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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31
Page - 288 -
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Page - 288 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Volume 31

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Schreiner 388 Schreiner damals Primas von Ungarn, die niede» ren Weihen. Indessen hatten die KriegS> ereignisse störend in des Jünglings Le» bensplan eingegriffen, da die Seminarien in Tyniau und Preßburg in Militärspi. täler umgewandelt worden waren, wo» durch eine Unterbrechung der Studien eintrat. Als er dann dieselben im Winter» semester 1809/10 fortsetzte, geschah eö zuletzt im St. Stephcm-Seminar zu Ty» nau, wo er seine Studien mit so ausge» zeichnetem Erfolge machte, daß er unter jene Zöglinge eingereiht wurde, welche die theologischen Studien im Pazmaneum in Wien fortseien sollten. Schreiner selbst aber zog es vor, im deutschen Theile Oesterreichs seine theologische Lauf« bahn zu vecfo-lgen und bat um Aufnahme in das erzbischöfliche Seminar zu St. Stephan, in welchem er das erste Jahr der Theologie an der Wiener Hochschule hörte. Aber schon im zweiten Jahre gab er das theologische Studium auf und begann 1811/13 jenes der Staats» und Rechtswissenschaften. Diesem lag er mit solcher Vorliebe und mir so großem Vifer ob, daß er sich die besondere Theilnahme seiner Lehrer Zizius und Wateroth erwarb und diese ihn aufforderten, sich dem Lehramte zuzuwenden, wozu sie ihm noch besonders dadurch behilflich waren, daß sie ihn nach beendeten Studien zum Supplenten der politischen Wissenschaften an der Theresianischen Ritterakademie und an der Hochschule wählten. Indessen nahm er die Stelle eines Erziehers im Hause des Generals der Kavallerie und Obersthofmeisters des Erzherzogs Karl , des Grafen Grünne, an, in welcher Stellung er bis zu seiner Berufung an das Lyceum zu Olmütz verblieb. I n der Zwischenzeit versah er auch vom 1. Juni 1817 an wegen Beurlaubung deS Pro. fessors Zizius als supplirenber Profes. sor dessen Lehrkanzel' und übte alle mit einer ordentlichen Professur verbundenen Functionen aus bis zu seiner am 29. De» cember 1818 erfolgten Ernennung zum Professor der politischen Wissenschaften, der österreichisch.poliüfthen Verwaltungg. künde, der Statistik der österreichischen Staaten und des österreichischen Staats» rechtes am k. k. Lyceum zu Olmütz. S. hatte diese Lehrkanzel erhalten, ungeach- tet er das dazu gesetzlich vorgeschriebene Doctorat der Rechte nicht besaß, welches er erst am 4. August 1824 erlangte. An. fangs April 1819 trat er sein Lehramt in Olmütz an. Im November 1822 über» trug ihm der damalige Gouverneur von Mahren, Anton Graf M i trrowsky, auch noch die Zeitung der Qlmscher Ly< ceal»Bibliothek, welche er durch zwei Jahre besorgte, und im Jahre 1824 wurde S. zum Rector des Lyceums er. wählt. Mit ah. Entschließung vom 19. Juli 1824 erfolgte seine Grnennmig zum off. ord. Professor der in Olmütz vorgetragenen Fächer an der k. k. Karl Franzens'Nmverfität in Grah, welche er bis kurze Zeit vor seinem im Alter von 79 Jahren erfolgten Tude bekleidete, in- dem es ihm noch vergönnt war, ein Jahr vor seinem Ableben, im Jahre 1871, sein 80jähriges Jubiläum als Professor zu feiern, aus welchem Anlasse ihm die Stadt Orcch das Ehrenbürgerrecht ver» lieh. Neben seiner lehramtlichen Thätig» keit übte S. die schriftstellerische auö, von welcher weiter unten die Rede sein soll, machte sich aber sonst noch in mannig» facher Weise seiuen Mitbürgern und dem Gemeinwesen, in welchem er lebte, nütz» lich. So berief ihn schon im Jahre 1832 der Gouverneur von. Steiermark als Mitglied in die damals zusammengestellte Provinzial'Commerz>Eommission. wie er ihn in den Jahren 1826—1834 mit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Volume 31
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Schnabel-Schrötter
Volume
31
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1876
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
402
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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