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zuerst Eoadjutor seines Oheims, des Lem«
bereer Bischofs Joseph Szumlaüsk i .
dann wurde er Administrator der Diöcese
Luck, und da er diese zuletzt für sich behalten
wollte, ließ er sich von dem Metropoliten
von Kiew weihen. Aber er fand nicht nur
keinen Anhang, sondern vielmehr überall
Gegner, und da er sich rings bedroht sah,
mußte er aus Polen flüchten, wo die Union
bereits eine vollständige war, und unter
den Schuh Rußlands sich begeben. Dort
wurde er im Jahre l745 Bischof von Pe.
reiaslaw und Coadjutor des Metropoliten
von Kiew im Gouvernement Pultcnva. in
welcher Eigenschaft er auch nach neunjähri«
ger Thätigkeit starb. lVno^Ic iüxOÄ^K
V0N8200K22 , d. i. Polnisches Conversa.
tions'Lerikon (Warschau, Orgelbrand, gr. 80.)
Bd. XXIV, S. 777—787. ein ausführlicher
und wohl der erste quellenmäßige Artikel
über die fünf Bischöfe aus der Familie
Szumlausk i , welcher nebst dem Artikel
über die Familie Szept ick i (ebd. S. 6l9
bis 627) eine sehr umfassende und lehrreiche
Darstellung der Verhältnisse der griechisch,
unirten und nichtunirten Kirche in Gali.
zien gibt,^
SzUPPlM, Sigmund (Schulmann,
geb. zu KörmöcS im Barser Comitat
am 48. Jänner 4844). I n seiner Vater-
stadt besuchte er seit 1822 das Gymna-
jwm, bald unter weltlichen, bald unter
geistlichen Professoren (Franziscanern und
Jesuiten)'» dann ging er nach Waitzen,
wo er in die 6. Grammaticalclasse ein»
trat, welche er. 4827 in das Seminar
der Graner Diöcese aufgenommen, da>
selbst unter der Leitung der Benedictiner
vollendete. Da weckte Theophil Ba-
laSz in ihm die Vorliebe für das Stu»
dium der Muttersprache, daS er seit dieser
Zeit neben seinem BerufSstudium mit
großem Eifer beirieb. Um die philoso-
phischen Wissenszweige zu hören, bezog
er daS erzbischöfliche Lyceum zu Tyrnclu,
wo er auch in den Jahren 4831—1834
die theologischen Disciplinen studirte und
sich eifrigst auf homiletische Nebungen in seiner Muttersprache verlegte. Da ihm
nach beendeten Studien zur Erlangung
der Priesterweihe das vorgeschriebene
canonische Alter fehlte, so widmete er
sich inzwischen dem Privatunterrichte.
Endlich in Gran zum Priester geweihr.
trat er daselbst auch in die Seelsorge.
Während dieser Zeit eifrig bestrebt, sich
fortzubilden, promovirte er 4839 an der
Pesther Hochschule zum Doctor der Phi»
losophie. Im September 4840 zum Pro-
fessor der Religion und ungarischen Li»
teratur am erzbischöflichen Lyceum zu
Tyrnau ernannt, wurde er gleichzeitig
mit der Ausübung der homiletischen
Vorträge für die Schuljugend betraut.
Als anläßlich der neuen Studienorgani«
salion im Jahre 4882 die Aufhebung
des erzbischöflichen Lyceums erfolgte und
an dessen Stelle ein achtclassigeS Ober«
gymnasium trat, wurde ihm nebst einer
Professur auch das Directorat an dem«
selben übertragen. I n dieser Stellung
arbeitete er zum Behufe des gründlicheren
sprachlichen Vortrageü das Werk: „Hsa-
d. i. Ungarische Sprachlehre für Erwach-
sene (Nagyszombath 4848). aus. Als die
königlich ungarische Statthalterei bei der
ungarischen Akademie der Wissenschaften
anfragte, welche Grammatik der Vater»
landischen Sprache zum Unterricht an
den ungarischen Mittelschulen am zweck«
mäßigsten sei, entgegnete diese, daß keine
der zur Beurtheilung vorgelegten Gram»
matiken diesem Zwecke vollkommen ent-
spreche, die von Szuppan verfaßte
jedoch demselben zunächst komme. Nack-
dem Szuppan längere Zeit im Lehr»
amte gewirkt hatte, kehrte er zum seel-
sorgerlichen Berufe zurück, in welchem
er bald zu höheren Ehren gelangte, er
wurde Domherr zu Preßburg, dann zu
Gran. Erzdechant von Neutra, ferner
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon