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ricktigere Anschauung des kenntnißreichen
Gelehrten trübte, der er trotz Allem war
und blieb, dürfte kaum in Abrede zu
stellen sein, verschlägt aber auch gar
nichts bei der Beurtheilung des Ge>
sammtwerthes seiner Schriften". S.'s
Thätigkeit als Gärtner und Gelehrter
fand verdiente Anerkennung von verschie»
denen Seiten. Die kais. Akademie der
Wissenschaften ernannte ihn bereits 1848
zu ihrem correspondirenden Mitgliede,
ebenso 1887 die Zeopoldinisch'Karoli-
nifche Akademie der Naturforscher mit
dem Beinamen Vs ioso ; andere Di>
plome schickten ihm noch verschiedene
gelehrte Vereine des In» und Auslandes
und die Universität Jena 1883 das
Ghiendiplom eines Doctors der Philo»
fophie zu; nach dem „Fiemden-Blatte"
(1865, Nr. 67) Hütte er ein Gleiches von
Seite der Wiener Hochschule besessen.
Von Sr. Majestät wurde er im Jahre
1836 mit dem Ritterkreuze des Franz
Ioseph-Ordens und im Jahre 1889 mit
der großen goldenen Medaille für Kunst
und Wissenschaft, uon Kaiser Max in
Mexiko mit dem Guadelupe>Orden aus>
gezeichnet, von welch Fehlerem die reichen
Sammlungen des Gelehrten erworben
wurden. Aber die bisher beschriebene
glänzende Seite der Medaille hatte auch
ihre trübere Kehrseite. Schon in seiner
Jugend war S. von seinem Vater, einem
ungebildeten, wenngleich kenntnißreichen
Gärtner nicht mit weiser Strenge, son>
dem mit ungerechtfertigter Härte behan>
delt worden, dann aber entging S. als
Mann der Wissenschaft, der seinen eigenen
Weg ging und im Bewußtsein seiner
Tüchtigkeit, die ihn doch nie unbescheiden
sein ließ, weder zu scherwenzeln noch zu
katzenbuckeln verstand, auch nicht dem
traurigenLoose aller selbstständigen Man-
ner, Mißgunst und Neid dort zu erwecken, wo Verkleinerung fkemden Verdienstes
den eigenen Mangel an Talent oder
Productionskraft zu decken sucht. Und
daher schrieb sich die schroffe, ungeberdige
Weise des Mannes, die er gegen Jene
zur Schau trug, die ihm fremd waren.
Almanach der kaiserlichen Akademie der Wis>
stnschaften (Wien, 8«,) Fünfzehnter Jahrg.
(l863), S, 2l?.- „Heinrich W. Schott", von
E. Fenzl. — V »Henna (Prager polit, u.
belletr, Blatt, 4».) 1863, Nr. «8, S 096. -
d'Eluert (Christian), Zur Cultur.Geschichte
Mährens und Oesterreichisch,Schlesien«. 2,Thl,
(l8, Band der Schriften der histor,>stalist,
Sertion der k, k. mahr.-schlcs, Gesellschaft zur
Beförderung des Ackerbaues u. s. w.) (Nrünn
!8«8, ar.8°,) S, 303 sMrrHeinr i ch Schott
den Vate^. — (Fra uenfeld) Bericht über
die österreichische Literatur der Zoologie,
Botanik und Paläontologie aus den Jahren
l83<1, 183l, 1832, <8lll! (Wien 183», 8°.)
S. ilN, i l l , 1N4, l>82, 188, ig l . — FreM'
den »Blatt, Von Gust, Heine (Wien, 4°.)
i863, Nr, ü7- Nekrolog. — Hoff inger ( I ,
Ritter u), Ocsten'eichische Chrcnhalle (Wien
1867, Anton Schweiger, gr, 8».) I I I . 18«s,
S. 3<1 s^Separatabdruck auü dem Oesterreich.
Volk«» und Wirthschafte.Kalender f, 1867), —
Kanitz (Aug,), Geschichte der Botanik in Un>
gärn (Skizze») (Hannouer l8<>3, i2»,) S. !i?,
— Derselbe, Versuch einer Geschichte der
ungarischen Botanik. AuS dem 33, Bande der
kinun,L» uesonderg abgedruckt (Halle <86»,
Gebauer'Achwetschke, «".) S. 22«, Nr. ZlS.
— Meyeu ( I . ) , Das große Conuersations»
Luikon für die gebildeten Stände (Hildburg,
hausen, Bibliograph, Institut, gr. 8«.) Zweite
Abthlg. Vd,VI I , S, 12«U, Nr. 9.— Neue
freie Presse (Wiener polit. Nlntt) 8. März
18L3, Beilage zu Nr. i88. — Vaterlän»
dische Blät ter für den österreichischen Kai»
serstaat (Wien, 4°,) Jahrg. !8l8—1820, ent>
halten seine ausführlichen Reiseberichte, —
Verhandlung en dci zoologisch'blltanischen
Vereins in Wien (Wien. 8«) Nd V (i83ö),
Abhandlungen S. 47 u, 8«, in August Neil>
reich's „Geschichte der Botanik in Nieder»
österreich"; — dieselben, No. V I I (i837).
S, N l - „Heinrich Schott'6 biographilcho
Skizze", von Theodor Kotschy. — Wiener
Zeitung 1883, Nr. 63, S, 849- „Heinrich
Schott". — Nach Zarncle's „Literarischem
Centralblatt" 48Ü3. Sp, 334, wäre Schott
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Volume 31
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Schnabel-Schrötter
- Volume
- 31
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1876
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 402
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon