auf das hin gab er es gegen den elterlichen Willen auf und widmete sich ohne Unterstützung ganz der Musik, und da ihm die Mittel, den Unterricht eines Meisters zu genießen, fehlten, studirte er steißig Schriften und Partituren großer Meister, so daß er sich ganz als Autodidakt fortbildete. Zugleich übte er fortwährend daS Clavierspiel. worin er sich ebenso durch Fertigkeit wie Anmuth im Vortrage auszeichnete. Im Jahre 1793 wurde er Claviermeister, nach Anderen Orchesterdirector bei Guarda« so n i's Operngesellschaft in Prag, welche Stelle er aber nach ein paar Jahren wegen Unzufriedenheit mit den dortigen Verhältnissen wieder aufgab. Er nahm nun einen Ruf an das Wiener Hof» Operntheater an, das unter Peter Frei- Herrn von Braun's Direction stand und an welchem er durch zehn Jahre als Capellmeister thätig war, worauf ihn der große Musikfreund, der kais. Feld- marschall Joseph Fürst 3 obkowi tz ^Bd. XV, S. 347^ alö Director seiner Hauscapelle in seine Dienste nahm. Sein gehaltvolles Spiel und seine gefälligen Composltionen erwarben ihm den Bei« fall und die volle Neigung dieses in Wiens Musikgeschichte oft genannten Macens. Im Hause des Fürsten hatte R. vollauf Gelegenheit, durch sein unge< wohnliches Musiktalent, den Beifall der Kenner und Meister in seiner Kunst ein» zuernten. Aber schon im Jahre 1810 erkrankte R. auf einer Reise, die er mit seinem Gönner dem Fürsten nach Raudnitz in Böhmen gemacht. Kaum
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Volume 26
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Rhedey-Rosenauer
Volume
26
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1874
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
436
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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