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Ob dieser letztere erschienen, ist mir nicht
bekannt.
Duste. Einen Tag nach Szajnocha's
Ableben wurde von der Leiche die Todten»
maSke abgenommen und nach dieser meiĂźelte
der Bildhauer Paris F i l i p i in Lemberg
die BĂĽste des Verewigten.
esi, Virus (Theolog und
Fachschriftsteller, geb. zu Esziär
am 47. Mai 1789. Todesjahr unbe-
kannt). Nach beendeten Studien erhielt
er 1814 die Priesterweihe, er widmete
sich aber anfangs nicht der Seelsorge,
sondern dem Zehramte, indem er zu-
nächst in Miskolcz, dann in Neustadt in
den Elementarclaffen Unterricht ertheilte.
Später vertauschte er das Lehramt mit
der Kanzel und wirkte viele Jahre als
Prediger. Seine Beredtsamkeit, insbeson»
dere die Lebendigkeit seines Vortrages,
den er mit sinnreichen Einfallen und
schlagenden Bemerkungen zu würzen ver»
stand, machte ihn zum Lieblinge der
Landbevölkerung, welche schaarenweise,
ihn zu hören, in das Gotteshaus
strömte. 1831 erhielt er die Pfarre zu
Tur unweit Torda. Mehrere seiner
Kanzelreden find einzeln im Drucke er«
schienen' auĂźerdem gab er noch heraus:
(1840), eine Uebersetzung deS oft ver-
legten Buches von I . H. W. Witschet:
„Morgen« und Abendopfer" und „826-
22t H katk. Kit826nol5k02" (Klausen«
bĂĽrg 1844), eine Uebersetzung von Franz
Xav. Brauner'S Schrift: «hoch die
katholische Kanzelberedtsamkeit!"
KI 237ar i r 0 k. Aetr
d.i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung oon
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph Danie l ik (Pesth l836, Gustav
Emich. 8<>.) Bd. I, S. 523.
Noch ist erwähnenswerte/ der aus Erlau ge»
bürtige tapfere Huszar Anton Szakäcsi, der am 4. Juli 1859 bei Rivalta einen
ruhmvollen Heldentod fand. Als FĂĽhrer im
Regiment Graf Haller wurde er am genann«
ten Tage bei Rivalta mit fĂĽnfzehn unter
sein Commando gestellten Huszaren von einer
ganzen Escadron französischer OQa52Ou?»
ä'H.trigus umzingelt. Ergeben wollte er sich
mit seinen Leuten auf keinen Fall. sie be»
schlössen daher, sich durchzuschlagen. Neun
von den Angegriffenen gelang die That. die
ĂĽbrigen fielen und unter ihnen FĂĽhrer S z a<
käcsi , aber nach Aussage seiner Kamera«
den, wie der gefangenen Franzosen hatte er
mindestens zwanzig französische Reiter kämpf«
unfähig gemacht. Das Regiment beschloß
nun, daS Andenken dieses Huszarenhelden
durch eine Denksäule aus Metall zu ehren,
welche in Erlau. Szatäcsi 's Geburtsstadt,
aufgestellt werden sollte. Das Monument,
fĂĽr welches Erzherzog Albrecht l0U fi.
spendete, harrte bereits t860 seiner Auf»
stellung in Erlau entgegen, lag aber <865
noch unberücksichtigt im Hofe des Stadt»
Hauses daselbst. Ob die Denkfaule mittler«
weile wohl aufgestellt worden ist? ^P esth er
L loyd. 1865, Nr. 13. — Der Kamerad
(österreichisches Soldatenblatt) <863, Nr. 8.)
Szaköll, Ludwig (Abgeordneter
des ungarischen Reichstages, geb. zu
Köros-Tarcsa im Bökäser Comitate
am 2. Februar 1816, gest. ebenda im
Februar 4873). Er entstammt einer unga»
rischen 1638 geadelten Familie. Eein
Vater Franz (gest, 4836) war Ge«
mewde-Notar. seine Mutter Susanne
eine geborene Haläsz. Ludwig be«
suchte die unteren Schulen zu Mezö«
Berönyi, daS Gymnasium zu Debreczin
und daS protestantische Collegium zu
Eperies. FrĂĽhzeitig richtete er sein
Augenmerk auf die Sitten und Ge»
braune wie auf die Volkslieder seines
Vaterlandes. Letztere begann er auf An»
regung Franz Pulszky'S Md. XXIV,
S. 71^ und Julius Säro fy'S ^Band
XXVIII , S. 249) zu sammeln. Nach-
dem er seit 1838 in verschiedenen schön«
geistigen Blättern Ungarns manche dieser
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon