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Sterka-Suluc) 237 Sterly
die Auflösung des siebenbĂŒrgischen Land«
tages vom Jahre 1863/64 erfolgte und
durch die Berufung eines anderen Land«
tages nach Klausenburg, die Existenz und
die sanctionirten Gesetze der rumÀnischen
Nation mit Vernichtung bedroht wurden.
Aus diesem AnlaĂ richtete S t e r k a-
S u l u c z im September l865 an den
Metropoliten der griechisch nicht unirten
RumÀnen. Freiherrn S cha g una Md.
XXIX, S. '86^ ein offenes Schreiben
(abgedruckt in der âNeuen freien Presse"
1863. Nr. 394). worin er die politische
Lage der RumÀnen darstellt, und berief
auf den 20. October d. I . âals den Tag,
an welcbem Kaiser F r a n z J o s e p h
durch daS ah. Diplom, diese Ihm treue
Nation von Unterjochung befreit, und
an welchem Tage diese ihre ReprÀsen«
tanten in den Reichstag entsendet hat",
eine National.Conferenz nach Blasendorf
ein. Welchen Erfolg dieselbe hatte, ist
bekannt. Die RumÀnen waren nicht mehr
eine mit den ĂŒbrigen StĂ€mmen des Kai«
ferstaates gleichberechtigte Nation Oester-
reichs, sondern gehörten zu Ungarn, das,
wie bekannt, langsam, aber sicher, mit
allen nicht ungarischen VolksstÀmmen
seines Territoriums aufrÀumt. Unter den
so verÀnderten politischen VerhÀltnissen
sollte natĂŒrlich auch mit dem Blasen-
dorfer oder Karlsbinger griechisch.katho.
tischen Erzbisthum aufgerÀumt werden.
Die ungarische officiöse Presse streckte
nach dieser Richtung auch schon ihre
FĂŒhler .auS. Wie vorher des ErzbiS.
thums Wiedererrichtung als politisch
nothwendig befunden wurde, so suchte
man nun seine Wiederaufhebung als
politisch wichtig darzustellen. Es ist immer
die alte Geschichte von der Schlange,
die stch in den schweif beiĂt. Es hieĂ
nun, daS Erzbisthum sei nur deĂhalb
errichtet worden, um die Macht des Pri« mas von Ungarn zu schwÀchen und nach
kurzer Zeit die AbschlieĂung des Con«
cordatS zu ermöglichen. Auch habe
die Schaffung dieses Erzbisthums den
Staatsschah sehr belastet,' und wie man
vorher nicht genug .wichtige" GrĂŒnde
zu dessen Errichtung aufzahlen konnte, so
hieĂ eS jetzt, der Bestand desselben habe
keinen praktischen Werth, da ja fĂŒr die
AppellatorialfÀlle in dritter Instanz doch
ein römisch-katholisches Erzbisthum fun«
giren mĂŒsse. Man ging noch weiter und
suchte Monve der Aufhebung in dem
Verhalten des Erzbischofs S t e r k a-
S u l u c z selbst, und fĂŒhrte als Haupt«
moment an: derselbe habe, seine Stel»
lung fĂŒr eine politische haltend, sich so
weit vergessen. daĂ er in einem Bade-
orte, wo nur eine römisck.katholische und
griechlsch'0rthodoie (aber nicht eine grie«
chisch-katholische) Kirche sich befand, die
letztere, also schismatische Kirche, besuchte.
Indessen blieben alle diese Versuche er-
folglos und die griechisch'katholische Me«
tropolie zu Alba Julia und Fogaras.
mit dem Nachfolger S t e r k a » S u-
l u c z's, dem hochw. Ionann Evangel.
Vancea de Buteasa an der Spitze,
mit seiner Residenz zu Blasendorf, sei»
nen 40 Decanaten, Curat»Clerus und
einen Basilianer«Kloster. Regular-CleruS
zu Blasendorf, besteht noch heute.
Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt)
«863, Nr. 391. in der Correspondenz, Wien
2. Octoder: âNumĂ€mscherNational'CongrfĂ".
PortrĂ€t. Nnterschlift: â.^loxauĂ€ei-stei-ka-
suwcs Àu XerpHnves, Haines Romanus,
^ulisu8i5 sto. etc" Mit Facsimile des Na«
menszuges. Ed. Kaiser lith. 1836. Gedruckt
bei I . Höfelich'ö Witwe (Wien. L. T. NtU»
mann, Fol.).
Stellt), Andreas (Topog raph ,
geb. zu I g l a u 21. November 1779,
gest. 26. December l832). An den Lehr-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Volume 38
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Stehlik-Stietka
- Volume
- 38
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon