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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 286 -
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Page - 286 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schreibers 286 Schreibers Arbeiten sind noch anzuführen: in den tli6 I^innean 8a- ok^onäon, im 6. Bande (1801): ", worin S. mehrere durch Schönheit und besondere Form ausgezeichnete Insecten Neuhollands be> schreibt; — in den schon erwähnten Gil- bert'schen „Annalen": „Ueber den Harn der Eidechsen und die vermeintliche Harn» blast der Amphibien" (1808. 1809 u. 1813); Reptilien bildeten einen Haupt» gegenstand von S.'s Beobachtungen, fast alle inländischen, aber auch viele auslan- dische Arten im Freien und in Gefangen» schaft unterzog er seinem sorgfältigen Studium, weßhalb ihm die Wissenschaft auch manches Neue und Zutreffende über die heimischen Natrachier, besonders über Fortpflanzung und Metamorphose der Salamander, über den Farbenwechsel des Chamäleons u. dgl. m., verdankt. Von seinen übrigen Beobachtungen über Thiere und thierisches Leben sind zu nen» nen: seine Monographie über die öster» reichischm Spinnen, welche er in Oester» reich der Erste gesammelt, beobachiet und wissenschaftlich bearbeitet hat, dann über die Gattung VuM-estis und die Beschrei« bung nebst Abbildung mehrerer neuen ColobriS. Keine neue Erscheinung auf naturwissenschaftlichem Gebiele blieb von ihm unbeachtet; kaum waren z. B. The» nard's und Gay Lussac's gelungene Metallisirungen der Alkalien in Wien bekannt geworden, sofort machte S. die- sen Versuch und mit vollem Erfolge; er wcir der Erste in Wien, derZamboni's trockene galvimische Säule zur Bewegung eines Pendels und Uhrwerkes iu Anwen- düng brachte und darüber in Gi lbe rt'S „Annalen" (I.V, 1817) mittheilte; auch daS katadioptrische Mikroskop des Pro. fefforö Amici erweckte seine Aufmerk. samkeit. und er berichtete darüber, wie über den beobachteten Kreislauf deS Saf. tes in einigen Pflanzen, in den schon erwähnten Gi l bert'schen „Annalen" (I.XVI, 1820) und in den „Wiener Jahrbüchern der Literatur" (1819). Es ist ein volles, der Wissenschaft ganz hin» gegebenes Leben, daS sich uns in S. dar» stellt. Schreibers kann als der eigent. liche Gründer der heutigen kaiserlichen Museen angesehen werden, denn waö er im Jahre l806 bei Antritt seines AmteS vorfand, waren lückenhafte, in keiner Weise den an dieselben gestellten Anforderungen entsprechend aufgestellte, wenngleich durch ihren werthuollen In- halt kostbare Sammlungen. Den geist!» gen Hauch, das wissenschaftliche Leben, daS ihnen erst den wahren Werth ve» leiht, verdanken sie ihm. Schreibers, war eine anregende und das, was er als gut und fördernd erkannte, mächtig be» uorwortende wissenschaftliche Capacität. Außer seinem hervorragenden Antheile am Inslebentreten der brasilianischen Erpedition war er es, der die mineralogi» schen Vortrage M o h s' veranlaßte, der die Annalen des Wiener Museums gründete, deren ephemere Dauer leider zu beklagen und der manche» neuen Kämpen der W!s> senschaft, die er selbst liebte, gewann. Groß ist die Menge der gelehrten Vereine und Akademien, welche S, den ihrigm nann» ten, eS seien davon nur genannt: die kön. Akademie der Wissenschaften zu München, die kön. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, die kaiserliche Gesellschaft der Naturforscher zu Moskau, die Akademie der Wissenschaften zu Philadelphia und wohl noch 30 bis 40 andere, deren Titel wir auö der „Oesterreichischen National» Encyklopädie" (Bd. IV, S. 893) erfcch- ren können. (Marschall, N, Fr, Gr,) Nekrolog des k, k.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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