Page - 201 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Volume 38
Image of the Page - 201 -
Text of the Page - 201 -
8tembera 20t Steniber
Mitte liegen. I n seinem Nachlasse besän»
den sich zahlreiche Compofitionen, zumeist
von Liedern und Gesängen zu selbstver»
faßten Texten, wovon auch bald nach
seinem Tode „Drei Lieder" bei Glöggl
in Wien herauskamen; ferner sechs zum
Drucke bereitete Bände, theils poetischen,
theils prosaischen InhaltS. wovon ein
zweiter Band zum „Leben deS Volkes"
demnackst nachfolgen sollte, aber, wie es
scheint, glücklicher Weise nicht erschie«
nen ist.
Neue freie Presse i868. Nr. l325. —
O esterreich ische Gartenlaube (Gratz.
40.) 1868. Beilage zu Nr. 47, — Fremden-
Blat t . Von Gust. Heine (Wien, 4<>.) 1868,
Nr. 263. 270 und 332. — Blät ter für
literarische Unterhaltung (Leipzig, Brockhaus,
4".) 1869. Nr. 3U. S. 567. hielt. Im Jahre 1848 hatte er die medi-
cinische Doctorwürde erlangt. Er hat
für verschiedene oechische Zeitschriften,
darunter vornehmlich für die „lOet^",
d. i. Blüthen, kleinere Aufsätze geschrie«
ben. Selbständig hat er herausgegeben:
a. Mathias Dosromir söechi«
scher Schri f tstel ler, geb. zu Km et-
ii.ove8 (Bauerndorf) zwischen Raudnitz
und Schlan. 31. December 1806). Den
ersten Unterricht erhielt er in der Orts»
schule, dann kam er nach Prag, wo er
die Schulen bei den Maltesern und den
Piaristen besuchte, spater nach Schlan.
wo er 4824 das Gymnasium bezog und
im Jahre 1827 die Humanitätsclafsen
(wie damals die zwei ersten Classen des
heutigen Obergymnafmms hießen) been»
dete. Indem er krankheitshalber die
Studien unterbrechen mußte, wendete
er sich zuletzt dem chirurgischen Studium
zu. welcbeS er im Jahre 1834, nachdem
er bei Ausbruch der Cholera im genaun»
ten Jahre werkthatig mitgeholfen, been-
dete. Nun begab er sich zunächst nach
Karlsbad, wo er eine chirurgische Officin
übernahm ; aber schon Ende 1834 siedelte
er nachRakonih über, wo er bald bei der
Stadt wie bei dem dortigen Criminal-
gerichte als Gerichtsar^t angestellt wurde
und wo er noch im Jahre 1872 sich auf» «, d. i. Beschreibung der königlichen
Stadt Rakonitz (Prag 1839. W. Heß,
, es ist dieß eine Uebersetzung eines
Manuscriptes, welche ätembera mit
eigenen Bemerkungen vermehrt hat; —
und „^sö?-aH, vs^l/ T-akovnl'sh/ sron a
d. i.
Der Bettler, die große Glocke von Ra»
konitz und die Capelle von St. Gilgen
bei Rakonitz (Prag 1861, Rohlicek), eS
ist dieß eine geschichtliche Erzählung aus
dem Ende oeS 15. und Anbeginn des
16. Jahrhunderts in Reimen.
slovnik, u».uön^. keäkktol-l Dr. I'rkut.
1^2,6. üieFer 2 F. HI kl)', d. i, Conver»
sations'Lerikon. Redigirt von Dr. Franz Lad.
Rieger und I. Mal? (Prag l3?2. Kober,
3ex.«8o.) Bd. IX, S. 136.
Stenger, Johann (Kupferstech er,
geb. i n W i e n im Jahre 1767, gest.
ebd. 7. Mai 1802). Das Meuse l'-
scke „Archiv" und nach diesem N a g>
l e r gedenken seiner als eines aka»
demischen Künstlers in Wien; bezeich,
nen ihn auch als Kupferstecher, ohne
jedoch eines seiner Werke namhaft zu
machen.
Nagle i (G. K. vi-.), Neues allgemeines
Künstler.Lenkon (München l833 u. f.. E. A.
Fleischmann, 8«.) Bd. XVII , S. 322.
Stenitzer, Anton (Benedictiner
und T 0 nsetzer, geb. zu Chöß in
Steiermark am 3. November 1750. gest.
2. December 1797). Die unten bezeich'
nete Quelle nennt Steni tzer 's Ge-
burtsort Chöß'. ein solcher Ort ist irn
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Volume 38
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Stehlik-Stietka
- Volume
- 38
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon