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hätte, immer noch daran gebesser
Alg Architekt bewährte er einen große
und edlen Geschmack als Künstler, de
sich ein gründliches Studium der alte
Muster der Baukunst angeeignet hatte
Auch in der militärischen Architectur le
stete er Vorzügliches, und wie tüchti
gebildet er darin wnr, beweist ein vo'
seinen Schülern nach seinen Entwürfen
und unter seiner unmittelbaren Leitun
aus Ziegeln und Thonerde ausgeführtes
Fortificalionsmodell, das sich lange Zei
in der kaiserlichen Reitschule auf den
Prager Schlosse befand und uielleich
noch dort befindet. Die Generalität und
Jeder, der sich ans dergleichen verstand
zollte dem Werke Anerkennung, und der
Churfürst Xaver uon Sachsen, als er
dasselbe besehen, zeichnete S. mit einer
goldenen Medaille aus. Auf architektoni
schem Gebiete war S. auch schriftstellerisch
thätig. Es sind von ihm' ein Werk über
bürgerliche Baukunst, für seine Zeit eine
ausgezeichnete Arbeit, eine Abhandlung
über Feldschanzen, ein Gespräch über das
Pulver und eine größere, auf seine Unter
suchung deö MoldaufiuffeS begründete
Arbeit: über die Räumung der Flüsse,
u. m< a. vorhanden. Groß ist die Zahl
seiner Schüler, unter denen viele dem
Namen ihres Meisters Ehre machen,'
unter jenen, die die militärische Laufbahn
ergriffen haben, seien beispielsweise ge>
nannt die Brüder Kar l und Wenzel
Freiherr« von Cal lot M . I I , S.24t),
General Schröder, Pawlowsky,
nach dessen Plänen und unter dessen Lei»
tung die Festung Königgrätz erbaut
würde, und der preußische General Re-
bentisch. Unter den dem Eiuilstande
angehörenden seien genannt: Karl Io>
seph von Bienenberg j^ s. d. Bd. I,
S. 363^, Herget, der iym im Lehr-
amte folgte, Johann und Joseph Sech. ter, Blludireetor Eber t , Joachim
Miöl iw eczek, ein Bruder des berühm.
ten Tonkünstlers, Michael Iahn und
noch viele Andere, und mehrere Ordens-
geistliche, deren Arbeiten weniger der
Oeffentlichkeit bekannt geworden. S. er-
reichte das hohe Alter von 81 Jahren.
Er war zweimal verheiralhet. Seine
erste Gattin war eine verwitwete Cal>
lot, deren Gemal von dem berühmten
Maler Jacob Cal lot abstammte und
in ihrer ersten Ehe zwei Söhne, die oben
erwähnten Kar l und WenzelCallot,
hatte. Aus seiner zweiten Ehe entstamm»
ten zwei Söhne, der ältere, Johann,
starb als Hauptmann eines croatischen
Regiments vor dem Vater, der zweite
diente in der kaiserlichen Artillerie. Nä»
heres über die Familie Schor bringen
die Quellen.
Tirolischeö Küustler<Lerikon u, s. w,
(Innsbruck 1830. Felic. Rauch, 8».) S. 229
Duit mehreren Unrichtigkeiten^. — Dia»
bacz (Gottfried Johann), Allgemeines htsto»
risches Künstler'Le.rikon für Böhmen und zum
Theil« auch für Mähren und Schlesien (Prag
1818, i«.) Bd. I I I , Sp. 24. — Fü ßli. All-
gememeö Künstler-Lexikon, S. 398 u. 28s. —
Die Künstler all« Zeiten und Völker. Be.
gönnen nun Prof. Fr, Müller, fortges. uon
vr. Karl Klunzingei (Stuttgart I86N, Et»
ner u. Seubcrt. gr. 8».) Bd. I I I , S. 483. —
Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines
Ki'mstl°r.2«ikon (München «41, E. A. Fleisch,
mann, 8»,) Bd XV, S. 5Uä ^auch mit nieh»
rmn Unrichtigkeiten, die dem „Tirolischen
Künstl«'Lcxiko»" entnommen sind^, — Ieli>
nek (Carl Dr.), Das ständisch-polytechnische
Institut zu Prag (Prag 18W, 8») S. t83.
— Meyer (I.), Das große Conuersations<
Lexikon für die gebildete« Stände (Hildburg«
hausen, Bibliographisches Institut, gr. 8°.)
ZweiteÄbthlg. Bd. VII, S, «238», 1239. —
Oesterreichische National» Encyklo»
pädie von Gräffer und Czitann (Wien
1826, 8».) Bd. IV, S, 588. — Porträt. Un>
teischristi s^. I'siainancl 8okar. Zwischen dem
Tauf- und Familiennamen ist das Wappen
der Schor eingestellt. .7. Hui«» ^akn xin-
xit, ValLior 5°. I'lu.gn.o (8»,) <Mch in den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon