Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44
Page - 187 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 187 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44

Image of the Page - 187 -

Image of the Page - 187 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44

Text of the Page - 187 -

Thayer l87 Thayer i. Noveniber lö??), der unter Oesterreichs vormärzlichen Dichtern eine ehrenvolle Stelle einnimmt, aus seiner Ehe mi t Iu l ie Marie geborenen von Heufler zu Rasen, einer Schwester des Botanikers Ludwig Ritter Heufler zu Rasen sBd. VI I I , 2. 45li). Marie vermällte sich am t4. November l868 mit Joseph 5aü'ülor Ritter von TlM'onlit. Der Fanulienstand ist aus der Stammtafel ersichtlich. Wappen. Genierter Tchild mit Herzschild; in letzterem in Blau auf silbernem Hügel ein natürlicher Sperber; dann l und 4.- in Gold ein befußter blauer, mit goldenen Balken be< legrer Adlerflug; 2 und 3: in Roth ein Thurm mit offenem Thore, an jeder Seite der Zinnen drei Piken mit weißblauen Fähnlein. Auf dem Schilde ruht ein blau-goldenes Kissen, darauf der natürliche Sperber. Die Helm decken sind rechts blau-golden, links roth-silbem. Thayer, Alexander Wheelock lB io- graph Beethovens, geb. in Natiek im Staate Massachusetts 22. Oct. 1817). Herausgeber dieses Lexikons glaubt den in Rede Stehenden um so weniger übergehen zu dürfen, als derselbe nicht nur bereits zwei Jahrzehnte in Oesterreich lebt — seit 4863 als amerikanischer Consul in Trieft — sondern als Biograph des Tonheros Beethoven mit seinem Werke, welches sich der Mozart-Biographie von Otto Iahn ebenbürtig zur Seite stellt, auch für Oesterreich eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat. Thayer's Eltern stam- men beide aus Familien, welche zu An- fang des siebzehnten Jahrhunderts aus England nach Amerika wanderten. Sein Vater, der den gelehrten Eleazar Whee- lock, den Begründer des (5ollege zu Dartmouth im Staate New-Hampshire, zu seinen Vorfahren zählte, übte in Natiek die ärztliche Praxis aus. Durch dessen frühen Tod sah sich Alexander, der älteste von drei Geschwistern, in die Noth- wendigkeit versetzt, nachdem er die Volks- schule in seinem Heimatstädtchen durch- laufen hatte, in ein Geschäft einzutreten. Aber von unwiderstehlichem Dränge nach höherer Bildung ergriffen, gab er in seinem achtzehnten Jahre die merkantile Laufbahn auf und studirte, nach mehr^ ' jähriger .Vorbereitung in P h i l i p p's ^ ^^äomv zu Undover, auf Harvard's ' Hiliv^rsitv in Cambridge bei Boston, ^ wo er im Jahre l843 zum Vaol^iaureus ^rtinni promovirte. Bald erhielt er eine , Stelle als Assistent an der Bibliothek daselbst und erwarb auch, in Fortsetzung ^ seines Studiums, im Jahre 1848 den ^ Grad als V^oolii^ursu« Is^uni. Von ^ früher Jugend ein leidenschaftlicher Freund der Musik-, gelangte er doch nie dazu, ein Instrument spielen zu lernen. Um so i eifriger aber ging er allen bedeutenden Erscheinungen auf musikalischem Gebiete > nach. I n seiner amtlichen Stellung zu ! Boston hatte er Gelegenheit, Beet- !hoven in dessen vorzüglichsten und ! größten Schöpfungen kennen zu lernen, ' und bald wurde er von dem Gedanken ! beseelt, etwas Näheres über das Leben , und Wirken dieses Mannes in Erfahrung zu bringen. Aber unter den Bücherschatzen ^ Bostons, die er sämmtlich durchstöberte, ! fand er nichts als eine englische Neber ! setzung der ältesten Beethoven-Biographie, ! nämlich jener von Schindler, und dazu ! als Anhang einen gleichfalls übertragenen ! Auszug der biographischen Notizen von Megeler und Ries. Anfänglich nur ^ mit der Absicht sich tragend, das Schind- ^ l e r'sche Buch mit den Notizen umzuarbei- ten, kam er allmälig auf die Idee, eine - neue, auf eigenen Forschungen beruhende 'Biographie Beethoven's zu schreiben, eine Aufgabe, von deren gewaltigen ^ Schwierigkeiten und riesenhaft anschwel- ! lendem Nmfange er damals keine Ahnung ^ hatte. Zur Ausführung seines Vorhabens, ! welches ihm die Erlernung der deutschen Sprache zur ersten Bedingung machte,
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Volume 44
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Terlago-Thürmer
Volume
44
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1882
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
360
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich