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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 258 -
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Page - 258 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schramm 288 Schramm Dresden dort die ganze Familie des Prinzen, nachmaligen Königö I ohann und die als dramatische Dichterin be kannte Prinzessin Amalie gemalt; in Weimar den Großhcrzog Kar l Fried rich, welches Bild von dem Hof-Kupfer siecher Schwetdtgeburth in Kupfer gestochen wurde; im Jahre 1844 den König der Niederlande in Gouache, wo für ihn der König mit einem Orden aus zeichnete, und dann viele Prinzen und Prinzessinm. Mitglieder des h. Adels und sonst bedeutende Persönlichkeiten Zu seinem eigenen Vergnügen hatte er sich ein Album von Zeitgenossen angelegt, in welchem die Berühmtheiten seiner Zeit von ihm mit Bleistift ausgeführt waren. Da seine Geschicklichkeit im Treffen eine sehr große war, so besitzt dieses Album, worin sich u. A. die Bildnisse von An» dersen, Cornelius, Jacob Grimm, Gutzkow, Mendelssohn, Metter- nich, Ritter, Rückert, Schelling, Thorwaldsen, u. A. befinden, einen ebenso bedeutenden historischen als künst- krischen Werth. Aber nicht blos Bild- nisse, sondern nuch andere Bilder soll S. mit ungemein großer Zartheit auS« geführt haben. Zu dm Koryphäen der Kunst und Literatur, welche zu seiner Zeit am Weimarer Hofe lebten, wie z. B, zu L isz t , Fr e i l i g ra th . Fürst Pückler-MuSkau, Thoiwaldsen u.A., soll S. in freundschaftlichen Be- Ziehungen gestanden sein. Franll (L. A, Di'.), Sonütagsblätler (Wien. «°.) I.Iahr«, (t«42), S, L77. unter „Bun- teS"; S. 7l>2: „Noch kein Nekiolon". - Fremden. Blatt. Von Gustau Heine (Wien, 4°.) 186V, Nr, ?4. — Zellner'« Blätter für Musik, Theater«, s, w. (Wien, kl, Fol.) <86ä. S. 84. — Meyer (I,), Da« große Conuerfations.LexiküN für die gebil. deten Stände (Hildburghauftn, Bibliogr. In< stiiut, gi. 8».) Zweite Abth. Bd. VII, S. 1304, Nr. 4. - Die Künstlet aller Zeiten und, Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller fortgesetzt vonDr.KllrlKlunzinael (Stutt. gart, Ebner u. Seubert, gi. 8».) No. III S. 488. — Naaler (G. K. vr.), Neue« allgemeines Künstler>Lexikon (München l«83 E. A, Fleischmann, 8«) Vd. XVI, S. 6. Schramm, Stephan (Tonsetzer, geb. zu St. Michael im salzburgifchm Lungau 26. December 1821, gest. zu Cork in Irland 11. November 1874). Die erste Unterweisung in der Musik er» hielt S. durch den Lehrer Ellmau» thaler, einen noch in Thalgau leben» den Musicus. Im Uebrigen blieb er Autodidakt, nahm Lehr. und Musikwerke zur Hand, bis er von Vlltsr Peter Sin» ger, dem berühmten Orgelspieler-Monch in Salzburg, Unterricht im Generalbasse erhielt, den er in treuer, pietätvoller Erinnerung als Ausdruck seines Dankes und der Verehrung während der Anwe» fenheit feiner Capelle in Salzburg im Juni 1867 im Hoftaume deö Klosters mit einem Ständchen überraschte. Dieselbe Ovation brachte er Mozart vor seinem Denkmale. Mit 20 Jahren zum Militär abgestellt, trat er in daS salzburgische 39. Infllnterie>Negiment, damals Groß« herzog von Baden, als Hautboist und rückte zum RegimentS-Tambour, dann zum Vicecapellmeister uor. Nach zehn» jähriger Dienstzeit in Tirol und Ita> lien kam er im November 1881 als Kapellmeister zum zweiten Bataillon des Tiroler Iägei>Reg!mmtS, im Mai 1884 aber in gleicher Eigenschaft in das Z. Huszaren'Regiment Graf Radetzky. Dort richtete er sein Augenmerk auf die Pflege classischer Musil und auf die Her- anbildung junger Soldaten, welche Ta- lent für die Musik zeigten. Es gelang hm, Mozart , Haydn.Beethoven. Mendelssohn, Schubert, Cho- Pin u. s. w. in der Reitercapelle und dem Regimente einzubürgern, wie es
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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