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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
Page - 214 -
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Page - 214 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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214 in demselben Jahre mit größtem Erfolge in London gegeben habe. Somit wäre er. ein wahres Wunderkind, im Alter von 6 Jahren als Guitarrespieler aufgetre. ten! Gs ist erwiesen, daß er erst 1839, also volle 19 Jahre später, sein erstes Concert in Tdinburg gab, nachdem er vorher noch in Paris bei dem berühmten Guitarre . Virtuosen Fernando S o r (geb. 1780. gest. 1839) Unterricht auf seinem Lieblingsinstrumente und in der Composition genommen hatte. Nach seinen glänzenden Erfolgen in Schottland und England ging er wieder nach Paris, wo eS ihm gelang, im Salon Herz sich die Anerkennung und den Beifall von Künstlern, wie Chop in , Habenek, Kalkbrenner. Liszt u. A. zu er« werben, was ihm die Wege auf seiner Virtuosen-Laufbahn ebnete. So z. B. sang R u b i n i , von Szczepa» n o w s k i's Spiel begeistert, in dessen sämmtlichen Concerten, und der Meister auf der Guitarre wurde in der Seinestadt bald Mode. Dazu gesellte sich noch ein innigerer Verkehr mit C h o p i n und Mickiewicz, von denen Ersterer in Paris die ersten Lorbeeren vom Baume seines Ruhmes pflückte, Letzterer als Poet und Verbannter die Huldigungen der Pariser entgegennahm. Unser Virtuos machte nun zunächst einige Kunstreisen, auf welchen er mit seinem Instrumente neuen Ruhm erntete, dann begab er sich wieder nach England, wo es ihm gelang, sich vor der Königin V ictor ia hören zu lassen. Da waren dem Künstler die Hallen des hohen englischen Adels geöffnet, und in den Salons der Her- zogin von Southerland gehörte einige Zeit sein herrliches Guitarrespiel zu den Genüssen des Abends. Um diese Zeit heiratete er eine Engländerin und ließ sich auf dem Inselreiche naturalisiren. Von Zeit zu Zeit aber unternahm er Kunftreisen nach fast allen Hauptstädten Europa'S. Im Jahre 1843 spielte er in Berlin, wo ihm die polnische Jugend ein Feftbanket gab. I n Posen veranstaltete er nacheinander fünfzehn Concerte, ebenso in seiner Vaterstadt Krakau. I n Dresden gelang eS ihm, den berühmten Gregor L ip insk i Md. XV, S. 217). der da- selbst als erster Concertmeister des fach» stschen HofeS lebte, derart zu entzücken, daß derselbe stundenlang dem Spiele auf der Guitarre lauschte. Auch nach Spanien unternahm er eine Kunstreise, und seine Concerte im Theater del Opera und im Saale deS Liceo bildeten die Er« eignisse des TageS. Im Jahre 1851 spielte er in Karlsbad vor dem Groß» herzog von Weimar, 1832 auf seiner Reift nach Warschau und St. Peters« bürg auch in Leipzig, wo namentlich der alte Moscheles »Bd. XIX, Seite 116) die Meisterschaft S z c z e p a- n o w S k i'S anerkannte. I n der nächsten Zeit feierte er Triumphe in Wilna, Kiew, Bukarest. Ibraila. Warna, Constanti- nopel, Smycna. Alexandria. Kairo u. s. w. Die Königin Victoria verlieh ihm den Titel eines kön. Hof« Guitarre» spielerS. Unser Künstler ist auch Com- positeur und hat mehrereS für daS In« strument, daS er mit solcher Virtuosität behandelt, geschrieben. Ein Verzeichniß seiner Kompositionen, die bei den ver- schiedensten Musikverlegern in England, Frankreich, Spanien, Polen u. s. w. er- schienen find, laßt sich kaum zusammen- stellen. Die bedeutendsten sind: eine Phantasie auf ein englisches Lied; — yI^H^ota kri2ßons82." mit Variationen; — Introducnon und Variationen auf ein Originalthema von Sor. blos für die linke Hand; — ^2)t^s^^6 cls ia
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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