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Petrus 2^9 S^athmä.n)'DtvöS) Stephan
Schulen seiner Heimat, dann bezog er zu
seiner wissenschaftlichen Ausbildung deutsche
Universitäten. Nach seiner Rückkehr ins Va»
terland versah er zunächst die reformirte
Predigerstelle zu Gönczi. später kam er in
gleicher Eigenschaft nach Klausenburg, wo
er durch seine Rednergabe einen ausgezeich-
neten Ruf erlangte. Im Druck sind von ihm
erschienen: ,^2 ürölcics vai6 23? iLtemi
äHat-hau Isvo käroui 82oin6i?slziiiok mutkt6
I'ülcöi's"; d. i. Spiegel der drei Personen
der ewig wahren Einheit Gottes (Klausen»
bürg 1673, 120.);— „H. N6Z5 NvauTbliställ
826l6nt V3,I<5 Douiiuiük", d. i. Die Sonn«
tagsfeier gemäß der vier Evangelien (ebd.
1673. 4«., 832 S.)-> — «vouiluiel», o».te-
oketioa 3ivs oonoionsL oatsolistieae sooun.
änm, Oateodisiu ?2,I»tiuatHiQ (in soolssiis
orttkni..." (ebd. 4677. 8«.); das Buch be.
sitzt durch seine Widmung an den Klausen»
burger Stadthauptmann Franz Nhsdey
einen weitaus bedeutenderen als blos homi»
letischen Werth, da es in derselben die Ge«
schicke der evangelischen Kirche im Allge»
meinen und dann insbesondere in Ungarn
und SiebenbĂĽrgen von den Zeiten Kaiser
Ferdinands I. ab bis zum Jahre 1676,
also durch einen, und zwar den wichtigsten,
Zeitraum von anderthalb hundert Jahren
erzählt; — ^enn^si I^rkäs kult.22«, d. i.
Der SchlĂĽssel der Himmelshalle (Leutschau
4679, 11°.), ein evangelisches Andachtsbuch:
— „Lalotti Osuwria 22 22 8262 balytti
?c2säikäc2iok oto.", d. i. Die Todten.Cen»
turie oder hundert Leichenpredigten u. s. w.
(ebd. 1683, 703 S. lnrthĂĽmlich 596 S.),
8°.); — ^vomwiaaüs ?i-2säi^«<:2i6^ toläa-
IH1» 6to.", d. i. Anhang zur »Dominica
«ktbokstick« (ebd. 1686. 8".. 464 S.); —
d. i. Erklärung der <50 Psalmen Davids
(Klausenburg 1679). ^OataloFUs Liblio-
(sovrouii 1792, sisss, 8<>.) I'omi I parZ I I ,
>^. 393. 396, 397.) — 10. Petrus S z a t h.
märy'Baka, Ungar von Geburt, ein ge»
l«hrter, an der belgischen Hochschule zu Fra»
neker gebildeter evangelischer Theolog des
17. Jahrhunderts, hat sich durch nachstehende
Schriften bekannt gemacht.-
VraotioaZ" (^rg.Qsy.uorss 1649, 4<>.); —
„DskeQLio 5im,VUcitHtiL NcolSLias OiiriZti«
(ibiä. 1N33, 40.). Seine auf AnnaLonyai,
v. W u rzb ach. biogr. Lexikon XI^I. sGedr Witwe des FĂĽrsten Johann Kem6ny, in
ungarischer Sprache gehaltene Leichenrede
ist im Iabre 1666 im Druck (4.".) erschienen.
— 11. Samuel Szathmär«Nsmethy
lebte in der zweiten Hälfte des 17. und zu
Anfang des 18. Jahrhunderts in Sieben,
bĂĽrgens Hauptstadt Klausenburg, wo er ein
Lehramt an dem reformirlen Collegium be»
kleidete und im Jahre 1718 starb. Nach dem
Druckorte einiaer seiner mitunter umfang,
reichen philosophischen und theologischen
Schriften hat er sich, wie die meisten seiner
Namensvettern, an auswärtigen Hochschulen,
darunter in Frankfurt a. M. und in Franeker,
gebildet. Die Titel seiner Schriften sind:
et oorxolo« (Olauäioxoli 1690, N. äs 16t-
t2.1ll, 120.); — ^NoiLtoill 8. Vgnli aä lls»
627 S. ; säitio 2ä» ibiä. 17l)l); —^Nlo«6Z
loLtameuti psr Nosyn Iktaruiu ästHota
vsrit25" (OlHuĂĽioxoli 1696, 80., 44l S.);
in uuuo rsviLl».
, 12«.);
^et
äuota" (idiä. 1696,
oata" (IHtr^'soti 17l4, (3. a.
40.), der Tert der Prophezeiung ist in he.
viäischer und lateinischer Sprache mitgetheilt;
— außerdem veröffentlichte er auS Anlaß des
Ablebens des siebenbĂĽrgischen Gouverneurs
Georg Grafen Bänffy und dessen Gemalin
Clara Trauergedichte in lateinischer und un-
garischer Sprache, ^ou i i u i sHmnblis
slkdolatuin st sreorum" (Olaucliopoli 1718,
Pol.). — 12. Stephan Szathmäry-
Otvöe (gest. 1665). Cr dürfte um das
Jahr l628 geboren sein. Ende 1643 begann
er in SaroSpatak die höheren Studien und
wurde nach einigen Jahren Lehrer zu Boorost»
Keresztur, einem im Zempliner Comitate
gelegenen Marktfitcken. Nach sechsjähriger
Thätigkeit daselbst ging er auf Sufanna
Loräntfy's und Sigmund Räk6czi's
Kosten auf ausländische Hochschulen, um sick
den theologischen Studien zu widmen, die
er auf der Universität Utrecht in Belgien
beschloĂź. Nach seiner RĂĽckkehr inS Vaterland
wurde, er im Jahre 1634 Professor zu Patak,
25.Iunil880.) 14
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon